Aktuelle Studien der Beratungsgesellschaften KPMG, Accenture und EY sind sich einig: Der deutsche Fintech-Markt wächst rasant – mit deutlichem Aufwärtstrend. Private-Equity-Gesellschaften, Risikokapitalgeber und private Anleger investieren in deutsche Startups aus dem Finanztechnologiebereich: rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2015. Auch im internationalen Vergleich überzeugt Deutschland als zweitgrößter Fintech-Standort in Europa. Im Bereich der Risikokapitalfinanzierung ist Deutschland schon an Großbritannien vorbeigezogen, wie die Analysten von KPMG und CB Insights für das zweite Quartal 2016 aufschlüsseln. Die Experten gehen davon aus, dass Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft und seines Marktpotenzials auch im globalen Kontext mittelfristig eine führende Rolle spielen wird.

Höchste Innovationsdynamik

Erfolg baut nicht nur auf innovativen Ideen, sondern auch auf dem Mut zu visionären Projekten auf – Prämissen, die das Rhein-Main-Gebiet erfüllt. Vorhaben wie das neu gegründete Techquartier, das als zentrale Anlaufstelle und Plattform für eine dynamische Gründerszene Frankfurt Rhein-Main mit vielen Partnern aus Wissenschaft und Industrie vorangetrieben wird, besitzen Modellcharakter.

Im Techquartier kommen Startups, Corporates und Startup-Stakeholder zusammen. Auf mehreren Etagen des Hochhauses Pollux finden sich modernste Arbeits- und Meeting-Räume, Infrastruktur sowie Dialog- und Event-Formate für einen lebendigen Austausch. Networking lautet die Philosophie der neuen Gründer – und Networking wird im Techquartier organisiert und gelebt.

Hier treffen Gründerteams in der Startphase auf namhafte Startups in der Wachstumsphase sowie Innovationsteams etablierter Unternehmen. Dabei dient das Techquartier auch als Knotenpunkt für die bereits bestehenden Initiativen und Hubs, wie etwa der Fintech Hub der Deutschen Börse, die Digitalfabrik der Deutschen Bank oder der Main Incubator der Commerzbank, mit dem Ziel die Startup-Community nachhaltig zu stärken und den Standort global zu positionieren.

Viel Gelegenheit zu kooperieren

Und die schier endlosen Möglichkeiten zur Kooperation sind ein großer Vorteil von Frankfurt: In unmittelbarer Nähe befinden sich nicht nur die etablierten Finanzinstitute, sondern auch Aufsichtsbehörden und die Europäische Zentralbank. Auch das Venture Network der Deutschen Börse unterstreicht das vielfältige Engagement der Region mit dem Ziel, wachstumsstarke Unternehmen mit Investoren zusammenzubringen.

Die Entwicklung Frankfurts als Fintech-Standort gewinnt an Fahrt. Mit dem Aufbau einer Infrastruktur für junge Technologiefirmen gewinnt der Finanzplatz Frankfurt ein wichtiges Element hinzu. Zudem herrscht Goldgräberstimmung unter den Investoren. Denn keiner will den Moment verpassen, wenn das erste große Startup made in Frankfurt am Finanzhimmel aufgeht. Beim Thema digitale Vermögensverwaltung und automatisierter Finanzberatung konnte daher das Frankfurter Fintech-Unternehmen Ginmon einen siebenstelligen Euro-Betrag in einer internationalen Finanzierungsrunde einsammeln. Ebenso konnte das Insurtech-Startup Clark eine beträchtliche zweistellige Millionensumme einsammeln. Auch die großen Banken haben es erkannt: In Frankfurt gibt es ganz neu auch die Digital Factory mit 450 Arbeitsplätzen für Deutsche-Bank-Spezialisten und externe Fintech-Kooperationspartner. Die Commerzbank unterstützt bereits seit dem Jahr 2013 als Anker-Sponsor die Main Incubator GmbH, um Trends im Banking zu erkennen und umzusetzen.

Beste Voraussetzungen

Mit Weitsicht treibt die Region Frankfurt Rhein-Main ihre Stärken als Fintech-Hotspot voran. Mehr noch: Aktuell zählt sie zur dynamischsten Region für junge Finanztechnologie-Unternehmen und ist auf bestem Weg, sich zu einem führenden europäischen Knotenpunkt zu entwickeln, so heißt es in den jüngsten Ergebnissen der EY-Studie „German Fintech Landscape“ vom März 2016. Anzahl und Summe der Investitionen haben ein neues Hoch erreicht. 58 Fintechs sind bereits in der Region aktiv. Diese generierten von 2015 bis Anfang 2016 ein Wachstum von 21 Prozent – die höchste Wachstumsrate in Deutschland. Die Fintech-Welle rollt also. Auch in Frankfurt. Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet erfüllen alle Voraussetzungen, sich zum innovativen Zentrum für Startups der Financial Services Technology zu etablieren.

Dieser Artikel erschien zuerst in BERLIN VALLEY SPEZIAL – STARTUP-SZENE FRANKFURT. Die Sonderbeilage analysiert auf 44 Seiten den Standort und das Rhein-Main-Gebiet, lässt die wichtigen Player aus Old und New Economy zu Wort kommen und versucht eine Antwort auf die Frage zu finden: Warum liegt Frankfurt im innerdeutschen Startup-Standort-Ranking nur im Mittelfeld, obwohl die Stadt über ein so klares Wirtschaftsprofil verfügt? Eine spannende Spurensuche. BERLIN VALLEY SPEZIAL – STARTUP-SZENE FRANKFURT jetzt kostenlos laden und lesen

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2 Kommentare auf "Networking im Techquartier: Mittendrin oder nur dabei?"

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[…] In den Frankfurter Bürotürmen sucht man verzweifelt nach neuen Wegen. Fintechs zeigen den Platzhirschen, wie die Bank von heute funktionieren kann Der Beitrag Networking im Techquartier: Mittendrin oder nur dabei? erschien zuerst auf BerlinValley. Jetzt lesen […]

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[…] not least wollen wir das Start-up-Ökosystem in Frankfurt beflügeln. Deshalb haben wir das neue TechQuartier, nur einen Steinwurf von der Messe entfernt, als Zuhause für unsere Academy […]

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