Venture Daily ist einer der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup-News aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um nichts zu verpassen.

Und kennst Du schon unsere fünf Spezialausgaben, die sich den Themen Digital Transformation, Blockchain, Mobility, New Work und Proptech widmen und jeweils im Wochentakt erscheinen? Abonniere sie hier!

Startup-News

Wefox von Konkurrent Lemonade verklagt

Das New Yorker Insurtech Lemonade hat in der vergangenen Woche eine Schadenersatz- und Unterlassungsklage gegen den Berliner Mitbewerber Wefox erhoben. Wefox und seinem Gründer Julian Teicke werden Urheberrechtsverletzung, Vertragsbruch sowie Verstöße gegen das Gesetz gegen Computerbetrug und -missbrauch vorgeworfen. Teicke soll sich unter falschem Namen mit einer Scheinadresse bei Lemonade angemeldet und falsche Schadensmeldungen eingereicht haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, Inhalte der Lemonade-App kopiert und in sein eigenes Produkt, die digitale Hausratsversicherung One übernommen zu haben. Der Wefox-Gründer wies die Vorwürfe gegenüber Gründerszene zurück. gruenderszene.de und techcrunch.com

Europäisches Bündnis für KI gestartet

550 europäische KI-Experten haben sich zusammengeschlossen und den Forschungsverbund „Claire” – Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence in Europe – ins Leben gerufen. Das Anliegen der Forscher: Europa zu einem Standort für Künstliche Intelligenz zu entwickeln, der mit Amerika und Asien mithalten kann. Nach Vorbild des Kernphysik-Zentrums Cern soll Claire ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen sein, zugleich aber auch einen zentralen Hub mit bester Ausstattung bieten, in dem Wissenschaftler gemeinsam forschen können. So sollen auch wissenschaftliche Karrieren im Bereich KI ermöglicht werden. faz.net und turi2.de

Gemeinsamer Fonds von Landesregierung und Investoren

Die hessische Landesregierung ruft gemeinsam mit privaten Investoren den Futury Venture Fonds ins Leben. Mit einem Volumen von bis zu 20 Millionen Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren soll der Fonds Frühphasen-Investments im Rahmen von 100.000 bis 500.000 Euro ermöglichen. Maximal die Hälfte der eingezahlten Mittel können dabei außerhalb Hessens investiert werden. gruenderszene.de und Pressemitteilung

Bitcoin im Alltag – in Deutschland wenig wahrscheinlich

Eine Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Experten aus dem Banken-, Versicherungs- und Finanzbereich kommt zu dem Ergebnis, dass Kryptowährungen für den Einsatz im Handel – zumindest in Deutschland – als zu komplex angesehen werden. Die Befragten schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass man bis Ende 2020 digitale Produkte mit Kryptogeld zahlen kann, auf 23 Prozent. Für physische Güter sehen sie eine Wahrscheinlichkeit von nur 13 Prozent. Für Japan und die USA können sich die Experten eher vorstellen, dass digitale sowie physische Güter mit Kryptowährungen bezahlt werden.t3n.de

Investments & Exits

50 Millionen Dollar in Series C für Pipedrive

Pipedrive, ein Startup für cloudbasierte Vertriebssoftware, hat in einer Wachstumsfinanzierungsrunde 50 Millionen Dollar erhalten. Angeführt wurde die Runde von den neuen Investoren Insight Venture Partners und Bessemer Venture Partners unter Beteiligung von Rembrandt Venture Partners und Atomico. Mit dem Geld will das Startup mit Sitz in Estland und New York sein Produkt erweitern, sein Geschäft global entwickeln und potenziell auch Akquisitionen im CRM-Bereich tätigen. techcrunch.com und handelsblatt.com (paid)

Allianz X steckt 11,5 Millionen Euro in Abracar

Erst vor kurzem hat die Allianz ein Joint Venture mit der Deutschen Bank und der Gebrauchtwagenplattform Auto1 bekannt gegeben. Jetzt folgt ein weiteres Investment im Automotive-Bereich: Das Münchner Startup Abracar hat eine Finanzspritze von 11,5 Millionen vom Venture-Arm Allianz X erhalten. Mit dem frischen Kapital will der digitale Gebrauchtwagenvermittler seine Marktstellung in Deutschland ausbauen und die Expansion nach Österreich und Frankreich vorbereiten. Per Mail und gruenderszene.de

16 Millionen Euro für Blinkist

Das Berliner Startup Blinkist hat eine Series C in Höhe von 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das frische Kapital kommt vom amerikanischen Risikokapitalgeber Insight Venture Partners sowie den Bestandsinvestoren IBB Beteiligungsgesellschaft und Eventures. Mit der neuen Finanzierungsrunde will das Startup, das Kurzzusammenfassungen von Sachbüchern anbietet, in neue Märkte expandieren und den Marktanteil insgesamt erhöhen. gruenderszene.de

