Zehn Jahre ist es her, dass Apple mit dem iPhone das moderne Leben revolutionierte. Doch viele stationäre Händler hatten damals noch nicht einmal „dieses Internet“ verdaut. Und manche schwanken noch heute zwischen Skepsis und Überforderung. Digitalisierung betrifft natürlich auch den stationären Handel, die Grenzen zwischen stationär und online verschwimmen, der Kunde ist nicht mehr nur König, sondern muss vom Händler jeden Tag aufs Neue gehegt und gepflegt werden, und zwar auf allen Kanälen. Wir stellen in acht Teilen 50 junge Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette vor, die das Potenzial haben, den Handel langfristig zu verändern. Im zweiten Teil des Specials: Analyse und Marktforschung.


Locarta: Die Brücke zwischen der realen und der digitalen Welt

Arbeiten am Google Analytics für die reale Welt: Vlad Vlaskin (CTO), Jan Rettel (CEO) und David Roberts (Head of Product) von Locarta.
Arbeiten am Google Analytics für die reale Welt: Vlad Vlaskin (CTO), Jan Rettel (CEO) und David Roberts (Head of Product) von Locarta (Bild: Locarta)

In der digitalen Welt lässt sich das Nutzerverhalten mittlerweile minutiös messen. Von der Page Impression bis zum Check-out – alles ist für den Händler und seine Marketingabteilung nachvollziehbar. Ganz anders sieht es in der Offline-Welt aus. Hier werden zwar immer noch 90 Prozent der Umsätze gemacht, dem stationären Handel stehen aber deutlich weniger Informationen über das Kundenverhalten zur Verfügung. Hinzu kommt, dass sich die vorhandenen Datenquellen häufig nicht untereinander verknüpfen lassen. Das Mosaik fügt sich nicht zusammen – bisher.

Bewegungsdaten per Smartphone

Locarta liefert den fehlenden Baustein der Marktforschung, um die reale Welt genauso messbar zu machen wie die digitale. Mit einem Smartphone Panel erhebt das Startup anonymisierte Bewegungsdaten von mehr als einer Million Nutzer alleine in Deutschland und leitet daraus präzise Ladenbesuche ab. Der Clou: Das Smartphone agiert als Bindeglied zwischen Online und Offline, sodass das Nutzerverhalten in beiden Welten erstmals verlässlich miteinander verknüpft werden kann.

Endlich Antworten

Wie erfolgreich ist meine digitale Kampagne darin, zusätzliche Besuche und Umsätze in meinem stationären Geschäft zu generieren? Wo wohnen meine bestehenden und potenziellen Kunden? Wo kann ich sie mit Außenwerbung optimal erreichen? Wer besucht meine Geschäfte? Wie stehe ich im Vergleich zum Wettbewerb da?

Auf all diese Fragen erhalten Händler mithilfe von Locarta Antworten. Im Kampf um die Gunst der Kunden kann der stationäre Handel die Informationslücke zum Onlinehandel nun schließen und im Wettbewerb dank digitaler Marktforschung gleichziehen.

Sitz: Berlin
Gründung: 2015
Gründer: Vlad Vlaskin, David Roberts, Jan Rettel
Mitarbeiter: 10
Investoren: Christian Gaiser, Stephan Schubert, Michi Brehm, IBB
URL: locarta.co


Phizzard: Onlinehandel war gestern

Mehr Produkte und Informationen: die virtuelle Regalverlängerung beim Einsatz im Store (Bild: Phizzard)
Mehr Produkte und Informationen: die virtuelle Regalverlängerung beim Einsatz im Store (Bild: Phizzard)

2014, als der lokale Einzelhandel von vielen bereits für tot erklärt wurde, entwickelte das Team von Phizzard Lösungen zur Digitalisierung des stationären Handels, um die Stärken des E-Commerce mit denen des stationären Handels zu verbinden. Damals erschien das vielen absurd.

„HANDEL 4.0 KOMMT VON PHIZZARD”

Die smarte Umkleide

Das Gründerteam hat selbst vielfältige Erfahrungen im Onlinehandel von Schuhen und Bekleidung gesammelt und kennt sich aus mit Retouren aufgrund von nicht passenden Artikeln. Vor diesem Hintergrund entwickelten die Phizzard-Gründer eine Lösung für den stationären Handel: die smarte Umkleidekabine. Über ein Touchscreen kann der Kunde Feedback zum Artikel geben, nach verfügbaren Größen suchen und sich das gewünschte Produkt vom Verkäufer direkt in die Kabine bringen lassen. Mittlerweile bietet Phizzard eine komplette Omnichannel-Commerce-Plattform an, die sich als integrierte Standardlösung an alle Handelsbereiche richtet.

