Companisto wird zum Investorennetzwerk, Signavio gelingt eine große Finanzierungsrunde und IBM hat die Übernahme von Red Hat offiziell abgeschlossen – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Companisto wird zum Investorennetzwerk

Companisto, die bisherige Berliner Crowdinvestment-Plattform, positioniert sich neu. Künftig will sich das Unternehmen als renditeorientiertes Business-Angel- und Investoren-Netzwerk aufstellen. Mit der Neupositionierung wird Companisto eine viel aktivere Rolle im Prozess einnehmen – und auch das eigene Wachstum stärker vorantreiben. Bereits im vergangenen Jahr rief Companisto den Angel Club ins Leben, der im Rahmen des mittlerweile 100.000 Mitglieder starken Companisto Investoren-Netzwerks einen speziellen Bereich einnimmt. Im Rahmen des Clubs können die hier vor allem auf Einladung aktiven Unternehmer und leitenden Angestellten an geschlossenen Eigenkapital-Finanzierungsrunden teilnehmen. Individuelle Investitionen sollen sich hier auf 25.000 bis 300.000 Euro belaufen. Der größte Vorteil einer Eigenkapital-Beteiligung ist, dass Investoren damit zu vollwertigen Gesellschaftern werden und so neben der Gewinn- und Exit-Beteiligung auch über Mitsprache- und Kontrollrechte verfügen. Pressemitteilung via mynewsdesk.com

N26 startet in den Staaten

Vor gut zwei Jahren gab das Berliner Fintech seine Expansionspläne in die USA bekannt, seit Donnerstag nun können rund 100.000 vorregistrierte Kunden die Beta-Version der Mobile-Banking-App nutzen. Ursprünglich war der Launch bereits für 2018 vorgesehen. “Wir haben unterschätzt, wie schwierig es ist, Leute zu finden, ohne ein Produkt am Markt zu haben. Das hat viel länger gedauert als geplant”, erklärt Mitgründer Valentin Stalf gegenüber Der Brutkasten. Der Roll-out soll Schritt für Schritt erfolgen, um Optimierungen bereits während des Prozesses durchführen zu können. Der vollständige Release ist noch für den Spätsommer geplant. Derbrutkasten.at und venturebeat.com

Smart Infrastructure Ventures: Erster privater VC in den neuen Bundesländern 

Mit „Smart Infrastructure Ventures” ist der erste private Wagniskapital-Fonds in den neuen Bundesländern gestartet. Hinter dem Fonds steht ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Energie- und Immobilienunternehmen, Banken, Unternehmern und Business Angels. Stärkste Investoren sind der Leipziger Energiekonzern VNG AG (VNG) und die Sächsische Aufbaubank (SAB). Zu den Unterstützern zählen zudem SpinLab – The HHL Accelerator aus Leipzig und die Gründerhochschule HHL Leipzig Graduate School of Management. Deren Rektor Prof. Dr. Stephan Stubner wird einen Sitz im Beirat übernehmen. Der Fokus soll auf Investments in den Bereichen Smart City, Energie und E-Health liegen. Pressemitteilung

Alles neu bei Codesign Factory

Vor einem Jahr war die Codesign Factory als Agentur gestartet, die Unternehmen dabei helfen wollte, eine neue Zielgruppe zu erreichen. Zum Gründerteam zählten die Influencerin Diana zur Löwen, die Programmiererin Aya Jaff, die es kürzlich auf die “Forbes 30 under 30”-Liste geschafft hat sowie Startup-Teens-Gründer Hauke Schwiezer und Victoria Delius-Trillsch. Wie Gründerszene berichtet, haben die beiden prominenten Gesichter Jaff und zur Löwen den Gesellschafterkreis mittlerweile verlassen, auch Schwiezer ist nicht mehr in der Geschäftsführung. Neben Delius-Trillsch führt jetzt Sandra von Au, ehemals bei der Finanzberatung Parkland Capital tätig, das Unternehmen, und auch Name und Fokus haben sich geändert: „Disruptive Minds”, wie die Agentur sich jetzt nennt, vermittelt nun Sprecher für Wirtschafts- und Tech-Veranstaltungen. gruenderszene.de

SumUp ist doch nicht profitabel

Die Finanzexperten von Finanz-Szene haben sich durch die Geschäftsabschlüsse des deutsch-britischen Fintechs SumUp und dessen Tochter- und Muttergesellschaften gearbeitet und herausgefunden: Das als profitabel geltende Startup steckte 2018 in den roten Zahlen. Gründer Marc-Alexander Christ sagt nichts zur Höhe der Verluste, erklärt die roten Zahlen aber durch starke Investitionen ins Wachstum in den 31 Core-Märkten des 2011 gegründeten Fintechs. Die ganzen Details gibt es bei Finanz-Szene.de.

Investments & Exits

Signavio gelingt große Finanzierungsrunde

Die nächste große Finanzierungsrunde: Der Software-Anbieter Signavio verkündet ein Investment in Höhe von 157 Millionen Euro. Der Londoner Investor Apax Digital bewertet das Berliner Startup mit 350 Millionen Euro. „Wir wollen mit dem Geld unser internationales Geschäft mit neuen Vertriebsbüros vor allem in Amerika und Asien ausbauen. Zudem stärken wir die Produktentwicklung in Berlin“, so Gründer Gero Decker, der SAP als sein Vorbild nennt und weiterhin großes plant. Mit Hilfe von Signavio können Unternehmen ihre internen Abläufe besser verstehen und optimieren. Zu den Kunden gehören bekannte Namen wie 1&1, Zalando und die Sparda-Bank. Im Zuge des Investments ist der bisherige Investor Summit Partners ausgestiegen. handelsblatt.de

50 Millionen Dollar für Wind Mobility

Wind Mobility, ein E-Scooter-Anbieter mit Sitz in Barcelona und Berlin, hat eine Series A in Höhe von 50 Millionen Dollar von seinen Bestandsinvestoren abgeschlossen. Zugleich stellte das Startup, das erst vor weniger als einem Jahr einen Pivot vom Bike-Sharing hin zu E-Scootern vollzogen hat, sein neues Hardware-Modell vor. Dieses soll deutlich haltbarer sein (mindestens 12 Monate im Sharing-Betrieb) und eine längere Batterielaufzeit aufweisen. Zudem ist die Batterie im laufenden Betrieb austauschbar, wodurch ein höherer Umsatz generiert werden kann. techcrunch.com

11,5 Millionen Euro Startkapital für Quantencomputer-Startup

Das Startup IQM aus Finnland will einen Quantencomputer zur praktischen Anwendung entwickeln, der erste Prototyp soll in zwei Jahren am Laufen sein. Für das ambitionierte Vorhaben erhielt das Team rund um den Gründer und Geschäftsführer Jan Goetz knapp 11,5 Millionen Euro Startkapital von internationalen Investoren, darunter der VC Vito Ventures und die MIG Fonds aus München sowie die finnischen Wagniskapitalgeber Maki.vc und Open Ocean. Die Investoren rechnen dem Startup gute Chancen aus, da es über sehr seltenes Expertenwissen verfüge und auf ein gutes Ökosystem zurückgreifen könne. gruender.wiwo.de

International

Apple muss Samsung 600 Millionen Euro zahlen

Weil Apple weniger iPhones verkauft als geplant, muss der Tech-Konzern seinem Lieferanten Samsung 800 Millionen Won (umgerechnet rund 600 Millionen Euro) an Ersatzleistungen zahlen. Die Smartphones des neuesten Generation sind allesamt mit den OLED-Bildschirmen von Samsung ausgestattet. Die beiden Konzerne hatten eine Ausgleichssumme für den Fall vereinbart, dass Apple bestimmte Verkaufsziele nicht erreicht. heise.de

Facebooks Europachef wechselt zur WeCompany

Martin Ott wird erster Managing Director EMEA der WeCompany (Muttergesellschaft von WeWork). Ab September soll er sein Team von Berlin und London aus leiten. Ott kommt von Facebook, wo er Vice President und Managing Director für Zentraleuropa war. Pressemitteilung per Mail und horizont.net

Vittorio Colao wird Berater bei General Atlantic

Der ehemalige Vodafone-Chef Vittorio Colao wird Berater beim US-Wagniskapitalgeber General Atlantic, einem der führenden Investoren weltweit (unter anderem Airbnb und Uber). Colao war mehr als 20 Jahre bei der Vodafone Group tätig, davon zehn als Group Chief Executive. „Die Erfolgsbilanz von Colao bei Vodafone zeugt von seiner Fähigkeit, große Veränderungen voranzubringen. Seine Erfahrungen und sein Know-how werden für unser Portfolio weltweit von unschätzbarem Wert sein und uns dabei unterstützen, neue Chancen für Investitionen in innovative Unternehmen zu erschließen“, kommentiert Bill Ford, CEO von General Atlantic, die Personalie. Pressemitteilung via turi2.de

IBM: Übernahme von Red Hat ist offiziell abgeschlossen

Die mit 34 Milliarden Dollar größte Übernahme in der Geschichte des US-amerikanischen IT-Unternehmens – und eine der größten Tech-Übernahmen in den USA überhaupt – ist abgeschlossen. Red Hats CEO Jim Whitehurst wird Teil von IBMs Senior Management Team und künftig direkt an CEO Ginni Rometty berichten. IBM hatte die geplante Akquisition des Open-Source-Software-Herstellers im Oktober 2018 bekannt gegeben.cnbc.com

Mark Zuckerbergs Sicherheitschef geht

Liam Booth, Sicherheitschef von Mark Zuckerberg, seiner Familie und der Chan Zuckerberg Initiative, räumt seinen Posten. Vorausgegangen waren Vorwürfe gravierenden Fehlverhaltens – darunter sexuelle Belästigung und Rassismus – von zwei ehemaligen Angestellten. Beide waren ehemalige Mitarbeiter des Secret Service. Sie fordern Entschädigungen für entgangene Löhne und den erlittenen seelischen Stress. Laut Ben LaBolt, Sprecher von Zuckerbergs Family Office, konnten die Vorwürfe durch interne Untersuchungen der HR-Abteilung und einer Anwaltskanzlei nicht untermauert werden, Liam Booth habe sich dennoch entschlossen zu gehen. Die Anwälte der Ankläger hatten kritisiert, dass das Family Office keine unabhängige Untersuchung zugelassen habe. businessinsider.com

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