Die Situation der deutschen Gründerszene sowie die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft waren die zentralen Themen des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit dem Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Montag beim High-Tech Gründerfonds (HTGF) in Bonn. Es war Steinmeiers zweiter Besuch in Bonn als Bundespräsident seit Ende Mai. Früher am Tag hatte er unter anderem das Haus der Bildung und das Beethovenhaus besucht.

Die beiden HTGF-Geschäftsführer Alex von Frankenberg und Michael Brandkamp informierten Steinmeier und Sridharan zusammen mit Johannes Velling vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auch über die Rolle des HTGF. Das Unternehmen hat gerade den dritten Fonds über rund 300 Millionen Euro mit über 30 Industrieinvestoren sowie Geldern des BMWi und KfW an den Start gebracht. „Der High-Tech Gründerfonds hat seit seiner Gründung im Jahr 2005 sehr stark zur Stabilisierung der deutschen Startup- und Venture-Capital-Szene beigetragen“, sagt Sridharan. Dass Europas größter Frühphaseninvestor seine Erfolgsstory am Standort Bonn begonnen hat und hier fortschreibt, freue ihn als Oberbürgermeister der Stadt Bonn besonders.

Substantielle Werte schaffen

Alex von Frankenberg betont das lebendige Gründungsgeschehen in Deutschland. „Der Markt hat sich in den letzten Monaten sehr belebt – dabei sind viele Geschäftsideen entstanden, die das Potenzial haben, die digitale Transformation einzelner Unternehmen oder sogar ganzer Branchen voranzutreiben.“ Das sei ein ausgezeichnetes Signal für den Industriestandort Deutschland und berge ungeheure Investitionschancen, sowohl für uns als auch für Investoren aus der Wirtschaft, sagt von Frankenberg und Brandkamp ergänzt: „Der Besuch des Bundespräsidenten und des Oberbürgermeisters ist ein Zeichen dafür, dass das Thema Gründen am Innovationsstandort Deutschland eine hohe Priorität hat.”

Neben den HTGF-Geschäftsführern diskutierten auch die Gründer der Portfoliounternehmen Next Kraftwerke (Jochen Schwill), Hornetsecurity (Daniel Hofmann) und Preomics (Andreas Jenne) mit Steinmeier und Sridharan und berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Fonds und dem Gründertum an sich. Dabei hoben die Unternehmer mit Blick auf den HTGF neben dem finanziellen Engagement insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die Netzwerke und die Kontakte zu Industrie hervor, die ihnen dabei geholfen haben, zu wachsen und substantielle Werte in ihren Unternehmen zu schaffen.

Als Gastgeschenk überreichte Gerd Funk, Gründer vom HTGF-Portfoliounternehmen Prin2taste, den Gästen zum Abschied eine 3D-Miniatur aus Marzipan vom Schloss Bellevue, welche frisch vom 3D-Drucker produziert wurde.

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