Die Photography-On-Demand-Plattform Meero erhält 230 Millionen Dollar und wird zum Unicorn, Cherry Ventures eröffnet seinen dritten Fond und Slack gab sein Börsendebut – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Cherry Ventures: Neuer 175-Millionen-Euro-Fonds

Der in Berlin ansässige Wagniskapitalgeber Cherry Ventures hat einen neuen – seinen dritten – Fonds aufgelegt: 175 Millionen Euro stehen bereit für Investments in europäische Startups, die sich in der Seed-Phase befinden. Thematisch gibt es keine Begrenzung, sowohl B2C- als auch B2B-Geschäftsmodelle werden unterstützt. Das durchschnittliche Investment wird etwa zwischen 300.000 und fünf Millionen Euro liegen, wobei die Grenzen nicht in Stein gemeißelt sein sollen. Zu den bisherigen Investments von Cherry Ventures zählen unter anderem die Gebrauchtwagenplattform Auto1, das Vertical-Farming-Startup Infarm und die digitale Spedition Freighthub. techcrunch.com

Frank Thelen: Auf der Suche nach einem Hyperloop-Startup

Investor Frank Thelen schaut sich auf dem europäischen Markt nach Hyperloop-Startups um. Wie er gegenüber t3n bekannt gab, erwägt er mit seiner Investmentfirma Freigeist den Einstieg in das innovative Transportsystem, das ursprünglich von Tesla-Chef Elon Musk erdacht wurde. Mittlerweile gibt es bereits einige Anbieter, die sich an der herausfordernden und kapitalintensiven Technologie versuchen. In Europa gehören Hyperloop UPV aus Spanien, Hyperpodx aus Oldenburg, Hardt aus den Niederlanden und das studentische Hyperloop-Team Warr von der TU München dazu. t3n.de

Kochhaus hofft auf Sanierung

Ende März musste das Kochhaus Insolvenz anmelden, seit zwei Wochen läuft das Hauptverfahren. Laut Insolvenzverwalter steht das Unternehmen immer noch mit strategischen sowie Finanzinvestoren im Gespräch. Eine Sprecherin des Kochhauses zeigte sich zuversichtlich, dass es eine Fortführung des Geschäfts geben werde. Ursprünglich sollte bis Ende Mai ein Investor gefunden werden, nun wurde die Frist auf Ende Juni verschoben. gruenderszene.de

Plant Oliver Samwer den Börsenrückzug?

Rocket Internet sitzt durch den Verkauf einiger Beteiligungen auf liquiden Mitteln in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Möglicherweise hat Oliver Samwer nun eine Verwendung dafür gefunden. Wie das Manager-Magazin unter Berufung auf Insider berichtet, soll der Investor an einem Plan arbeiten, seine Holding von der Börse zu nehmen. Samwer hält aktuell 44 Prozent der Unternehmensanteile. manager-magazin.de

Delivery Hero korrigiert Umsatzprognose

Und zwar nach oben. Da die Bestellungen des Essenslieferdienstes im zweiten Quartal stärker als erwartet zugenommen haben, rechnet das Unternehmen mit 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro Umsatz für das laufende Geschäftsjahr (200 Millionen mehr als ursprünglich angenommen). Das wäre eine Verdopplung des Vorjahreswertes. Da in der zweiten Jahreshälfte 100 Millionen Euro zusätzlich investiert werden sollen, ändert sich allerdings nichts an der Ebitda-Prognose von bis zu Minus 320 Millionen Euro. gruenderszene.de

Investments & Exits

Payfit schließt Series C ab

Das französische Startup Payfit vertreibt ein Personalmanagement-Tool für kleine und mittelständische Unternehmen. Von den Bestandsinvestoren Accel, Frst und Xavier Niel sowie den beiden Neuinvestoren Erazeo und Bpifrance gab es in einer Series-C-Finanzierung 70 Millionen Euro für das weitere Wachstum in Europa. Das 2016 gegründete Startup will zur europäischen Nummer eins in der HR-Branche werden und die Mitarbeiterzahl bis Ende 2020 auf 600 verdoppeln. Aktuell hat Payfit eigenen Angaben zufolge mehr als 3.000 Unternehmenskunden in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien. Pressemitteilung per Mail und techcrunch.com

