Mehr als eine gute Idee

Mit dem „EY Public Value Award“ zeichnet die Beratungsgesellschaft EY junge Unternehmen aus, deren Produkte die Gesellschaft voranbringen

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Die Finalisten: Coldplasmatech, Kiron und Sonovum siegten beim EY Public Value Award. (Foto: EY)
Die Finalisten: Coldplasmatech, Kiron und Sonovum siegten beim EY Public Value Award. (Foto: EY)

Bei den meisten Wettbewerben geht es darum, das Startup mit dem größten Geschäftspotenzial auszuzeichnen. Doch immer mehr Organisationen prämieren auch Gründungen, denen es nicht nur um das große Geld geht. So zeichnet der „EY Public Value Award“ in diesem Jahr erstmals innovative junge Unternehmen aus, deren Geschäftsmodell, Produkt oder Dienstleistung besonders wertvoll für die Gesellschaft ist und diese voranbringt. „Es geht um den Beitrag zum Gemeinwohl“, beschreibt das Beratungsunternehmen EY den Zweck seiner Auszeichnung.

Erster Preisträger ist das Startup Coldplasmatech aus Greifswald, das sich vor knapp 200 Gästen beim Finale in Leipzig gegen fünf weitere Finalisten durchsetzen konnte. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Kiron Open Higher Education aus Berlin, das Flüchtlingen eine Hochschulausbildung ermöglicht, und Sonovum aus Leipzig, das eine Technologie zur Überwachung von Veränderungen im Gehirn entwickelt hat. Kiron konnte sich dabei den Publikumspreis sichern.

Das Medizintechnik-Startup Coldplasmatech hat eine Applikation entwickelt, mit der sich chronische Wunden heilen lassen. In Deutschland leiden jedes Jahr etwa fünf Millionen Patienten unter Wunden, die sich nicht schließen. „Wir heilen Wunden, wo herkömmliche Therapieformen an ihre Grenzen stoßen“, erklärt Geschäftsführer Carsten Mahrenholz. Plasmapatch heißt die Applikation, die kaltes Plasma einfach, sicher und schnell auf die Wunde bringt und den Heilungsprozess initiiert. Coldplasmatech wurde im Juni 2015 aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und -technologie ausgegründet und befindet sich seit November 2015 im Zulassungsverfahren für sein zukunftsweisendes Medizinprodukt.

Für EY ist die Frage des Beitrags zum Gemeinwohl eine wichtige Säule im eigenen Selbstverständnis „Building a better working world“, sagte Jurymitglied Markus T. Schweizer, Managing Partner bei EY für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Der Public Value Award für Startups ist ein Baustein, diesen Gedanken in die Unternehmen hineinzutragen.“ Und Timo Meynhardt, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspsychologie & Führung an der HHL Leipzig Graduate School of Management, sagte, Public Value könne sogar so etwas wie ein Egobooster für junge Unternehmer sein und zur Stärkung der eigenen Identität beitragen. „Es hat etwas zutiefst Befriedigendes, sich als jemand zu sehen, der Probleme anpackt und die Gesellschaft voranbringt.“

Die drei Erstplatzierten des „EY Public Value Awards“ erwarten eine Reise nach Palm Springs, Kalifornien, zum Strategic Growth Forum (1. Preis), eine Reise nach Rom zum Strategic Growth Forum (2. Preis) und eine Teilnahme an der German Valley Week 2017 (3. Preis). Diese Gewinne sollen den jungen Unternehmen die Möglichkeit geben, sich mit Investoren und potenziellen Partnern zu vernetzen, ihre Bekanntheit zu steigern und ihr Geschäftsmodell auszubauen.

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