International

Strategische Partnerschaft zwischen Google und JD.com

Google investiert 550 Millionen Dollar in den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com. Das Investment ist Teil einer strategischen Partnerschaft, in deren Rahmen Google 27 Millionen JD.com-Aktien erhält. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Handelslösungen für Südostasien, die USA und Europa entwickeln. JD.com ist das zweitwichtigste chinesische B2C-E-Commerce-Unternehmen und hält einen Marktanteil von circa 25 Prozent am B2C-Onlinehandel in China. t3n.de

Tesla-Mitarbeiter wegen Sabotage angeklagt

Sonntagnacht hatte Tesla-Chef Elon Musk seine Mitarbeiter per Mail darüber informiert, einen Saboteur in den eigenen Reihen entdeckt zu haben. Unter anderem soll der Code bei einem internen Produkt geändert und Daten an Außenstehende weitergegeben worden sein. Nun hat Tesla vor einem Gericht in Nevada rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Tesla-Ingenieur Martin Tripp eingereicht. Der Beschuldigte soll bereits zugegeben haben, Teslas Produktionssystem gehackt und Daten an Dritte weitergegeben sowie das Fertigungssystem der Fabrik manipuliert zu haben. Ihm wird zudem vorgeworfen, gezielte Falschinformationen an die Presse weitergegeben zu haben. Unklar bleibt zunächst, ob noch weitere Personen an der Sabotage beteiligt waren. wired.de, cnbc.com via gruenderszene.de und wiwo.de

Tech-CEOs wenden sich gegen Trumps „Null-Toleranz-Politik”

Aus politischen Diskussionen haben sich die großen US-Tech-Firmen in der Vergangenheit häufig herausgehalten. Angesichts der die Medien bestimmenden Bilder und Berichte von Kindern, die an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt werden, haben gestern eine Reihe von Tech-CEOs klare Position gegen die „Null-Toleranz-Politik” von US-Präsident Donald Trump bezogen und ein Gegensteuern gefordert. „We need to stop this policy right now”, schrieb etwa Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Post. Die drei Airbnb-Gründer verfassten eine gemeinsame Erklärung: „Ripping children from the arms of their parents is heartless, cruel, immoral and counter to American values of belonging. The US government needs to stop this injustice and reunite these families. We are a better country than this.” In ähnlicher Weise haben sich unter anderem auch die Chefs von Apple, Box, Cisco, Google, Uber, Twitter geäußert. cnbc.com via gruenderszene.de,  theverge.com

EU-Parlament stellt Weichen für neues Urheberrecht

Die Einführung eines restriktiveren europaweiten Urheberrechts ist mit der gestrigen Abstimmung im Rechtsausschuss des EU-Parlaments näher gerückt. Eine Mehrheit hat sich für die umstrittenen Artikel 11 und 23 der Gesetzesvorlage ausgesprochen. Demnach sollen große Online-Portale nicht mehr ohne Erlaubnis Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten in ihren Ergebnissen anzeigen dürfen. Zudem sollen Plattformen wie Youtube mit einem Uploadfilter bereits beim Hochladen von Inhalten prüfen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind und gegebenenfalls Lizenzen erwerben oder den Upload sperren. Bislang galt ein Providerprivileg, das auf die nachträgliche Entfernung von unrechtmäßig hochgeladenen Inhalten setzte. Für das Leistungsschutzrecht hatten sich insbesondere Verlegerverbände eingesetzt. Kritiker sehen die Informations- und Meinungsfreiheit im Internet gefährdet. Voraussichtlich Anfang Juni soll die Vorlage ins Plenum kommen. t3n.de und spiegel.de

Bithumb gehackt: 30 Millionen Dollar entwendet

Erst vor etwas mehr als einer Woche wurde die südkoreanische Kryptohandelsbörse Coinrail – eine der kleineren Handelsplattformen des Landes – gehakt. Heute vermeldete nun die führende südkoreanische Kryptobörse Bithumb den Verlust von Kryptowährungen im Wert von 30 Millionen Dollar durch einen Hack. Dass nicht mehr Tokens entwendet wurden, ist Bithumbs Vorgehen zu verdanken, den Großteil der Wertbestände in „Cold Wallets” zu lagern. Die Kurse der führenden Kryptowährungen sind in den Stunden nach Bekanntgabe der Meldung spürbar gesunken. Bithumb will alle betroffenen Nutzer entschädigen. Für die Kryptobörse ist es bereits der dritte Sicherheitsvorfall in 12 Monaten. ccn.com, cointelegraph.com und ccn.co

Jeden Morgen um 8 Uhr die wichtigsten News vom Vortag in deinem E-Mail-Postfach?

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei