Der Mitgründer von Farmako arbeitet jetzt mit Finn Hänsel zusammen, Monzo konnte seine Unternehmensbewertung mit einer Series F verdoppeln und Alphabet-Tochterunternehmen Sidewalk Labs gibt Pläne für Toronto bekannt – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Mitgründer von Farmako arbeiten jetzt mit Finn Hänsel zusammen

Marcus Ewald und Torsten Rössing waren mit ihrem Beratungsunternehmen Ewald & Rössing am Aufbau von Sebastian Diemers neuem Startup Farmako beteiligt. Ende März gaben sie ihre Unternehmensanteile zurück und verließen das Startup, das zuletzt Negativschlagzeilen machte. Wie jetzt bekannt wurde, arbeiten die beiden jetzt mit einem anderen Startup der boomenden Cannabis-Branche zusammen: der Sanity Group, gegründet von Ex-Movinga-CEO Finn Hänsel. Ewald und Rössing sollen den Aufbau des Beirats und die strategische Entwicklung vorantreiben. „Unter vielen deutschen Startups, die mit uns zusammenarbeiten wollten, haben wir uns bewusst für die Sanity Group um Finn Hänsel und Fabian Friede entschieden. Wir glauben, dass sie das beste Team und die beste langfristige Strategie haben“, erklärt Ewald die Entscheidung. Pressemitteilung per Mail

50 Millionen Euro: 42Cap schließt zweiten Fonds

Die Wagniskapital-Boutique 42Cap aus München gibt das Closing ihres zweiten Fonds bekannt: Zusammengekommen sind 50 Millionen Euro, die in B2B-Software-Startups aus Europa fließen sollen. Zu den Geldgebern zählen der European Investment Fund (EIF), die KfW Capital, der Londoner VC Isomer Capital sowie eng verbundene Privatinvestoren und Business Angels. Das Gründerteam von 42Cap besteht selbst aus erfolgreichen Gründern, darunter die General Partner Alex Meyer und Thomas Wilke (eCircle), Joseph Brunner (Relayr) und Moritz Zimmermann (Hybris/SAP). Von den geplanten 20 Investments des zweiten Fonds sind acht bereits getätigt. Pressemitteilung

Neuer Konkurrent für Flixbus: Blablacar fährt jetzt auch Bus

Blablacar bringt ein neues Angebot auf die Straßen: Ab sofort können Kunden mit dem Blablabus zwischen 20 Zielpunkten auf zunächst fünf Strecken in Deutschland unterwegs sein. Noch im Juli sollen zehn weitere Ziele hinzukommen. Bis Ende 2019 plant das 2006 in Paris gegründete Unternehmen den Betrieb von bis zu 70 Fernbuslinien in ganz Europa. Der Mobilitätsanbieter tritt damit in direkte Konkurrenz zum Marktführer Flixbus. Pressemitteilung per Mail und rbb24.de

Decimo wird mit Elbe Finanzgruppe zusammengeführt

Wie Finanz-Szene und Gründerszene berichten, setzt sich die Konsolidierung am Fintech-Markt fort. Das 2014 gegründete Factoring-Startup Decimo soll mit der Dresdner Elbe Finanzgruppe AG – 2012 gegründet und mit „Rechnung48” am MArkt – zusammengeführt werden. Geld soll nicht fließen, anstattdessen sollen die bisherigen Gesellschafter von Decimo ein Viertel der Elbe-Anteile erhalten. finanz-szene.de

Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken bald mit Apple Pay

Sowohl die Sparkassen als auch die Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland stehen in den Startlöchern für die Einführung von Apple Pay. Der mobile Bezahldienst war im vergangenen Dezember mit vier Jahren Verspätung offiziell in Deutschland eingeführt worden. Während American Express, Boon, comdirect, fidor, N26, die Deutsche Bank sowie weitere Banken Apple Pay unterstützten, zeigten sich andere Kreditinstitute eher abweisend und lehnten die Einführung ab. Die Sparkassen zum Beispiel hatten stattdessen eine iPhone-NFC-Schnittstelle für Banking-Apps gefordert. Doch jetzt scheint eine Einigung erzielt worden zu sein. Eine Sprecherin der Sparkasse bestätigte “sehr positive Gespräche mit Apple”. Via Social Media kündigten nun sowohl die Sparkasse auch die Volksbanken Raiffeisenbanken die Einführung von Apple Pay noch in diesem Jahr an. Auch in Griechenland, Rumänien, Portugal und der Slowakei geht der mobile Bezahldienst jetzt an den Start. heise.de, t3n.de und maclife.de

Investments & Exits

300 Millionen Dollar für Investments in europäische Startups

Der in Stockholm gegründete VC Creandum Ventures – mit Büros in Berlin und San Francisco – hat seinen fünften Fonds in Höhe von 300 Millionen Dollar geschlossen. Das Geld soll wie bisher in europäische Startups und solche mit Gründern aus Europa fließen. Der Fokus liegt auf Investments der Seed-Phase und Series A. In der Seed-Phase beteiligt sich Creandum mit bis zu drei Millionen Euro (hier sind 15 Beteiligungen geplant), für die Series A sind zwischen fünf und 15 Millionen Euro pro Investment vorgesehen (voraussichtlich 20 Investments). Mehr als die Hälfte des Fonds ist allerdings für Folgefinanzierungen der bereits im Portfolio befindlichen Startups vorgesehen. Creandum investiert bereits seit 15 Jahren und gehörte unter anderem zu den frühen Investoren von Spotify und iZettle. techcrunch.com und gruenderszene.de

Kapitalerhöhung für Plus-Size-Plattform

Die Leipziger Relax Commerce GmbH, Betreiber der E-Commerce-Plattform Wundercurves für Mode in großen Größen, vermeldet eine Kapitalerhöhung im sechsstelligen Bereich von vier seiner Bestandsinvestoren, darunter der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und  der Geschäftsführer der Cunnicola Business Angels Invest GmbH. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen eine Direkt-Kauf-Option auf der Plattform umsetzten. Bisher vermittelte Wundercurves lediglich an andere E-Commerce-Shops für große Größen. Partner für das Pilotprojekt ist die Modemarke Ulla Popken, europäischer Marktführer für Plus-Size-Größen. gruender.wiwo.de

DTCP schließt Fonds mit 350 Millionen Dollar

Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), der Venture-Capital-Arm der Deutschen Telekom unter Beteiligung weiterer Investoren, schließt seinen zweiten Fonds mit Kapitalzusagen in Höhe von 350 Millionen Dollar. SK Telecom, der größte Mobilfunkbetreiber Südkoreas, und das deutsche Technologie-Unternehmen Zeiss kamen als neue Investoren hinzu. Die 30 Millionen Dollar, die SK Telecom beisteuert, sind Teil einer größeren Kooperation mit der Deutschen Telekom: Mit einem Joint Venture wollen die beiden Unternehmen Technologien und Services für die 5G-Netzwerke entwickeln. Der Fonds investiert in Enterprise-Software-as-a-Service-Unternehmen, die die digitale Transformation in den Bereichen Cloud- und Netzwerkinfrastruktur, 5G/IoT, Digital Enterprise, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Marketing-Technologie vorantreiben. Pressemitteilung per Mail und reuters.com

Monzo verdoppelt Unternehmensbewertung mit Series F

Die britische Challenger-Bank Monzo hat jüngst eine Series F in Höhe von 113 Pfund abgeschlossen. Damit verdoppelt das schnell wachsende Fintech seine Unternehmensbewertung vom vergangenen Herbst auf zwei Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Dollar. Als Lead-Investor trat der US-VC Y Combinator mit seinem Wachstums-Fonds „Continuity” auf, der zuvor nicht in Monzo investiert war. Darüber hinaus beteiligten sich eine Reihe alter und neuer Geldgeber, darunter Latitude, General Catalyst und Stripe. Monzo plant den Rollout seines Banking-Angebots in den USA. techcrunch.com

