Readly, der digitale Lesezirkel, konnte seinen Umsatz um 50 Prozent steigern, Feinkosthändler Viani übernimmt das insolvente Kochhaus und SpaceX plant die erste Starship-Mission für 2021 – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Readly: Umsatzsteigerung um mehr als 50 Prozent

Der digitale Lesezirkel Readly ist auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr konnte das Startup, das für 9,99 Euro pro Monat Zugriff auf mehr als 4.000 digitale Zeitschriften und Zeitungen bietet, seinen Umsatz von 12 auf 19 Millionen Euro steigern. Aufgrund von Investitionen in die internationale Expansion lag das Gesamtergebnis des schwedischen Unternehmen 2018 bei Minus zehn Millionen Euro. horizont.net

So viele Fintechs sind bereits gescheitert

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat die Fintech-Szene hierzulande genauer unter die Lupe genommen und festgestellt: Es ist nicht so rosig wie es scheint. Zwar können einzelne Fintechs große Finanzierungsrunden für sich verbuchen, doch viele andere müssen aufgeben. Seit 2011 haben demnach 233 Startups aus dem Finanzbereich ihr Geschäft niedergelegt, seit 2017 mit steigender Tendenz. 2019 sind bereits 34 Fintech-Startups offline gegangen – so viele wie nie zuvor in den ersten fünf Kalendermonaten. Die meisten der gescheiterten Firmen waren im Bereich Finanzierung tätig. Das Thema Finanzierung ist auch für die Fintechs selbst von immenser Bedeutung. So hatten nur elf Prozent der gescheiterten Unternehmen zuvor Wagniskapital erhalten. gruender.wiwo.de, zur Studie

Innogy: Mit einem Trainingszentrum gegen Cyberattacken

Gestern hat Innogy, der größte Stromnetzbetreiber Deutschlands, in Essen ein Trainingszentrum eingerichtet, in dem die Abwehr von Cyber-Attacken geübt wird. Dabei sollen nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch andere Netzbetreiber und Energieunternehmen testen können, ob sie ausreichend vor digitalen Angriffen geschützt sind. faz.net

Erste Studie zur E-Roller-Nutzung veröffentlicht

Zwei Wochen nach dem Start der ersten E-Tretroller-Sharing-Anbieter liegt eine erste Studie zu deren Nutzung vor. Laut Auswertung des Hamburger Beratungsunternehmens Civity, die sich auf Daten der vier Anbieter Voi, Tier, Circ und Lime in Berlin stützt, legen Nutzer im Schnitt 1,8 bis 2,8 Kilometer mit den Rollern zurück. Der Schwerpunkt liegt auf der Innenstadt. Aufgrund der Location-Daten gehen die Studienautoren davon aus, dass die Gefährte insbesondere viel von Touristen genutzt werden, die das Angebot bereits aus anderen Ländern kennen. Für den öffentlichen Nahverkehr würden sich durch das neue Angebot bisher weder Vorteile noch eine große Gefahr ergeben. tagesspiegel.de

Digitaljournalismus: Plattformen sind das Zukunftsmodell

Die Landesmedienanstalt NRW hat sich mit der Zahlungsbereitschaft von Nutzern digitaljournalistischer Inhalte beschäftigt und fünf Handlungsempfehlungen vorgelegt. Zentrale Erkenntnis: Plattformen, die Inhalte verschiedener Anbieter bündeln, sind das Zukunftsmodell. Hierfür besteht auch eine Zahlungsbereitschaft von etwa zehn Euro pro Monat. Für reine Informationen würden Nutzer nicht zahlen – auf die Bedürfnisse abgestimmte, gut gestaltete und betreute Angebote hingegen, die einen zusätzlichen Nutzerwert bieten, sind gefragt. Pressemitteilung via turi2.de

Investments & Exits

KKR bestätigt Übernahme von Corel

Der Private-Equity-Riese KKR bestätigt offiziell die Übernahme von Corel, die am Tag zuvor von Techcrunch berichtet wurde. Für eine nicht genannte Summe kauft KKR das Unternehmen, das hinter Software-Anwendungen wie Corel Draw und WordPerfect steht, vom bisherigen Besitzer Vector Capital. Als die ersten Gerüchte um die Übernahme vor mehreren Monaten die Runde machten, war von mehr als einer Milliarde Dollar die Rede gewesen. Der Software-Veteran Corel hat mehr als 90 Millionen Nutzer und ist hochprofitabel. Corel-CEO Patrick Nichols bekräftigte gegenüber den Mitarbeitern, dass es keine Entlassungen gebe werde. Vielmehr bringe der Deal neues Geld in die Kassen, um das eigene Geschäft weiterzuentwickeln und weitere Übernahmen zu tätigen. techcrunch.com

355 Millionen Euro: E.ventures schließt neuen Fonds

Der in Berlin und San Francisco ansässige Wagniskapitalgeber E.ventures schließt seinen sechsten Fonds mit umgerechnet 355 Millionen Euro. 200 Millionen Euro davon sind für Investments in US-Unternehmen vorgesehen, 155 für europäische Startups. Der Fokus von E.ventures liegt auf Technologie für Endkunden, Software- sowie Fintech-Startups. Zu den Geldgebern zählen der European Investment Fund, die Otto-Gruppe, deutsche Unternehmen wie Kärcher und Porsche und institutionelle Anleger aus den USA wie Top Tier Capital Partners. Mit dem Closing des neuen Fonds steigen Christian Miele und Jonathan Becker zu Partnern auf. gruenderszene.de

