Finleap steht vor einem Radikalumbau, Caterwings übernimmt seinen Konkurrenten Lemoncat und WeWork reicht die Papiere für den Börsengang ein  – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Finleap vor Komplettumbau

Wie Finleap-CEO Ramin Niroumand im exklusiven Interview mit Finanz-Szene bekannt gab, steht beim Fintech Company Builder ein Radikalumbau an. Künftig soll das Unternehmen auf den drei Säulen Finleap Connect, Finleap Assets (Management der Beteiligungen) und Finleap Build (die Gründung neuer Fintechs) stehen. Das Herzstück wird die neu entstehende Einheit „Finleap Connect” sein, die die bisherigen Unternehmen Infinitec, Finreach und Figo umfassen soll und von Niroumand persönlich geführt wird. Die drei genannten Marken werden verschwinden. Ziel sei es, vollumfängliche Produkte anzubieten und zum SaaS-Anbieter für Finanzdienstleister aus ganz Europa zu werden. finanz-szene.de

Deliveroo kehrt deutschem Markt den Rücken

Zum 16. August wird der britische Lieferdienst Deliveroo sein Deutschland-Geschäft einstellen. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Man wolle sich auf andere Märkte konzentrieren, in denen sich das Wachstum verdoppelt habe. Demnach will sich der Lieferdienst beispielsweise in Großbritannien in diesem Jahr noch 50 Städte erschließen, in Spanien soll sich die Zahl auf 60 verdoppeln. Deliveroo hat nach eigenen Angaben dafür Sorge getragen, dass Fahrer, Mitarbeiter und kooperierende Restaurants in der Bundesrepublik „angemessene Vergütungs- und Kulanzpakete” bekommen. Das Deutschland-Aus betrifft mehr als 1.000 selbständige Fahrer. Pressemitteilung per Mail, gruenderszene.de und techcrunch.com

Hellofresh: Erstmals mit schwarzen Zahlen

Der Kochboxenversender Hellofresh schreibt mit einem Ebitda von 18,3 Millionen Euro im zweiten Quartal 2019 erstmals seit seiner Gründung operativ schwarze Zahlen. Die Zahl der versandten Boxen lag mit 8,9 Millionen rund ein Drittel über dem Vorjahreswert. Auch die Zahl der aktiven Kunden konnte Hellofresh um ein Drittel auf 2,4 Millionen steigern. boerse.ard.de

Schlechte Zahlen bei Westwing

Im zweiten Quartal setzte der Online-Shop für Möbel und Wohnaccesoires 58 Millionen Euro und damit ein Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Zudem verschlechterte sich das Ebitda auf minus fünf Millionen Euro, wo im Vorjahr noch schwarze Zahlen standen. Grund ist laut Westwing der verzögerte Umzug eines Lagerstandortes. Mit Investitionen ins Marketing will das im vergangenen Jahr an der Börse gestartete Unternehmen bis Ende des Jahres wieder ein profitables Wachstum erreichen.gruenderszene.de

Berlin bereitet Millionenbußgeld gegen Unternehmen vor

Passend zur vorherigen Meldung: Das Land Berlin will offenbar bald ein Bußgeld in Millionenhöhe gegen ein Unternehmen wegen Verstößen gegen die DSGVO verhängen. Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte die Sprecherin der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit mit Blick auf das laufende Verfahren nicht preisgeben. Zudem gab es bereits zwei Bußgeldbescheide gegen ein Unternehmen in Höhe von insgesamt 200.000 Euro – die in der Bundesrepublik bislang höchste Strafe in diesem Bereich. rbb24.de und tagesspiegel.de

Investments & Exits

WordPress-Mutter übernimmt Tumblr

2013 übernahm Yahoo die Blogging-Plattform Tumblr für mehr als eine Milliarde Dollar – die bis dato größte Übernahme für Yahoo. Sechs Jahre später nun verkauft die Muttergesellschaft Verizon den Blogging-Dienst für offenbar weniger als 20 Millionen Dollar an Automattic, das Unternehmen hinter dem populären CMS-System WordPress. Alle 200 Mitarbeiter werden übernommen. Bereits im Mai wurde bekannt, dass sich Verizon nach einem Käufer für Tumblr umschaut, Pornhub hatte Interesse angemeldet. Automattic scheint nun der passendere Kandidat zu sein. Tumblr beheimatet mehr als 450 Millionen Blogs. techcrunch.com und axios.com

Caterwings übernimmt Lemoncat

Laut exklusiven Informationen von Deutsche-Startups übernimmt der Marktplatz für Online-Business-Catering Caterwings den Konkurrenten Lemoncat. Beide Startups gehören zum Portfolio von Rocket Internet. Die frühe Konsolidierung der beiden Unternehmen ist laut Sven Schmidt ein Zeichen dafür, dass der B2B-Markt beim Catering nicht ganz so attraktiv ist wie das B2C-Segment. deutsche-startups.de