Acton steigt bei Expertlead ein

Das 2018 von Rocket Internet gegründete Startup Expertlead vermittelt über seine Plattform Entwickler aus der Tech-Branche projektbasiert an Unternehmen. In einer Finanzierungsrunde erhielt das HR-Startup sieben Millionen Euro. Neben Rocket Internet waren der Münchner VC Acton und die australische Unternehmensgruppe Seek, Betreiber von Jobportalen, an dem Investment beteiligt. Mit dem Geld will das Unternehmen in Europa expandieren. gruenderszene.de

International

Apple: Spotify argumentiert mit falschen Zahlen

Spotify-Gründer Daniel Ek hatte Mitte März bei der EU-Kommission ein Prüfverfahren gegen Apple eingeleitet. Der Grund: Apple erhebe von Anbietern 30 Prozent Gebühren für Käufe über den App Store, beispielsweise wenn ein Spotify-Kunde sein Gratisabo auf die Premium-Funktion upgrade. Apple wirft dem Streaming-Anbieter nun vor, wissentlich mit falschen Zahlen zu argumentieren. Von den 30 Prozent seien nicht etwa alle Nutzer betroffen, sondern nur jene, die ihr Abo zwischen 2014 und 2016 abgeschlossen haben – etwa 680.000 Kunden. Zudem habe deren Gebühr nur bei 15 Prozent gelegen. spiegel.de

Das sind die Pläne von Sidewalk Labs für Toronto

Vor eineinhalb Jahren wurde Sidewalk Labs, das vier Jahre alte Tochterunternehmen von Alphabet, als Entwickler für einen Küstenabschnitt in Toronto, Kanada ausgewählt. Nun hat das Unternehmen einen 1.500-seitigen Entwurf für das smarte Stadtquartier vorgelegt. Das High-Tech-Quartier soll unter anderem mit smarten Bordsteinen, intelligenten, sich an das Fußgängertempo anpassenden Ampeln und beweglichen Stadtmöbeln ausgestattet sein. CEO Dan Doctoroff erklärte, das Unternehmen wolle rund 3,9 Milliarden Dollar investieren, unter anderem in lokale Partner und den Aufbau eines lokalen Sägewerks (das Viertel soll komplett mit Konstruktionsholz errichtet werden). Nun beginnen die öffentlichen Beratungen für den Plan. Eine Entscheidung der Regierungen wird für Ende 2019/Anfang 2020 erwartet. cnbc.com

Amazon bekommt einen neuen Nachbarn: Apple

Apple stockt seine Pläne für Seattle auf: In der Stadt des Amazon-Hauptquartiers – und tatsächlich nur zwei Straßenblöcke entfernt von diesem – will der Tech-Konzern zwei zwölfstöckige Bürotürme errichten mit Kapazität für 2.000 Mitarbeiter in den kommenden fünf Jahren. Ursprünglich hatte Apple mit 1.000 neuen Mitarbeitern in den kommenden drei Jahren geplant. Seattle soll zu einem wichtigen Entwicklungszentrum für Apple werden, hier soll unter anderem an der Cloud gearbeitet werden. businessinsider.com

San Francisco verbietet Verkauf von E-Zigaretten

Als erste Großstadt in den USA wird San Francisco den Verkauf von E-Zigaretten verbieten. Die Bürgermeisterin muss nur noch den Erlass unterzeichnen. Das Verbot wird erst dann aufgehoben, wenn eine Genehmigung der Gesundheitsbehörden vorliegt – diese kann bisher keine einzige E-Zigarettenmarke vorweisen, die gesundheitlichen Folgen sind noch weitgehend unerforscht. Besonders hart dürfte der Erlass die in San Francisco ansässige Firma Juul treffen, die aufgrund ihrer Popularität bei Jugendlichen besonders in der Kritik steht: Das Unternehmen hat erst vor wenigen Tagen einen 28-stöckigen Bürokomplex in der Stadt erworben. faz.net und engadget.com

Jony Ive verlässt Apple

Nach knapp 30 Jahren verlässt der Chief Design Officer Jony Ive seinen Arbeitgeber Apple, um „eine eigenständige Design Firma mit Apple als Kunden“ zu gründen. Ive gilt als „der vielleicht berühmteste Designer in der Tech-Branche des 21. Jahrhunderts“. Welche Auswirkungen der Abgang Ives auf Apple haben wird, bleibt abzuwarten. theverge.com

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