Neues Unicorn: Meero schließt 230-Millionen-Dollar-Runde ab

Das französische Startup Meero erhält in einer Series-C-Runde stolze 230 Millionen Dollar – die größte Finanzierungsrunde eines französischen Startups in diesem Jahr. Zu den Investoren zählen Global Founders Capital, Aglaé Ventures, Alven, White Star Capital und Idinvest. Durch die neue Finanzierung erreicht das dreijährige Tech-Unternehmen eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar. Die Photography-On-Demand-Plattform verbindet Fotografen weltweit mit Auftraggebern und ermöglicht Unternehmen, innerhalb von 24 Stunden Produktfotos und ähnliches zu bekommen. Meero arbeitet zudem an einem automatisierten Algorithmus zur Bildbearbeitung. Rund 58.000 Fotografen und 31.000 Kunden aus 100 Ländern sind bereits mit der Plattform verbunden. techcrunch.com und reuters.com

Jägermeister investiert in Festival-App aus den Niederlanden

Der Getränkekonzern Mast-Jägermeister beteiligt sich erneut an einem Startup: Über die App Woov können Nutzer sich über Festivals informieren und  während der Veranstaltung Freunde wiederfinden. Nach Gin Sul und Artnight ist es das dritte Startup-Investment, das die Beteiligungsgesellschaft M-Venture öffentlich macht. Wie viel Jungunternehmen bereits im Portfolio sind, ist nicht bekannt. Auch über die Höhe des Investments gab es keine Informationen.gruenderszene.de

Weddyplace übernimmt Foreverly

Die Hochzeitsplanungs-Plattform Weddyplace übernimmt ihren drei Jahre alten Wettbewerber Foreverly zu einem unbekannten Preis. Foreverly, bekannt geworden durch die TV-Show „Die Höhle der Löwen”, musste im Dezember Insolvenz anmelden. Weddyplace wurde 2018 gegründet, zu den Investoren zählen der Axel Springer Plug & Play Accelerator und die Unternehmerin Verena Pausder. gruenderszene.de

Melitta steigt bei Roastmarket ein

Das Familienunternehmen tut sich weiter auf dem Startup-Markt um. Im vergangenen Jahr hat Melitta den Inkubator 10x Innovation gegründet, der vor zwei Monaten des Startup Karl Karlo übernommen hat. Nun will die MWBS Beteiligungs GmbH – erst kürzlich im Handelsregister eingetragen – 25,5 Prozent von Roastmarket übernehmen. Das Kartellamt muss noch zustimmen. Das 2015 gegründete Startup aus Frankfurt betreibt einen Online-Shop für Kaffee, Kaffeemaschinen und weiteres Zubehör. gruenderszene.de

International

Facebook: Libra soll die Digitalwährung massentauglich machen

Am Dienstag hat Facebook wie erwartet weitere Details zu seinen Kryptowährungsplänen bekannt gegeben. Im kommenden Jahr soll die neue Digitalwährung namens Libra starten, basierend auf dem gleichnamigen Blockchain-Netzwerk. Anders als der Bitcoin soll die Libra kein Spekulationsobjekt sein, sondern auf den täglichen Gebrauch ausgerichtet. Sie soll keinen Kursschwankungen unterliegen, da ihr Wert an einen ganzen Korb anderer Währungen – darunter der US-Dollar, der Euro, das britische Pfund, der Schweizer Franken und der japanische Yen – gebunden sein wird.  Verwaltet wird die digitale Währung nicht von Facebook, sondern einer Assoziation von aktuell 29 Mitgliedern – das Ziel zur Gründung 2020 sind 100 Mitglieder – darunter Finanzschwergewichte wie Mastercard, Visa und Paypal, Wagniskapitalgeber wie Andreessen Horowitz und Union Square Ventures und Tech-Plattformen wie Ebay, Booking und Uber. Der Hauptsitz wird in Genf sein. Facebook bringt zum Launch auch ein eigenes Wallet namens Calibra heraus, das in den Facebook Messenger und WhatsApp integriert, aber auch als eigenständige iOS- und Android-App erhältlich sein wird. Auch nicht unerheblich: Facebook wird keinen Zugang zu den Transaktionsdaten haben. theverge.com, techcrunch.com, zum Whitepaper

Huawei-Prognose: Einbruch des internationalen Smartphone-Verkaufs um bis zu 60 Prozent

Angesichts des Handelsstreits mit den USA rechnet der chinesische Tech-Konzern Huawei damit, international rund 40 bis 60 Prozent weniger Smartphones zu verkaufen. Um den Ausfall aufzufangen, will der Smartphone-Hersteller die Hälfte des chinesischen Markts auf sich vereinen. Das Honor 20, Huaweis Hauptprodukt für den internationalen Markt, soll in Teilen Europas verkauft werden. Sollten die Zahlen schlecht ausfallen, will Huawei die Lieferungen stoppen. bloomberg.com via techcrunch.com

Google: Mit einer Milliarde Dollar gegen die Wohnungsnot

Der Suchmaschinen-Riese Google will eine Milliarde Dollar in die Hand nehmen, um eines der drängendsten sozialen Probleme in der Bay Area, insbesondere in San Francisco zu bekämpfen: die Wohnungsnot. Die Stadt ist im Zuge des Tech-Booms zu einem der teuersten Orte der Welt geworden, die Obdachlosigkeit ist stark angestiegen. 750 Millionen Dollar will Google in die Umnutzung seiner eigenen Gewerbeimmobilien stecken, um so in den kommenden zehn Jahren 15.000 Wohnungen für alle Einkommensklassen zu errichten. Weitere 250 Millionen Dollar sollen einen Fonds fließen, der Bauherren Anreize gibt, 5.000 erschwingliche Wohnungen zu bauen. Nicht zuletzt will Google auch seine Zuschüsse an Organisationen, die Obdachlosigkeit bekämpfen, erhöhen: Allein in diesem Jahr sollen 50 Millionen Dollar fließen (in den vergangenen drei Jahren waren es insgesamt 18 Millionen Dollar.). techcrunch.com

Österreich bringt erste Blockchain-Briefmarke der Welt heraus

Die Crypto Stamp hat eine Auflage von 150.000 Exemplaren und ist in den Verkaufsstellen sowie im Onchain-Shop der österreichischen Post erhältlich (im Online-Shop wird der Kauf direkt über einen Smart Contract auf der Ethereum-Blockchain getätigt). Die Marke besteht aus einem “normalen” Teil mit dem Nennwert 6,90 Euro und einem zweiten Papier mit verdeckten Feldern, die freigerubbelt werden können. Darunter verbergen sich die Zugangsdaten zu einem Ethereum Wallet, in dem ein Token als digitales Sammelgut sowie ein kleiner Betrag in Ether liegt, um die Transaktionsgebühren zu begleichen. t3n.de

Börsendebüt von Slack: Bewertung von 16 Milliarden Dollar

Slack hat am Donnerstag sein Debüt an der New York Stock Exchange gegeben – per Direktlistung wie 2018 der Musikstreaming-Dienst Spotify. Das Verfahren gilt als günstiger, weil auf Banken als Zwischenhändler verzichtet wird; dadurch fehlen sie aber auch als Kursstabilisator. Die Papiere werden unter dem sprechenden Ticker-Kürzel WORK gelistet sein. Am Mittwoch legte Slack den Referenzkurs auf 26 Dollar pro Aktie fest. Das entspricht einer Unternehmensbewertung von 26 Milliarden Dollar. Bei der letzten Finanzierungsrunde im August 2018 wurde das Kommunikationstool mit sieben Milliarden Dollar bewertet. Der erste Handelstag war für Slack gleich ein voller Erfolg. Der Eröffnungskurs lag bei 38,50 Dollar, ein Sprung von 48% gegenüber dem Ausgabekurs von 26 Dollar. techcrunch.com und t3n.de

Tim Cook: Tech-Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen

In einer Rede vor Studenten der Stanford University am Sonntag rief Apple-CEO Tim Cook Tech-Unternehmen des Silicon Valley dazu auf, Verantwortung für das Chaos zu übernehmen, das sie beizeiten anrichten: „Lately it seems this industry is becoming better known for a less noble innovation – the belief you can claim credit without accepting responsibility. We see it every day now with every data breach, every privacy violation, every blind eye turned to hate speech, fake news poisoning out national conversation, the false miracles in exchange for a single drop of your blood.” cnbc.com

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