Wohnungsvermittler Airbnb veröffentlich erstmals Zahlen für deutsche Städte, Klarna schließt eine weitere Riesenfinanzierung ab und bei Twitter gab es eine neue Datenpanne – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Airbnb veröffentlicht erstmals Zahlen für deutsche Städte

Bisher hat sich der Unterkunftsvermittler bedeckt gehalten, was die Anzahl seiner Angebote in deutschen Städten angeht. Nun gibt es Zahlen: In Berlin wurden demnach 2018 rund 26.500 Unterkünfte über Airbnb angeboten, davon 2.600 komplette Wohnungen, die mindestens 138 Tage vermietet wurden und damit dem üblichen Mietmarkt entzogen sind. In München wurden rund 11.000 Unterkünfte angeboten in Hamburg, 9.400, in Dortmund 550. Airbnb will mit diesen Zahlen belegen, dass „das gelegentliche Vermieten des Zuhauses keine belastende Wirkung auf den Wohnungsmarkt” habe. Der Deutsche Städtetag kontert, die Auswirkungen von Home-Sharing-Angeboten müssten kleinräumig je Wohnquartier analysiert werden. zeit.de, gruenderszene.de und spiegel.de

Neues Projekt der Sparda-Banken

Am Dienstag ist das Stuttgarter Fintech Comeco gestartet. Der Ansatz: Online-Banking und E-Commerce verbinden. Das Unternehmen, das aus einem Projekt zur Neukonzeption des Online-Bankings der Sparda-Bank entstanden ist, will bis 2025 ein führendes europäisches Ökosystem aufbauen. Kunden sollen über Comeco nicht nur ihr Online-Banking tätigen, sondern auch im Netz einkaufen, Reisen buchen oder Shared-Mobility-Angebote nutzen können. Das Startkapital kommt von mehreren Sparda-Banken. gruender.wiwo.de

Neue Regeln für E-Scooter sollen kommen

Am Mittwoch haben sich in Berlin die Verkehrssenatorin Regine Günther, Vertreter der Polizei und die Bezirksbürgermeister von Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln mit Verleihern von E-Scootern auf Maßnahmen verständigt, um die bisher aufgetretenen Probleme zu entschärfen. Künftig sollen die Fahrgeräte nicht mehr auf Gehwegen abgestellt werden dürfen (das wohl größte Problem bisher). Stattdessen sollen zum Start der Saison 2020 in den drei Bezirken ausgewiesene Abstellflächen am Straßenrand – beispielsweise umgewidmete Autoparkplätze – als Abstellzonen für E-Roller, Leihräder und private Fahrräder eingerichtet sein. Auch eine Begrenzung der Roller-Anzahl ist möglich. t3n.de

Elliott fordert Verkauf von AutoScout24

Dem US-Hedgefonds Elliott Advisors gehören 7,5 Prozent von Scout24. Als einer der größten Anteilseigner fordert Elliott die Aufspaltung des Kleinanzeigen-Portals und den Verkauf von AutoScout24. Neben Investoren sollen bereits Axel Springer und Auto1 Interesse gezeigt haben. Mit einem neuen Eigentümer könne AutoScout24 sein volles Potenzial ausschöpfen, ist sich der Investor sicher. Er soll einen Verkaufspreis von bis zu 2,5 Milliarden Euro für realistisch halten. faz.net

Fintechs kaufen Fintechs

Wie die Beratungsgesellschaft PwC analysiert hat, gab es seit 2013 92 Übernahmen von Fintechs. Auffällig: Vor allem Fintechs selbst haben andere junge Tech-Unternehmen aus der Finanzbranche übernommen (41 der 92 Übernahmen). Die Banken hingegen halten sich mit Zukäufen zurück. Dies liegt laut Sascha Demgensky von PwC auch an der unterschiedlichen Firmenkultur von Startups und Banken. Die traditionellen Finanzinstitute würden daher „noch sehr vorsichtig agieren.” heise.de und faz.net

Investments & Exits

Riesenfinanzierung für Klarna

Im April hat der schwedische Payment-Anbieter Klarna bereits 100 Millionen Dollar von Investoren erhalten. In einer Erweiterung dieser Finanzierungsrunde fließen nun weitere 410 Millionen Dollar in das Fintech-Unternehmen. Den größten Teil steuerte Dragoneer Investment aus San Francisco bei, der unter anderem in Airbnb und den Marktplatz Etsy investiert ist. Mit der neuen Finanzierung steigt Klarna zum wertvollsten nicht börsennotierten Fintech Europas auf. Das Geld soll das Wachstum in den USA anheizen: Das Grownup verzeichnet dort laut eigener Auskunft einen jährlichen Zuwachs von sechs Millionen Nutzern. gruenderszene.de und t3n.de

