Wenn man Investoren fragt, was ihnen bei einem Startup wichtiger ist, die Idee oder das Team, so fällt die Antwort in der Regel zugunsten des Teams aus. Ein gutes Team kann vieles wettmachen, was am Anfang einer jeden Unternehmung in den meisten Fällen fehlt: Geld, Strukturen, Erfahrung. „Finanzierung ist wichtig, aber ein tolles Team ist von unschätzbarem Wert“, sagt zum Beispiel Amish Shah vom kalifornischen VC Sierramaya360, der mehr als 20 Jahre Erfahrung im Recruiting für Startups hat. Was im Team fehlt, kann Geld nicht ausgleichen. Darum ist der Aufbau des richtigen Teams eine der zentralen Aufgaben, die ein Startup meistern muss, wenn es erfolgreich sein will.

Experten fragen: Unser Recruiting-Roundtable

Recruiting ist das Titel-Thema der aktuellen Ausgabe von Berlin Valley. Bei unserer Recherche sind wir einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Wir haben Recruiting- und HR-Experten von Berliner Startups zu einem Roundtable eingeladen, um mit ihnen über die Herausforderungen des Recruitings zu sprechen und zu erfahren, wie sie diese bewältigen. Mit dabei waren Sarah Hoffmann von Hitfox, Daniela Bache von Outfittery, Nelli Quakernack von Ming Labs, Adiba Salloum von Sofatutor, Dennis Wegener von Servicepartner One sowie Philip Siefer und Elisa Naranjo von Einhorn. In vielen Punkten waren sich die Teilnehmer einig, an einigen Stellen gab es auch Widerspruch.

Disruption auf dem Recruiting-Markt

Einig waren sich die Teilnehmer zum Beispiel bei der Frage, was der wichtigste Weg ist, um neue Mitarbeiter zu finden: Es ist die Empfehlung. Zwar hat die Digitalisierung längst auch den Recruiting-Markt erreicht. Doch die Möglichkeiten sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. „Die meisten Online-Jobportale sind nichts anderes als eine digitalisierte Version der klassischen Stellenanzeigen aus den Zeitungen“, sagt Robin Haak, Gründer und COO des Jobportals Jobspotting. „Die Disruption des Marktes beginnt gerade jetzt mit dem Einsatz neuer Technologien im Big-Data-Bereich.“ Bei den klassischen Stellenanzeigen findet der Suchende offene Stellen nur über die Schlagworte, die er im Suchfeld eingibt. Komplexe Algorithmen dagegen suchen das perfekte Match über das Profil des Bewerbers. Das System lernt bei jedem Angebot mehr über den Bewerber – und findet so den Job, der zu ihm passt.

Jobspotting zum Beispiel scannt Anzeigen und generiert daraus die Informationen, um das Match zu Bewerbern mit bestimmten Interessen und Fähigkeiten zu finden. Ähnlich arbeitet Bright.com von Linkedin. „Bei Google oder Facebook werden dem Nutzer die passenden Werbeanzeigen gezeigt, bei uns die passenden Jobs“, sagt Robin Haak.

Alles weitere über aktuelle Trends und die sieben Schritte zum erfolgreichen Team – von der Unternehmenskultur bis zum Onboarding – steht in der Juni-Ausgabe von Berlin Valley. Die gibt es hier zum Download.

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8 Kommentare auf "Recruiting: Wie man ein A-Team baut"

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[…] Recruiting: Wie man ein A-Team baut […]

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[…] Produkte als auch die ebenso fröhliche Unternehmenskultur reflektieren soll. Die einzelnen Teams, die an unterschiedlichen Projekten arbeiten, sind autark aufgestellt und formieren sich immer […]

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[…] zu hinterlassen und dafür zu sorgen, dass sich die neuen Mitarbeiter willkommen fühlen. Erstklassige Teams zu gewinnen und zu binden, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Bei Glispa folgen wir […]

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[…] haben die besten Leute an Bord und sie haben verstanden, worauf es bei dem jeweiligen Unternehmen ankommt. Zudem erhalten […]

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[…] Aufbau des Managements ist Vorsicht geboten. Wichtig ist, dass ein Team entsteht, dem ihr komplett vertrauen könnt und das sich untereinander versteht. Vor allem aber […]

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[…] vielen Startups Probleme. Der dritte Grund für den Misserfolg war für 23 Prozent die falsche Teamzusammenstellung. „Ein breit aufgestelltes Team mit unterschiedlichen Fähigkeiten wurde oft als kritischer Faktor […]

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[…] oder wenn man mal Abwechslung vom Schreibtisch braucht. Außerdem finden hier die großen Teammeetings und Networking-Veranstaltungen für Kunden und Partner statt. Ein Stockwerk höher sitzt das […]

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[…] intensives HR-Screening, welches das Teilen der Unternehmensvision zur Grundlage hat, ist unerlässlich und sollte nicht […]