Der Visionaries Club legt zwei Mikro-Fonds auf, für Kreditech gibt es einen neuen Investor und Equifax muss mindestens 575 Millionen Dollar Strafe zahlen – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Visionaries Club legt zwei Mikro-Fonds auf

Der erst kürzlich gegründete Wagniskapitalgeber von Sebastian Pollock (Mitgründer von Amorelie) und Robert Lacher (Founding Partner beim Family Office La Famiglia) verkündet das Closing von zwei Mikro-Fonds in Höhe von je 40 Millionen Euro. Während sich der eine Fonds auf Pre-Seed- und Seed-Investments fokussiert, soll der zweite Series-B-Runden abdecken. Der Fokus liegt jeweils auf B2B-Startups. Das Geld, das hinter dem neuen Berliner Investment-Vehikel steht, kommt von einigen erfolgreichen Startup-Gründern (u.a. Daniel Krauss und Jochen Engert von Flixbus, Johannes Reck von GetYourGuide und Hakan Koc von Auto 1) sowie Familienunternehmern (darunter Max Viessmann, Christian Miele und Markus Swarovski).techcrunch.com

TUM-Team gewinnt Hyperloop-Wettbewerb

Beim Finale der vierten SpaceX Hyperloop Pod Competition am Sonntag war das Team der TU München am schnellsten. Mit 288 miles per hour (463 km/h) übertrafen die Münchner, die bisher unter dem Namen WARR Hyperloop aufgetreten sind, ihren eigenen Rekord aus dem Vorjahr (284 mph) und waren so schnell wie kein Hyperloop-Team bisher. techcrunch.com

Obama kommt zur Bits & Pretzels

Coup für die Münchner Startup-Konferenz Bits & Pretzels: Als Eröffnungsredner konnten die Veranstalter keinen Geringeren als den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama gewinnen. Zwei Jahre haben sie gebraucht, bis die Zusage kam. Obama wird die Veranstaltung am 29. September eröffnen und in einem einstündigen moderierten Gespräch über Führung und sein Leben sprechen. Sueddeutsche.de

Katrin Eckmans wird neue Spitze bei Farmako

Anfang Juli wurde der Mitgründer vom Cannabis-Startup Farmako, Niklas Kouperanis, von den Gesellschaftern rausgeworfen. Die ehemalige Finanzmanagerin der Flughäfen Frankfurt und Antalya, Katrin Eckamms, nimmt nun seinen Platz ein. „Wir sind überzeugt, dass Katrin mit ihrer Erfahrung und ihrer Führungsqualität unser Unternehmen auf einen neuen Erfolgskurs führen wird”, sagt der weitere Mitgründer Sebastian Diemer. Pressemitteilung per Mail und gruenderszene.de

Jetzt kommen Apples Kamera-Autos

Rund zehn Jahre nachdem Google seine Street-View-Autos durch deutsche Städte hat fahren lassen, schickt nun Apple eine Flotte von 80 Wagen los. Ab kommendem Montag sollen sie Material zur Verbesserung von Apples Kartendienst und den geplanten Streetview-Konkurrenten „Look Around” sammeln. KFZ-Kennzeichen und Gesichter werden automatisch verpixelt, Nutzer können auch die Löschung der Rohdaten ihres Hauses beantragen. tagesschau.de

BGH: Grundsatzurteil für den Online-Handel

Der Taschenhersteller Ortlieb hat den Rechtsstreit gegen Amazon gewonnen. Wenn Nutzer über die Suche nach einem konkreten Markennamen via Suchmaschinenwerbung zu Amazon gelangen, dürfen in der Ergebnisliste keine Produkte anderer Marken erscheinen. Das entschied am Mittwoch der Bundesgerichtshof. Zuvor hatte bereits das OLG München ähnlich geurteilt. Das Urteil betrifft jedoch nicht nur Amazon, sondern auch andere Händler, die Kunden via Suchmaschinenwerbung auf ihre Seite holen. t3n.de

Investments & Exits

Sennder stockt auf 100 Millionen Dollar auf

Das Berliner Speditions-Startup Sennder hat in einer Finanzierungsrunde weitere 70 Millionen Dollar erhalten. Neben den Bestandsinvestoren HV Holtzbrinck Ventures, Project A und Scania Growth Capital waren auch der Siemens-Investmentarm Next47 und das italienische Family Office H14 mit dabei. Erst im April konnte sich Sennder 30 Millionen Dollar von Accel sichern. Mit dem Polster ist das Startup jetzt für die Expansion gewappnet: Im September sollen drei neue Niederlassungen in Madrid, Breslau und Mailand eröffnet werden. gruenderszene.de und venturebeat.com