Seven Ventures steigt bei Movinga ein

Deutsche Startups berichtet, dass das Umzugsstartup Movinga frisches Kapital erhalten hat. Zu den Investoren der noch nicht verkündeten Runde gehörten demnach unter anderem Seven Ventures (der  Investment-Arm von ProSiebenSat.1) Santo Venture Capital, Earlybird und Global Founders Capital. Das Volumen könnte laut Deutsche-Startups im zweistelligen Millionenbereich liegen, da bereits das Mediainvestment mehrere Millionen Euro betragen haben soll. deutsche-startups.de

Flixmobility erweitert Riesenfinanzierung

Vor zwei Wochen vermeldete die Flixbus-Mutter die größte Finanzierungsrunde eines deutschen Startups bisher: 500 Millionen Euro. Am Donnerstag gab das Startup eine „substanzielle Erweiterung” dieser Series-F-Runde mit neuen Investoren bekannt. Baillie Gifford, die Luxor Capital Group, Odyssey 44 und der Investmentmanager Blackrock sind demnach eingestiegen. Die genaue Summe ist noch nicht bekannt, die Unternehmensbewertung soll weiterhin bei etwas über zwei Milliarden Dollar liegen. Flixmobility plant die Expansion in weitere Märkte in den USA, Südamerika und Asien, die Einführung von Flixbus Charter sowie die Gründung einer neuen Marke „Flixcar”. techcrunch.com

KKR übernimmt Mehrheit an Heidelpay

Der US-Finanzinvestor KKR kauft nach Informationen der Financial Times die Mehrheit am Heidelberger Zahlungsanbieter Heidelpay. Mehr als 600 Millionen Dollar soll der New Yorker Investor zahlen, wobei ein bedeutender Unternehmensanteil beim Gründer Mirko Hüllemann verbleiben soll. Das Heidelberger Fintech gehört seit 2017 zu 60 Prozent dem britischen Investor Anacap und wickelt Zahlungen für mehr als 30.000 Händler ab. Pressemitteilung per Mail und handelsblatt.com (paid)

Investoren legen bei Scalable Capital nach

Die Bestandsinvestoren Blackrock, HV Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures stecken in einer Series-C-Finanzierung weitere 25 Millionen Euro in das Fintech Scalable Capital. Das Geld soll schnelleres Wachstum und eine Festigung der Marktposition ermöglichen. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1,5 Milliarden Euro gilt das Münchner Startup als größter Robo-Advisor bundesweit. gruenderszene.de

Holtzbrinck verkauft Netdoktor.de an Burda

Zum 1. August hat Hubert Burda Media das laut Unternehmensangaben reichweitenstärkste Onlinegesundheitsportal im DACH-Raum Netdoktor.de von der Holtzbrinck-Gruppe übernommen. Das Onlineportal soll als 100-prozentiges Tochterunternehmen Teil des Geschäftsbereichs BurdaLife werden. Das Medienunternehmen dringt damit weiter in den Gesundheitsmarkt vor. Erst im Juli hat Burda 20 Millionen Euro in sein Tochterunternehmen Jameda investiert. Pressemitteilung via turi2.de

International

Instagram und WhatsApp bald mit Facebook-Zusatz

Wie das US-Magazin The Information zuerst berichtete, werden WhatsApp und Instagram bald den Zusatz “from Facebook” im Namen tragen. “We want to be clearer about the products and services that are part of Facebook”, erklärte ein Facebook-Sprecher. Die Wendung kommt überraschend, zumal dem Sozialen Netzwerk aktuell neue kartellrechtliche Untersuchungen ins Haus stehen: Die Federal Trade Commission will prüfen, ob die vielen Übernahmen von Facebook mit dem Ziel getätigt wurden, den Wettbewerb zu zerschlagen. theinformation.com (paid) via theverge.com und techcrunch.com

Datenpanne bei Twitter

Twitter entschuldigte sich am Dienstag für eine Datenpanne, durch die mehr als ein Jahr lang Nutzerdaten mit Werbetreibenden geteilt werden konnten , die dafür nicht vorgesehen waren. Dazu zählen der Ländercode und die Information, ob und wie lange eine Anzeige angesehen wurde. Den Kunden wurden möglicherweise personalisierte Anzeigen angezeigt. Sensible Informationen wie Passwörter oder Email-Adressen seien nicht betroffen. heise.de und tagesschau.de

Amazon gibt Kosten der Digitalsteuer in Frankreich an Kunden weiter

Frankreich hat vor wenigen Wochen die Einführung einer Digitalsteuer für große Online-Unternehmen beschlossen. Amazon kündigte nun an, durch Preiserhöhungen in Frankreich gegenzusteuern. Man habe aufgrund der geringen Margen und der hohen Investitionen keine andere Möglichkeit, als die Steuer an die Kunden weiterzugeben, gab der E-Commerce-Riese bekannt. welt.de

 

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