N26 ist nach einer 470 Millionen Dollar Series-D wertvollstes Startup Deutschlands, Berliner Fintech Billie schließt ebenfalls eine Series B ab und Netflix verfehlt sein Ziel fürs Q2 – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Und kennst Du schon unsere fünf Spezialausgaben, die sich den Themen Digital Transformation, Blockchain, Mobility, New Work und Proptech widmen und jeweils im Wochentakt erscheinen? Abonniere sie hier!

Startup-Nachrichten

N26 wertvollstes deutsches Startup

Die deutsche Online-Bank N26 konnte seine Finanzierungsrunde der Series-D um 170 Millionen Dollar auf 470 Millionen Dollar erweitern, wodurch die Unternehmensbewertung auf 3,5 Milliarden Dollar ansteigt. Das macht N26 zum höchstbewerteten deutschen Startup. Laut Pressemitteilung zählt das Startup auch zu den wertvollsten europäischen Startups sowie zu den Top Ten der weltweiten FinTechs. Investiert haben alle Bestandsinvestoren aus der Series-D im Januar, darunter Insight Venture Partners, GIC (Singapurs Staatsfonds), Tencent, Allianz X, Peter Thiels Valar Ventures, Earlybird Venture Capital und Greyhound Capital. Insgesamt hat N26 bisher 670 Millionen Dollar erhalten. Das frische Kapital soll der weiteren Expansion sowie der Erweiterung des Teams und für Produktinnovationen dienen. Pressemitteilung per Mail, spiegel.de via turi2.de, techcrunch.com

Rekordhalbjahr für deutsche Startups

2,8 Milliarden Euro flossen laut EY Startup Barometer im ersten Halbjahr in deutsche Startups – ein neuer Höchstwert. Der Fokus hat sich dabei von E-Commerce zu Fintech und Mobility verschoben. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um 19 Prozent auf 332. Allerdings: Die Schere zwischen kleinen und großen Runden geht weiter auf. Während ausländische Investoren sich auf ausgereifte Geschäftsmodelle konzentrieren und dementsprechend größere Summen ausgeben, investieren deutsche Wagniskapitalgeber eher kleine Summen in Frühphasen-Startups. Die Zahl der mittelgroßen Finanzierungen (zehn bis 100 Millionen Euro) sinkt dadurch – kein gutes Zeichen hinsichtlich künftiger Mega-Deals. Pressemitteilung per Mail und manager-magazin.de

Heartbeat Labs gründet neues Unternehmen

Vor etwa 10 Tagen wurde der CEO vom Cannabis-Startup Farmako abberufen, nachdem es bereits einige personelle Abgänge gegeben hatte. Nun gibt der Company Builder und Hauptinvestor Heartbeat Labs eine Neugründung bekannt: Das Biosynthese-Unternehmen mit bisher noch unbekanntem Namen hat das Cannabinoid-Biosynthese-Patent und das gesamte Forschungs- und Entwicklungsteam von Farmako übernommen. Geführt wird das Startup vom Molekularbiologen Patrick Schmitt, bis dato Chief Scientific Officer bei Farmako, und Andreas Jägle. Der Betriebswirt und Heartbeat Labs Manager hatte Farmako interimsweise geleitet und wechselt nun dauerhaft ins neue Venture. Zum Gesellschafterkreis gehört auch Seriengründer Nikita Fahrenholz. Ob Farmako nach dem momentanen Abbau noch profitabel werden kann, ist abzuwarten. Pressemitteilung und gruenderszene.de

Amazon bessert nach, Bundeskartellamt stellt Verfahren ein

Anfang der Woche hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vesthager mit einem Kartellverfahren gegen Amazon gedroht. Ein ähnliches Verfahren in Deutschland, das seit November 2018 läuft, stellt das Bundeskartellamt nun ein. Amazon hat auf den Druck reagiert und ändert seine Bedingungen für Händler, die auf dem „Marketplace” ihre Waren verkaufen. Haftungsfragen, das Kündigungsrecht und die Frage nach dem Gerichtsstand werden zu Gunsten der Händler geändert. “Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt”, zeigte sich Kartellamtschef Andreas Mundt zufrieden. spiegel.de