Feinkostgroßhändler Viani kauft das Kochhaus

Vor gut eineinhalb Wochen zeigte sich das insolvente Unternehmen Kochhaus zuversichtlich, dass das Geschäft weitergehen werde. Nun gibt es eine offizielle Bestätigung: Der Göttinger Feinkostgroßhändler Viani, der bisher zu den Lieferanten des Berliner Startups zählte, übernimmt die Firma zu einem ungenannten Preis. Sieben der neun Filialen sollen weitergeführt werden, die beiden Dependancen in Berlin-Kreuzberg und in der Kölner Südstadt sollen allerdings noch im Juli schließen. 30 von insgesamt 190 Mitarbeitern müssen entlassen werden. Für die Zukunft sind allerdings wieder Neueröffnungen geplant. morgenpost.de via gruenderszene.de

Pantherna Therapeutics schließt Seed-Runde ab

Das Life-Science-Startup Pantherna Therapeutics aus Henningsdorf entwickelt eine medikamentöse Therapie für das akute Atemnotsyndrom – eine lebensgefährliche Erkrankung, für die es bisher noch keine Behandlung gibt. Vom High-Tech Gründerfonds, dem Business Angel Prof. Detlev Riesner, dem Land Brandenburg sowie dem European Investment Fund hat das Jungunternehmen eine Seed-Finanzierung in Höhe von 3,5 Millionen Euro erhalten. Mit dem Geld sollen präklinische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie der Ausbau des Teams finanziert werden. Pressemitteilung

International

UK: Untersuchungen gegen Google und Facebook

Die britische Wettbewerbs- und Marktbehörde hat Untersuchungen gegen Google, Facebook und angegliederte Firmen eingeleitet. Es geht um ihre dominierende Rolle bei digitalen Werbeanzeigen: die Hälfte aller Werbeeinnahmen entfällt demnach auf die beiden Tech-Riesen. Die Behörde will auch untersuchen, inwiefern sich die Nutzer der Dienste über das Ausmaß der Datensammlung und -verwertung im Klaren sind. Es werden bereits mögliche regulatorische Schritte erörtert, etwa mehr Transparenz bei der Datenverwertung, mehr Kontrolle seitens der Nutzer über ihre Daten – und auch eine mögliche Aufspaltung bestimmter Unternehmensteile wird nicht ausgeschlossen. Ob es zu einem Verfahren kommt, ist noch unklar. Die Unternehmen haben bis Ende Juli Zeit Stellung zu nehmen. faz.net

Instagram-Chef: Abspaltung ist „keine gute Idee”

Während von allen Seiten die Zerschlagung von Facebook gefordert wird, meldet sich Adam Mosseri mit einer völlig gegensätzlichen Meinung zu Wort. Im Interview mit der FAZ machte der Instagram-Chef klar, dass er von Idee einer Abspaltung des Bilder-Netzwerks von Facebook nicht viel hält. Viele der vorherrschenden Probleme wie Mobbing, Fake News oder Wahlinterventionen würden dadurch nur verstärkt. Auch nach einer Zerschlagung würden die Probleme auf allen Plattformen weiter existieren, fehlen würden dann allerdings die finanziellen Mitteln von Facebook, um dagegen anzugehen. „Es gibt doppelt so viele Entwickler, die sich auf Facebook allein um Sicherheit und Integrität kümmern, wie überhaupt für Instagram arbeiten“, zitierte der Spiegel den Instagram-Chef. spiegel.de und faz.net (paid) viafuturezone.at 

SpaceX plant erste Starship-Mission für 2021

Bereits 2021 will Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen seinen ersten kommerziellen Flug mit der Starship-Rakete absolvieren. Man sei bereits mit drei verschiedenen Kunden im Gespräch, alle drei Telekommunikationsunternehmen, die ihre Satelliten ins All schicken wollen, erklärte ein Vertreter des Unternehmens bei einer Veranstaltung in Indonesien. Bis es soweit sein wird, muss das Raketensystem allerdings noch durch weitere Tests. engadget.com

Teslas Ex-Produktionschef jetzt bei Lucid Motors

Vor etwa einer Woche wurde bekannt, dass Peter Hochholdinger seinen Posten als Produktionsleiter bei Tesla verlassen hat. Jetzt ist klar, wer sein neuer Arbeitgeber ist: Lucid Motors. Das Startup wurde vor zehn Jahren unter anderem Namen und mit Fokus auf die Entwicklung von Batterien für E-Fahrzeuge gegründet, entwickelt aber mittlerweile selbst E-Autos. Hochholdinger soll die globale Produktion leiten, angefangen mit dem Bau der ersten Fabrik in Casa Grande, Arizona. Vor seiner Zeit bei Tesla war Hochholdinger bei Audi beschäftigt. techcrunch.com

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