Hier erklären wir euch, was es mit dem neuen In-vitro-Trend auf sich hat. Was ist zum Beispiel ein Insektenburger und was serviert das Bistro In Vitro? Ein Überblick.

In-vitro-Fleisch

Bei In-vitro-Fleisch (in vitro lat. für „im Glas“) handelt es sich um Fleisch aus dem Reagenzglas. Die Herstellung eines Stücks Fleisch erfolgt mithilfe einer Zellkultur. Hierbei kommt das sogenannte Tissue Engineering (die Gewebezüchtung) zum Einsatz.

Bistro In Vitro

Mit dem fiktiven Bistro In Vitro wurde ein Projekt initiiert, das eine In-vitro-Zukunft aufzeigen soll. Auf bistro-invitro.com können fiktive In-vitro-Mahlzeiten zusammengestellt
und Informationen zur Technologie eingesehen werden.

Insektenburger gefällig?

Gerade erst im Januar wurde eine neue Verordnung der Europäischen Union zu
„neuartigen Lebensmitteln“ erlassen, die den Verzehr von Insektenfleisch erlaubt. Das
könnte der Startschuss für Startups wie Bugfoundation, Swarm Protein oder Wicked Cricket sein.

Paul Shapiro zeigt auf, was die In-vitro-Fleischproduktion bedeuten könnte.

Karnismus

Karnismus bezeichnet eine Ideologie, nach der Menschen das Essen bestimmter Tiere als ethisch vertretbar betrachten. Die Konditionierung darauf erfolgt unbewusst, da die Ideologie „unsichtbar“ ist. Es handelt sich beim Karnismus um den Gegenbegriff zum Veganismus.

Clean Meat

Clean Meat bezeichnet Fleisch, das umweltfreundlich und ohne Tierleid hergestellt wird. Dabei soll der Verzehr gesünder sein. Angestoßen wurde der Begriff vom amerikanischen Tierschutzaktivisten Paul Shapiro. In Deutschland findet das Thema noch wenig Aufmerksamkeit.

Willem van Eelen

kann als Vater des In-vitro-Ansatzes bezeichnet werden. 1948 begann er sein Studium und entwickelte seine Vision von Labor-Fleisch. Inzwischen hat das Startup Just das Patent an der Technologie erworben. 2015 verstarb van Eelen im Alter von 91 Jahren.