Illegale Airbnb-Vermietungen in Berlin: 1,5 Millionen Euro Bußgeld

Seit einem knappen Jahr ist in Berlin die Genehmigung für bzw. Registrierung von Wohnungen, die über Portale wie Airbnb vermietet werden, Pflicht. Gegen mehr als 250 Gastgeber wurden seitdem Bußgelder verhängt, insgesamt 1,5 Millionen Euro kamen so zusammen. Der Großteil (950.000 Euro) fällt auf den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, das höchste Einzelbußgeld (37.500 Euro) fiel in Lichtenberg und in Steglitz-Zehlendorf an. Durchschnittlich mussten 6.000 Euro bezahlt werden. spiegel.de

Investments & Exits

Mega-Investment für SumUp

Erst vergangene Woche stand der Kreditkarten-Spezialist SumUp in den Schlagzeilen, weil das profitabel geglaubte Startup im vergangenen Jahr keineswegs schwarze Zahlen schrieb. Am Dienstag nun gab es sehr positive Nachrichten: Bain Capital Credit, Goldman Sachs Private Capital, HPS Investment Partners und TPG Sixth Street Partners investieren 330 Millionen Euro in das 2011 gegründete Fintech. Mit dem Geld will das deutsch-britische Unternehmen die Kundenbasis erweitern, neue Produkte entwickeln und die Marktführerschaft stärken. Für das laufende Jahr peilt SumUp einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro an. deutsche-startups.de

Goldman Sachs steigt bei Raisin ein

Für das Berliner Fintech Raisin geht das Jahr, das mit einer Series-D-Finanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro und der Übernahme der Frankfurter MHB-Bank gestartet war, erfolgreich weiter: Die US-Investmentbank Goldman Sachs investiert 25 Millionen Euro und erwirbt einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich an dem Zinsportal. Laut Mitgründer Tamaz Georgadze „eine enorme Bestätigung” für das Geschäftsmodell und das Team. Das frische Kapital soll in die internationale Expansion fließen. Raisin baut aktuell eine Dependance in den USA auf, im kommenden Jahr sollen die erste Produkte gelauncht werden. Die Unterstützung von Goldman Sachs sei aber rein finanzieller Natur betonte das Startup gegenüber Wirtschaftswoche Gründer. Die US-Bank war hatte sich im Mai bereits an einem anderen deutschen Fintech beteiligt: dem Finleap-Venture Elinvar. gruender.wiwo.de und finanz-szene.de

Millionenfinanzierung für Optiopay

Der Tag der Fintech-Finanzierungen: Auch der Berliner Finanztechnologiedienstleister hat Grund zum Jubeln. Die NN Group, eine der größten europäischen Versicherungsgesellschaften und Vemögensverwaltungen, steckt gemeinsam mit den Bestandsinvestoren eine zweistellige Millionensumme in das Startup. Das Geld soll vor allem für Marketing und Vertrieb des neuen Open-Banking-Produkts Optiopay verwendet werden. Pressemitteilung per Mail und deutsche-startups.de

Fintech Billie schließt Series B ab

Das Berliner Fintech Billie bietet eine B2B-Rechnungs- und Zahlungsplattform an und hat am Dienstag den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde bekanntgeben. Insgesamt 30 Millionen Euro gab es von Creandum, SpeedInvest, Gobal Founders Capital und Picus. Das Geld soll in die Entwicklung neuer Produkte fließen – und auch die europäische Expansion wird irgendwann ein Thema sein, sagte Mitgründer Matthias Knecht gegenüber Techcrunch. techcrunch.com

Flixbus mit 500 Millionen Euro Series-F-Runde

Die 2013 gegründete Transport-App FlixMobility hat in Deutschlands größter Technologie-Finanzierungsrunde rund 500 Millionen Euro (561 Millionen Dollar) eingeworben. Geplant sind u.a. die Expansion nach Südamerika und Asien, Eisenbahnen in Europa und eine neue Mitfahrerzentrale namens Flixcar. Laut Reuters wurde die Höhe des Investments seitens Flixbus-Gründer Jochen Engert jedoch nicht bestätigt. FlixMobility arbeitet mit lokalen Transportpartnern in 30 europäischen Ländern zusammen und hat im vergangenen Jahr den Fernverkehr mit Bussen in den USA aufgenommen. Die Finanzierungsrunde wird von den Private Equity Häusern TCV und Permira gemeinsam geleitet. Laut verschiedener Quellen wird Flixmobility mit mehr als 2 Milliarden Euro bewertet. handelsblatt.de und reuters.com