Microsoft investiert eine Milliarde Dollar in OpenAI

Bereits seit 2016 besteht eine Partnerschaft zwischen Microsoft und dem 2015 von Tesla-Chef Elon Musk und Sam Altman, Vorsitzender des Y Combinators, gegründeten Startup OpenAI. Microsoft vertieft nun die Partnerschaft und investiert eine Milliarde Dollar in das KI-Startup, dessen Software künftig ausschließlich in der Microsoft Cloud laufen wird. businessinsider.com via turi2.de

Neuer Investor für Kreditech

Laut Finanz-Szene.de hat das Hamburger Fintech Kreditech eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Startup hat seit geraumer Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen und wurde von den Bestandsinvestoren mit praktisch null Euro bewertet. Jetzt hat der Bezahldienst PayU laut Handelsregister einen Teil seiner Anteile abgeben, dafür ist mit der Westfälische Vermögen Management AG (W.V.M.) ein neuer Investor hinzugekommen. Die W.V.M. hält nun knapp zwölf Prozent am Unternehmen. gruenderszene.de

Heise steigt bei WeAreDevelopers ein

Die Heise-Mediengruppe übernimmt 10,1 Prozent der führenden europäischen Developer-Plattform WeAreDevelopers aus Wien. Durch die Unterstützung des neuen Investors will das Unternehmen vor allem seine Jobvermittlung “WeAreDevelopers Talents” voranbringen. Pressemitteilung

International

5 Milliarden Dollar Strafzahlung und weiteres Wachstum für Facebook

Am Mittwoch hat die US-Handelsbehörde FTC die Einigung mit Facebook als Folge des Cambridge-Analytica-Skandals bestätigt. Wie bereits erwartet, muss der Tech-Riese fünf Milliarden Dollar Strafe zahlen. Zudem machte die FTC interne Strukturänderungen zur Auflage: Im Verwaltungsrat muss ein zusätzliches Gremium zum Datenschutz eingerichtet werden, dessen Mitglieder von einem unabhängigen Komitee ernannt werden sollen. Auch die FTC soll weitere Befugnisse erhalten. CEO Zuckerberg und die neuen Datenschutz-Verantwortlichen müssen alle drei Monate Rechenschaft ablegen, dass sie die Auflagen erfüllen – falls nicht, drohen strafrechtliche Konsequenzen. Trotz der Strafe kann Facebook einen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar vorweisen, der Umsatz lag bei 16,9 Milliarden Dollar (plus 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Auch die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ist in Q2 um acht Prozent auf 2,41 Milliarden gestiegen. Ungeachtet der zahlreichen rechtlichen und regulatorischen Auseinandersetzungen, ist die Facebook-Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent gestiegen. golem.de, spiegel.de und heise.de 

Microsoft überholt Apple

Die Zeiten als Technologie-Dinosaurier sind anscheinend vorbei: Tech-Riese Microsoft hat im abgelaufenen Geschäftsquartal ordentlich aufgeholt. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar. Auch die Microsoft-Aktie stieg zeitweise auf ein Rekordhoch von 140,20 Dollar an und überholt damit Großkonzerne Apple und Amazon als wertvollste Aktiengesellschaften. Ein Grund für den Erfolg könnte das florierende Cloud-Geschäft sein. spiegel.de und grunederszene.de

USA: Kartelluntersuchung gegen Big Tech steht an

Während sich die FTC Facebook widmet, ist auch das US-Justizministerium nicht untätig: Es hat eine kartellrechtliche Untersuchung – vermutlich eine der größten der US-Geschichte – gegen „marktführende Online-Plattformen” eingeleitet. Es geht in jedem Fall um Amazon, Facebook und Google. Microsoft und weitere große Tech-Plattformen könnten ebenfalls betroffen sein. Untersucht werden soll, „ob und wie marktführende Online-Plattformen Marktmacht erlangt haben und sich Geschäftspraktiken bedienen, die den Wettbewerb reduziert, Innovation behindert oder sonst Verbraucher geschädigt haben”. heise.de

Equifax: Strafzahlung von mindestens 575 Millionen Dollar

Aufgrund eines massiven Daten-Lecks im Jahr 2017 muss das in Atlanta ansässige Verbraucherkreditunternehmen Equifax mindestens 575 Millionen Dollar Strafe zahlen. Laut der US-Handelsbehörde kann die Strafzahlung noch auf bis zu 700 Millionen Dollar angehoben werden. Bei dem Leak waren persönliche Informationen wie Name, Geburtsdatum und Sozialversicherungsnummer von bis zu 147 Millionen US-Konsumenten mehrere Monate lang unverschlüsselt im Internet zu finden. venturebeat.com

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