Lendinvest sichert sich 216 Millionen Euro

Großbritanniens größter Marktplatz für Eigentumsfinanzierung erhält ein Investment in Höhe von 216 Millionen Euro von der National Australia Bank – eine der größten Banken des Kontinents. Mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von mehr als 1,94 Milliarden Euro ist Lendinvest einer der größten Hypothekenanbieter in Großbritannien. Das 2008 gegründete Fintech war zudem das erste Unternehmen in UK, das eine komplett digitale Buy-to-Let-Strategie (Kauf zur Vermietung) anbot. eu-startups.com

Redline Capital investiert in Joblift

Das Hamburger Startup Joblift erhält ein Investment in Höhe von 15 Millionen Dollar von Redline Capital und seinen Altinvestoren, berichtet Deutsche Startups. Bei fünf Millionen Dollar des neuen Kapitals handelt es sich um Wandeldarlehen. Das 2015 gegründete Startup, das zunächst Everyjob hieß, bietet eine Metasuchmaschine für Jobs. deutsche-startups.de

13 Millionen Euro für Vermietet.de

Das 2016 gegründete Proptech Zenhomes will mit seiner Plattform Vermietet.de für Privatvermieter sämtliche Prozesse rund um die Immobilienverwaltung bündeln. Für die Weiterentwicklung der Funktionen, die anstehende Internationalisierung und die Aufstockung des Teams gab es jetzt 13 Millionen Euro von Investoren. Neben den Bestandsinvestoren Axa, Swiss Life, Deutsche Bank und Commerzbank sind der Energieversorger EWE, die Immobiliengesellschaft Signa Real Estate und Momeni aus Hamburg als neue Gesellschafter mit an Bord. gruender.wiwo.de

International

Microsoft ist wertvollstes Unternehmen der Welt

US-Tech-Unternehmen sind die wertvollsten Unternehmen der Welt, wie eine aktuelle Analyse der Beratungsgesellschaft PwC zeigt. Microsoft, Apple, Amazon und Alphabet führen das Ranking nach Marktkapitalisierung an, wobei Microsoft Apple nach sieben Jahren an der Spitze auf Platz zwei verweist. Chinesische Firmen holen laut dem Report auf, Deutschland und Europa hingegen schwächeln. Mit dem Softwarehersteller SAP ist nur noch ein deutsches Unternehmen auf der Top-100-Liste zu finden. heise.de, zur Studie

WeWork reicht Dokumente für Börsengang ein

Der US-amerikanische Coworking-Anbieter WeWork hat den ersten wichtigen Schritt für seinen Börsengang getan: Die Einreichung des S1-Formulars bei der Börsenaufsicht SEC. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr 2019 einen Verlust von 690 Millionen Dollar eingefahren hat. Der Umsatz lag bei mehr als 1,5 Milliarden Dollar. WeWork plant den Gang aufs Börsenparkett im September. faz.net und techcrunch.com

Job-Such-Seiten fordern Kartelluntersuchung gegen Google

Auf Google könnte eine weitere kartellrechtliche Untersuchung zukommen, dieses Mal wegen der kürzlich auch in Deutschland gelaunchten Jobsuche-Funktion. 23 Job-Such-Webseiten aus Europa haben sich am Dienstag mit einem Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gewandt. Sie fordern eine Untersuchung und werfen dem Suchmaschinen-Riesen vor, seine marktbeherrschende Stellung zur Bewerbung der eigenen Jobsuche zu missbrauchen. Vestager verlässt ihr Amt zum 31. Oktober, will aber laut Reuters einen intensiven Übergabeprozess sicherstellen. Reuters.com via engadget.com

Auch bei Facebook haben Dritte Sprachaufnahmen abgetippt

Nach Apple, Amazon und Google steht jetzt auch Facebook im Fokus: Wie durch einen Bloomberg-Bericht bekannt wurde, hat auch das Soziale Netzwerk Sprachaufnahmen aus seinem Chat-Dienst Messenger durch Mitarbeiter transkribieren lassen. Es handelt sich hierbei um Drittfirmen, die über die Herkunft der Aufnahmen im Unklaren gelassen wurden. Sie sollten überprüfen, ob die Software das Gesprochene richtig verstanden hatte. Die Nachricht interessierte auch die Irish Data Protection Commission: Sie stellte sogleich eine Anfrage an Facebook, inwiefern das Vorgehen mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) übereinstimme. bloomberg.com, heise.de und techcrunch.com

 

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