Zalando führt eine Frauenquote im Management ein, Crosslend erhält 35 Millionen Euro von Investoren und Libra verliert weitere strategische Partner – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Startup-Nachrichten

Zalando führt Geschlechterquote im Management ein

Zwischen 40 und 60 Prozent soll beim Modehändler Zalando künftig der Frauenanteil in den sechs oberen Führungsebenen, inklusive Aufsichtsrat und Vorstand, liegen. Darauf verpflichtete sich das Berliner Grownup kürzlich. „In den letzten elf Jahren lag unser Fokus klar auf der Etablierung und dem Wachstum unseres Geschäfts […] Wir haben nicht genug Anstrengungen unternommen, um dem entstandenen strukturellen Ungleichgewicht entgegenzuwirken”, gestand Co-CEO Rubin Ritter ein. Bisher hatte sich der E-Commerce-Händler als Ziel eine Quote von 25 Prozent auf der Ebene unterhalb des Vorstands und 30 Prozent auf der Ebene darunter gesetzt. Die tatsächlichen Zahlen lagen 2018 bei elf bzw. 16 Prozent. spiegel.de

Amazon zieht in den Edge Tower an der Warschauer Brücke

Im Berliner Stadtteil Friedrichshain entsteht seit dem Sommer der umstrittene Büroturm „Edge East Side”, der nach Fertigstellung mit 140 Metern eins der höchsten Gebäude Berlins sein wird. Er könnte auch den Spitznamen „Amazon Tower” erhalten, denn der US-Konzern wird 28 der insgesamt 35 Stockwerke beziehen, wie jetzt bekannt wurde. Auf 55.000 Quadratmetern sollen rund 3.400 Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Amazon Platz finden. Aktuell umfasst der Bereich in der Hauptstadt knapp 1.000 Mitarbeiter. tagesspiegel.de

Tier Mobility: E-Scooter mit austauschbaren Batterien

Nur eine Woche nach der Verkündung einer Series B in Höhe von 60 Millionen US-Dollar gibt es weitere News von Tier Mobility. Das Berliner Mobility-Startup führt den Betrieb von E-Scootern mit austauschbaren Batterien ein. Zunächst werden 200 Modelle in Paris an den Start gebracht, in den kommenden Monaten soll die europaweite Einführung erfolgen. Ziel des Unternehmens ist es, in den kommenden 12 Monaten klimaneutral zu werden. Pressemitteilung per Mail und emobilitaet.online

Clevershuttle fährt nicht mehr in Hamburg, Stuttgart und Frankfurt

Aufgrund von wirtschaftlichen Gründen und bürokratischen Hindernissen stellt der Ridepooling-Anbieter Clevershuttle den Betrieb in den drei oben genannten Städten ein. Das Startup will den 330 betroffenen Mitarbeitern gemeinsam mit dem Gesellschafter Deutsche Bahn Jobs anbieten. Andere Städte, in denen Clevershuttle operiert, sind nicht von der Schließung betroffen. gruenderszene.de

Investments & Exits

35 Millionen Euro für Crosslend

In einer von Santander Innoventures, dem Risikokapitalgeber der spanischen Bankengruppe Santander, angeführten Series-B-Finanzierungsrunde hat das Fintech Crosslend 35 Millionen Euro erhalten. Zudem beteiligten sich der VC-Arm der niederländischen Großbank ABN Amro und die bisherigen Investoren Lakestar und Earlybird. Die neue Bewertung soll bei mehr als 100 Millionen Euro liegen. Die Kreditverbriefungsplattform will mit dem frischen Kapital die Technologie weiterentwickeln, das Team aufstocken und neue Märkte erschließen. handelsblatt.com (paid) und finance-magazin.de

Mitsui investiert in Clevershuttle

Anfang der Woche gab der Ride-Pooling-Anbieter Clevershuttle bekannt, seinen Dienst in drei deutschen Städten einzustellen. Nun gibt es positiven Neuigkeiten: Der japanische Mischkonzern Mitsui ist bei dem Berliner Startup eingestiegen und hält nun 12 Prozent am Unternehmen, das mehrheitlich der Deutschen Bahn gehört. t3n.de

12 Millionen Euro für Life-Science-Startup Abalos Therapeutics

Die NRW.Bank und der Boehringer Ingelheim Venture Fund investieren gemeinsam mit dem Gründerfonds Ruhr und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) 12 Millionen Euro in Abalos Therapeutics. Mit dem Geld aus der Series A will das Startup aus Essen, das eine neue virusbasierte Immuntherapie gegen Krebs entwickelt,  seine Wirkstoffkandidaten in die klinische Validierung bringen. Pressemitteilung 

Investment für Contextflow

Das Wiener Startup Contextflow, ein Spin-off der Medizinischen Universität Wien, hat eine Finanzierung in nicht genannter Höhe von APEX Ventures, Crista Galli Ventures und Nina Capital erhalten. Mit dem Geld will das 2016 gegründete Startup unter anderem die internationalen Proof of Concepts (POC) und den Erhalt einer CE-Zertifizierung vorantreiben. Contextflow nutzt KI-basierte Bilderkennungstechnologien zur Verbesserung der Ergebnisse in der Radiologie. eu-startups.com

 

International

Wertvollste Marken der Welt legen zu

Die von vielen Seiten geforderte Zerschlagung von Big Tech kann den großen US-amerikanischen Marken offenbar nicht viel anhaben. Laut der diesjährigen Studie von Interbrand bleibt Apple weiterhin die wertvollste Marke der Welt mit einem Markenwert von rund 234 Milliarden US-Dollar (plus neun Prozent). Google legt um acht Prozent auf 167,7 Milliarden Dollar zu. Amazons Markenwert steigt um 24 Prozent auf rund 125,3 Milliarden Dollar. t3n.de

Auch Booking zieht sich aus dem Libra-Projekt zurück

Kurz vor der konstituierenden Sitzung der Libra Association hat sich ein weiteres Mitglied aus dem Projekt zurückgezogen: die Booking Holding. Erst vor wenigen Tagen hatten sich Visa, Mastercard, Paypal und Stripe aus dem Digitalgeld-Projekt verabschiedet. Dante Disparte, Richtlinienleiter der Libra Association bezeichnete die Fortgänge gegenüber Reuters als „Korrektur” und nicht als Rückschlag. Am Montag unterzeichneten 21 Mitglieder die Gründungsurkunde. engadget.com und heise.de

SpaceX will 30.000 weitere Satelliten ins All bringen

Elon Musks Raumfahrt-Startup SpaceX hat bei der International Telecommunication Union einen Antrag für den Launch von bis zu 30.000 weiteren Starlink-Satelliten gestellt. SpaceX verfügt bereits über eine Genehmigung für den Betrieb von 12.000 Satelliten. Das Starlink-Netzwerk soll weltweiten Breitband-Internet-Zugang bereitstellen. techcrunch.com

WeWork streicht mindestens 2.000 Stellen

Wie die britische Zeitung The Guardian aus internen Quellen erfahren hat, wird der angeschlagene Coworking-Konzern WeWork noch in dieser Woche mindestens 2.000 Stellen streichen – etwa 13 Prozent der gesamten Belegschaft. Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation werde laut Mitarbeitern zurzeit wenig oder gar keine Arbeit erledigt. theguardian.com via businessinsider.com

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