Holtzbrinck Ventures investiert in Gedankentanken

Holtzbrinck Ventures hält nun laut dem Handelsregister, für einen mittleren siebenstelligen Betrag, 16,5 Prozent an der Kölner Coaching-Plattform Gedankentanken. Der Fokus der Plattform liege momentan auf Wachstum und Internationalisierung und fährt deswegen die bekannten Rednernächte zurück. Laut eigenen Angaben ist das Startup seit letztem Jahr mit einem jährlichen Umsatz in Höhe von zehn Millionen Euro profitabel. gruenderszene.de

International

Neuralink: Auf dem Weg zur Symbiose mit KI

Elon Musk hat am Dienstagabend einen Einblick in den Fortschritt und seine weiteren Pläne für sein Startup Neuralink, das an einer Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeitet, gegeben. Langfristig sei es das Ziel, „eine Art Symbiose mit Künstlicher Intelligenz” zu erreichen. Zunächst gehe es aber um medizinische Zwecke: Motorisch eingeschränkte Personen sollen mit ihren Gedanken Geräte steuern. Hierzu entwickelt das Team einen Roboter, der spezielle, ultradünne flexible Fäden in das Gehirngewebe implantiert, die die Nervenaktivität aufzeichnen und simulieren. Sie leiten dann die Daten an einen Empfänger weiter, der hinter dem Ohr angebracht ist. Eine klinische Studie soll im nächsten Jahr starten, zudem rechnet Musk mit einer ersten Implantation des Systems bis Ende 2020. t3n.de, techcrunch.com und theverge.com

Fünf Milliarden Dollar Strafe: FTC einigt sich offenbar mit Facebook

Wie das Wall Street Journal zuerst berichtete, hat sich die US-Handelsbehörde (FTC) offenbar auf einen Vergleich mit Facebook geeinigt. Demnach soll das Soziale Netzwerk fünf Milliarden Dollar Bußgeld als Folge des Cambridge-Analytica-Datenskandals zahlen. Drei der fünf führenden FTC-Vertreter sollen für den Vergleich gestimmt haben. Die Behörde hatte seit über einem Jahr ermittelt. Die finale Entscheidung liegt jetzt beim Justizministerium. wsj.com (paid) via theverge.com und spiegel.de

Amazon bessert nach, Bundeskartellamt stellt Verfahren ein

Anfang der Woche hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vesthager mit einem Kartellverfahren gegen Amazon gedroht. Ein ähnliches Verfahren in Deutschland, das seit November 2018 läuft, stellt das Bundeskartellamt nun ein. Amazon hat auf den Druck reagiert und ändert seine Bedingungen für Händler, die auf dem „Marketplace” ihre Waren verkaufen. Haftungsfragen, das Kündigungsrecht und die Frage nach dem Gerichtsstand werden zu Gunsten der Händler geändert. “Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt”, zeigte sich Kartellamtschef Andreas Mundt zufrieden. spiegel.de

Medienbericht: Apple will eigene Podcasts produzieren

Wie Bloomberg erfahren hat, soll Apple in Gesprächen mit Medienunternehmen über die Produktion von exklusiven Podcasts sein. Damit würde der Tech-Konzern sich von der Plattform hin zum Produzenten entwickeln. Bisher zeigt Apple dort nur Inhalte von Dritten. Hauptkonkurrent Spotify hat in den vergangenen Monaten viel Geld in den Bereich Podcasts (inklusive Produktion) investiert. heise.de 

Netflix verfehlt Ziele für Q2

Fünf Millionen neue Abos hatte sich der Videostreaming-Anbieter Netflix für zweite Quartal dieses Jahres als Ziel gesetzt. Es haben sich jedoch nur 2,7 Millionen neue Nutzer registriert, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Daraufhin brach die Aktie um mehr als zwölf Prozent ein. Grund könnte einerseits die erhöhten Preise und andererseits die wachsende Konkurrenz sein. Der Umsatz stieg aber im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. zeit.de, theverge.com, techcrunch.com

Jeden Morgen um 8 Uhr die wichtigsten Startup Nachrichten vom Vortag in deinem E-Mail-Postfach?

Hier findest du unser Archiv zu den Startup News der Woche.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei