Berlin Valley richtet sich in erster Linie an Gründer und Startups. In unserer ersten Artikel-Serie wollen wir Gründern Tipps und Tricks rund um das Thema “Finanzierung von Startups” durch Investoren (Business Angels, VCs, evtl. Banken und Freunde) geben. Im späteren Verlauf der Serie werden weitere Finanzierungs-Themen angeschnitten (u.a. Businesspläne, empfehlenswerte Ansprechpartner in Berlin etc.). Es werden auch Experten zu Wort kommen. Der erste Teil der Artikel-Serie “So angelt man sich einen Investor” widmet sich dem Thema Pitching, also der Präsentation vor Investoren. Um von den Besten zu lernen, haben wir eine Reihe bekannter und sehr guter Präsentationen zusammengestellt. Diese richten sich an Investoren und z.T. auch an Anzeigenkunden.

Erfolgreiche Pitchdecks und Investoren-Präsentationen

Buffer

Das Startup Buffer aus Wien dürfte vielen geläufig sein, die sich mit Social Media beschäftigen. Mit Buffer kann man seine Posts auf Twitter, Facebook und Linked.In im Voraus planen und zeitlich steuern. Mit diesem Pitchdeck konnten der 22-jährigen Leo Widrich und sein Team die Investoren überzeugen. Buffer sammelte 500.000 US$ ein. Das Bufferteam ist sehr transparent, was seinen Umgang mit Investoren angeht.

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Außerdem noch ein lesenswerter ausführlicher Artikel zur Finanzierung von Buffer.

Rocket Internet

Das Manager Magazin hat ca. 280 Seiten Geheimpapiere von Rocket Internet ausgewertet und teilweise veröffentlicht. In den veröffentlichten Dokumenten waren auch die Präsentationsfolien, mit denen die Samwers auf Investorenjagd gehen. Wie deutsche Startups gerade ausgerechnet hatte, konnten die Samwers in diesem Jahr bereits 650 Millionen US$ einsammeln. Die 10 größten Investoren der Samwers hat Exciting Commerce zusammengetragen. Die Investoren-Präsentation von Rocket Internet findet man hier.

Foursquare

Das Geo-Social-Mobile-Bewertungs-Gamification-Check-In-Dings Foursquare konnte sich Anfang 2013 eine Series-D-Finanzierungsrunde i.H.v. 41 Millionen US$ sichern. Das ist beachtlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass Foursquare im letzten Jahr angeblich nur 2 Millionen US$ Umsatz verbuchen konnte. Der Branchendienst “PrivCo” orakelte bereits, dass Foursquare bis Ende des Jahres vom Markt verschwinden werde. „Venture Capitalist und Yelp-Board-Member Keith Rabois, ein Buyout sei Foursquares einzige Hoffnung.“ Im Netz kursiert einerseits das Pitchdeck, mit dem Foursquare seine ersten Investoren überzeugen konnte (aus dem Jahr 2009). Damals sammelte das Unternehmen 1,35 Millionen US$ ein. Interessant ist der Kontrast zum Pitchdeck aus diesem Jahr, das auf Business Insider geleaked wurde. Diese Präsentation ist allerdings zur Akquise von Anzeigenkunden. Insgesamt hat Foursquare von seinen Investoren bereits 112 Millionen US$ erhalten.

Facebook

Das ist eine gute Brücke zu Facebook. Denn auch von Facebook existiert eine Präsentation speziell für Anzeigenkunden – allerdings aus dem Jahre 2004. Mit dieser Präsentation hat Co-Founder Eduardo Saverin versucht, Anzeigen i.H.v. 80.000 US$ zu vermarkten.

Twitter

Gleiches gilt für Twitter. Das Microblogging Unternehmen hat bislang 1,16 Milliarden US$ von seinen Investoren eingesammelt. Damit Twitter das Vertrauen seiner Investoren rechtfertigen kann, ist das Unternehmen auf der Jagd nach großen Anzeigenkunden. Man möchte eine Milliarde US$ an Anzeigen pro Jahr erzielen. Das Pitchdeck, mit dem Twitter seine Anzeigenkunden überzeugen möchte, findet man hier.

Airbnb

In ähnlichen Finanzierungs-Dimensionen bewegt sich auch der Privat-Zimmervermittler Airbnb. Das Unternehmen hat von seinen Investoren insgesamt 120 Millionen US$ eingesammelt – im Gegensatz zu Foursquare aber nur in einer A- und B-Runde. Diese Präsentation ist an Einfachheit kaum zu übertreffen. Es ist angeblich die erste Präsentation, die das Startup jemals vor Investoren gehalten hat. Eigentlich schwer vorstellbar.

 MySpace

Die Grande Dame der Musikplattformen (Gründung im Jahre 1999) meldet sich ja dank ihres neuen Besitzers Justin Timberlake zurück, der MySpace im Juni 2011 für 35 Millionen US$ mit seiner Investment-Firma Specific Media übernommen hatte.

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Dwolla

Dwolla vereinfacht Zahlungsprozesse für kleine Unternehmen. Im April diesen Jahres konnte Dwolla eine Series-C Finanzierungsrunde über 16,5 Millionen US$ abschließen. Zu den Investoren zählen Top VCs wie Andreessen Horowitz sowie Union Square VenturesThrive Capital und der in Berlin berühmt berüchtigte Ashton Kutcher. Das Investoren-Pitchdeck findet man hier.

Square

Tausendsassa Jack Dorsey hat neben Twitter bekanntlich noch ein zweites heißes Unternehmen: den Mobile Payment-Dienstleister Square. Square hat bislang 341 Millionen US$ in vier Runden eingesammelt. Das Investoren-Pitchdeck von Square umfasst 10 Seiten plus Anhang.

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Cadee

Das unbekannte kanadische Startup Cadee bietet Golfern an, ihre Golfprofile online zu erstellen. Das mag nicht jedermanns Sache sein – das Startup hat auch noch keine Investoren gefunden, aber die Präsentation ist beispielhaft. Sehr gutes Design und ein verständlicher Ansatz.

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 BrandBoards

Kürzer kann eine Investoren-Präsentation nicht sein. Das Pitchdeck von BrandBoards umfasst gerade mal 8 Seiten. Interessantes Konzept, allerdings auch noch ohne Investoren.

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Die Liste der Investoren-Pitchdecks wird fortwährend erweitert.

Alle Ausgaben zum kostenlosen Download.

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Diese Pitchdeck-Geheimnisse haben 3,5 Milliarden Dollar geraistVon Anforderungen und Trade-offs: Neue Gründer braucht das Land! Letzte Kommentartoren
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[…] verlangt werden, werden wenig später auch in Europa und Deutschland Standards. Man denke etwa an Ten-Slide-Pitchdecks, Customer Development, Business Modeling, Lean Startup, und so weiter. Für die Ausbildung der […]

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[…] Investorengelder einzusammeln, könntet ihr jetzt einfach auf gut Glück euer Pitchdeck designen inklusive der zugrundeliegenden Dokumente wie einem detaillierten Finanzmodell und […]