Startups entwickeln sich dort besonders gut, wo sie von einem starken Ökosystem profitieren können. Das ist im Silicon Valley ebenso wie in Tel Aviv, London, Berlin oder München. Doch wie genau funktioniert das Startup-Ökosystem München? Wir haben zwei Experten gefragt, die es wissen müssen: Peter Borchers von Allianz X, der zuvor den Hubraum der Deutschen Telekom in Berlin gegründet und viele Jahre geleitet hat, und Bernd Storm van’s Gravesande, Mitgründer des Founders Festival Bits & Pretzels. Borchers und Storm heben beide hervor, dass es vor allem die starke industrielle Basis ist, von der die Startups der bayerischen Landeshauptstadt profitieren und die ihnen gute Entwicklungschancen geben kann. Hinzu kommen Top-Universitäten wie die TU und die LMU München, die für die Ausbildung der Talente sorgen. Hier stellen wir nun eine Auswahl spannender Startups im Kurzporträt vor.

Fitness für alle

Freeletics ist eine Sportart, bei der nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird. (Foto: Freelethics)
Freeletics ist eine Sportart, bei der nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird. (Foto: Freelethics)

Menschen zum Sport motivieren und dabei anleiten – das ist das Ziel von Freeletics. Das Fitness-Startup brachte 2013 seine Bodyweight-App auf den Markt, mit der jeder zu Hause nach einem individuellen Plan trainieren kann. 2016 kamen die Apps Freeletics Running und Gym für Läufer und fürs Fitness-Studio dazu. Aktuell hat Freeletics mehr als 18 Millionen Nutzer in mehr als 160 Ländern der Welt.


Intelligente Heizung

Tado nutzt die Position des Smartphones, um die Temperatur zu regulieren (Foto: Tado)
Tado nutzt die Position des Smartphones, um die Temperatur zu regulieren. (Foto: Tado)

Seit Herbst 2010 arbeitet Tado daran, den Energieverbrauch von Häusern zu optimieren. Dazu hat Tado ein smartes Thermostat entwickelt, das die Heizung an die Bedürfnisse der Bewohner anpasst. Das Gerät nutzt die Position des Smartphones, um die Temperatur zu regulieren, wenn jemand nach Hause kommt oder geht. Die App meldet Störungen und Tado berücksichtigt offene Fenster im Haus ebenso wie Wettervorhersagen.


Mehr Service

Geschäftsführer: Alexander Henn und Philip Magoulas (Foto: Shore)
Geschäftsführer: Alexander Henn und Philip Magoulas (Foto: Shore)

Shore hilft Dienstleistern wie Friseuren, Coaches oder Spas, einen besseren Kundenservice anzubieten. Eine digitale Kundendatenbank steht im Zentrum. Der Dienstleister kann über alle Geräte mit seinen Kunden kommunizieren und zum Beispiel automatisch E-Mail- oder SMS-Reminder verschicken oder Online-Buchungen auf der Website, über Google und Facebook anbieten.


Günstige Verbindung

Flixbus verbindet heute 1200 Städte in Europa mit etwa 200.000 Verbindungen am Tag (Foto: Flixbus)
Flixbus verbindet heute 1200 Städte in Europa mit etwa 200.000 Verbindungen am Tag. (Foto: Flixbus)

Wer günstig und flexibel von A nach B reisen will, dem stehen seit der Liberalisierung die Fernbusse zur Verfügung. Flixbus dominiert diesen Markt und macht nun zusammen mit Locomore der Deutschen Bahn auch auf der Schiene Konkurrenz. Seit der Gründung 2011 hat Flixbus mehr als 60 Millionen Kunden transportiert und verbindet heute 1200 Städte in ganz Europa mit etwa 200.000 Verbindungen am Tag – kostenfreies WLAN inklusive.


Smarter Handschuh

Der intelligente Handschuh Mark, scannt Waren, damit Logistik-Mitarbeiter die Hände frei haben. (Foto: Proglove)
Der intelligente Handschuh Mark, scannt Waren, damit Logistik-Mitarbeiter die Hände frei haben. (Foto: Proglove)

Proglove entwickelt Wearables für Produktion und Logistik. Das erste Produkt des 2014 gegründeten Industrie-Startups ist der intelligente Handschuh Mark, der Waren scannen kann, damit Logistik-Mitarbeiter die Hände frei haben. Kunden sind unter anderem Bosch, Audi, BMW und Penny. Aktuell arbeitet das Startup an dem smarten Handschuh Katharina, der auf einem Display Informationen bereitstellen soll.


Roboter als Hilfsarbeiter

Roboter Toru kommissioniert Waren im Lager.(Foto: Magazino)
Roboter Toru kommissioniert Waren im Lager. (Foto: Magazino)

Das erste selbst denkende und selbst handelnde Warenlager der Welt – das ist die Vision von Magazino. Bisher hat das im Januar 2014 gegründete Startup drei Roboter entwickelt: Soto versorgt die Stationen an Fließbändern mit Nachschub an Bauteilen, Toru und Kado kommissionieren Waren im Lager. Finanziert wurde Magazino unter anderem vom High-Tech Gründerfonds und Siemens Innovative Ventures.


Zuerst erschienen in Berlin Valley Nr. 25

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