Eine Lösung für viele Probleme

Phizzard setzt dort an, wo viele Probleme im Handel bestehen: zu hohe Lagerbestände, ineffiziente Artikelbestückung der Stores, fehlender Überblick über No-Buys, nicht am Bedarf ausgerichteter Einsatz der Verkäufer, fehlende Abstimmung zwischen E-Commerce und dem stationären Handel, fehlende Transparenz über die Effizienz von Marketingkampagnen und Verkaufsprozessen, geringe Qualität der CRM-Systeme aufgrund von fehlenden oder fehlerhaften Daten …

Mit Phizzard erhalten Händler eine pragmatische und effektive Standardlösung, um Prozesse und Kundeninteraktionen kanalübergreifend zu optimieren. Mit Kundenterminals, Handhelds für Verkäufer und einer dezentral verteilten E-Commerce-Plattform können sowohl kleine als auch große Händler effizient und in kurzer Zeit eine moderne Customer Journey aufbauen.

Die virtuelle Regalverlängerung hilft Handel und Industrie, Bestände zu reduzieren und die Kaufwahrscheinlichkeit in den Geschäften zu erhöhen. Die intelligenten In-Store Analytics Tools qualifizieren die Mitarbeiter und optimieren die Geschäfte mit effektiven Daten.

Sitz: Berlin
Gründung: 2014
Gründer: Peer Hohn, Stefan Voß, Martin Vetter
Mitarbeiter: 16
Investoren: ANWR Group
URL: phizzard.com


Indoors: Indoor-Positionierung für Unternehmen

Direkt zum Produkt: Die Lösung von Bernd Gruber und Markus Krainz hilft bei der Navigation in Innenräumen (Bild: Indoors)
Direkt zum Produkt: Die Lösung von Bernd Gruber und Markus Krainz hilft bei der Navigation in Innenräumen (Bild: Indoors)

Indoors ist führender Anbieter von Echtzeit-Indoor-Positioning-Lösungen wie Indoor-Navigation, Asset Tracking Marktforschung und Analytics. Zur Anwendung kommen die Technologien des österreichischen Unternehmens in diversen Branchen wie im Transport-, Sicherheits- oder Gesundheitswesen, auf Events und im Handel. Die Lösungen sind darauf ausgerichtet, die Effizienz unterschiedlichster Arbeitsabläufe in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu steigern, teures, oft schwer auffindbares Inventar zu tracken oder (blinde) Besucher dabei zu unterstützen, in unbekannten Gebäuden von A nach B zu navigieren. Im Handel wird Indoors vor allem dafür eingesetzt, Einsichten in das Verbraucherverhalten zu gewinnen und durch optimierte Angebote die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Kombinierte Technologie

Die Indoors-Technologie basiert auf einer Kombination aus iBeacons, WiFi, im Smartphone integrierten Sensoren und der Indoors SLAM Engine. Letztere ermöglicht ein außerordentlich schnelles Setup und sorgt für hervorragende Positionierungsresultate. Die fertigen Softwarelösungen können ganz einfach in bestehende mobile Apps für Android und iOS integriert werden.

Hinter Indoors steckt ein Team aus Signalverarbeitungs- und Navigationsexperten, professionellen Projektmanagern und einer starken Sales-&-Marketing-Force. Durch engagiertes Projektmanagement und On-Site Support stellt Indoors sicher, dass jedes Projekt zum Erfolg wird. Zu den Kunden zählen globale Unternehmen wie der San Francisco Airport, High Point Market, Swisscom, Frequentis oder Immofinanz.

Sitz: Wien und Niederösterreich, Filiale in den USA
Gründung: 2010
Gründer: Bernd Gruber, Markus Krainz
Mitarbeiter: 22
Investoren: Tecnet Equity, Speedinvest, Techinvest
URL: indoo.rs


Kinexon: Effektives Filial- und Kundenmanagement

Wissen, wo sich die Kunden im Supermarkt am längsten aufhalten: die Kinexon-Gründer Dr. Oliver Trinchera und Dr. Alexander Hüttenbrink (Bild: Kinexon)
Wissen, wo sich die Kunden im Supermarkt am längsten aufhalten: die Kinexon-Gründer Dr. Oliver Trinchera und Dr. Alexander Hüttenbrink (Bild: Kinexon)

Kinexon entwickelt Lösungen zur zentimetergenauen Lokalisierung und Bewegungserfassung von Objekten und Personen. Das Leistungsportfolio des Münchener Marktforschungs- und Analyse-Startups reicht von Sensoren zur Datenerfassung bis hin zu Software-Applikationen, um Daten intelligent auszuwerten und auf mobilen Endgeräten zu visualisieren.

Einsatzbereich Einzelhandel

Der stationäre Handel hinkt dem E-Commerce in puncto datengestützter Entscheidungsfindung und Prozesssteuerung deutlich hinterher und nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung bisher viel zu selten. E-Commerce ist digital, kennt keine Warteschlangen, versteht das Kundenverhalten im Detail und weiß um jede Kaufentscheidung mit jedem Klick. Mit Kinexon kann der stationäre Handel diese Wissenskluft schließen.

Vernetzter Einkaufswagen

So einfach funktioniert es: Einkaufswagen und -körbe werden mit Sensoren ausgestattet, die Filiale mit der notwendigen Infrastruktur. Dadurch können die Laufwege der Kunden jederzeit auf wenige Zentimeter genau geortet werden – ohne Verletzung der Privatsphäre oder Erfassung von vertraulichen Daten. Die transparente Erhebung der Daten, ihre Analyse und Visualisierung liefert umfassende Einblicke und Kennzahlen für ein effektiveres Filial- und Kundenmanagement.

„DIE WISSENSKLUFT IM STATIONÄREN HANDEL SCHLIESSEN“

Durch filialspezifische Leistungsindikatoren wie Einkaufszeiten oder Bewegungsmuster können operative Benchmarks erstellt werden. Die Daten zu Kundentypen und Bewegungsverhalten liefern Optimierungsansätze für Marktgestaltung, Produkt- und Zweitplatzierungen, Display-Resonanz und weitere Verkaufstreiber. Dadurch erhöht sich die Effektivität von Werbemaßnahmen signifikant. Werden die Ergebnisse noch dazu mit Kassendaten verknüpft, kann die Relevanz der Marketinganalysen sogar noch gesteigert werden. Darüber hinaus ermöglicht Kinexon die intelligente Interaktion mit dem Kunden. Der vernetzte Einkaufswagen kann mit dem Smartphone kommunizieren und ermöglicht somit Funktionen wie Navigation, interaktive Einkaufszettel, kontextbasierte Einkaufsvorschläge und kundentypbasierte Echtzeit-Angebote „am Regal”.

Warteschlangenanalyse

Kinexon hat auch eine Lösung für den größten Verursacher von Kundenunzufriedenheit im Lebensmittel-Einzelhandel: lange Wartezeiten an der Kasse. Mit der Echtzeit-Vorhersage zur Kassenwartezeit können Spitzenbelastungen vermieden und Kassen rechtzeitig geöffnet – oder auch geschlossen – werden. Gegenüber dem Kunden sind dadurch unternehmensweit einheitliche Service-Levels zu Wartezeiten realisierbar. Geschäftsintern können durch das Prognose-Tool auch Personaleinsatz und Organisationsprozesse optimiert werden.

Sitz: München
Gründung: 2012
Gründer: Dr. Oliver Trinchera, Dr. Alexander Hüttenbrink
Mitarbeiter: 75
Investoren: Red Bull
URL: kinexon.com


Metoda: E-Commerce-Marktforschung der nächsten Generation

Kennen sich aus mit Daten: die Gründer Jan Bromberger, Stefan Bures und Robert Schmidtke (Bild: Metoda)
Kennen sich aus mit Daten: die Gründer Jan Bromberger, Stefan Bures und Robert Schmidtke (Bild: Metoda)

Valide, aktuelle Daten und Informationen gehören zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im globalen Handel. Mit seiner leistungsstarken Datenerhebung macht Metoda die Datenströme des internationalen E-Commerce für Marken und Händler im Tagesgeschäft nutzbar. Die Software bildet die Nachfrage auf den internationalen Amazon-Plattformen ab, liefert Preis-, Produkt- und Trenddaten in Echtzeit und trifft Aussagen zur Marktperformance und zum Wettbewerb. Das Analyse-Tool gibt dem Händler damit wertvolle Rückschlüsse hinsichtlich Sortimentsgestaltung und Preisstrategie an die Hand.

Wettbewerbsvorteil Marktforschung dank Echtzeitdaten

Metodas Smart-Data-Lösungen wie „Market Genius” finden Anwendung in der Steuerung des Tagesgeschäfts. Der E-Commerce- oder Marketingmanager kann aus den aktuellen digitalen Marktdaten ablesen, wie sich verschiedene Aktionen auf die Nachfrage auswirken, wo Probleme bestehen und welche Chancen sich bieten. Die schnelle Verfügbarkeit der Marktinformationen erlaubt sogar die Steuerung laufender Kampagnen. Auch Vermarktungspotenziale und Nachfragetrends werden frühzeitig aufgezeigt.

In Deutschland verhilft Metoda namhaften Marken wie Osram oder Beurer zu mehr Erfolg auf Amazon. Auch Rossmann, Sennheiser, Ratiopharm, Toys’r’us, Notebooksbilliger.de und Babymarkt.de gehören zu Metodas Kunden. Der nächste Entwicklungsschritt steht an: die Internationalisierung. Neben dem europäischen Ausland hat das Startup dabei auch und vor allem den gigantischen US-Markt im Blick.

Sitz: München
Gründung: 2012
Gründer: Stefan Bures, Jan Bromberger, Robert Schmidtke
Mitarbeiter: 50
Investoren: Tengelmann Ventures, High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital
URL: metoda.com


Favendo: Der europäische Marktführer in Location-based Services

Preisalarm: Mit Favendo erhält der Kunde Echtzeit-Infos zu Aktionen und Rabatten (Bild: Favendo)
Preisalarm: Mit Favendo erhält der Kunde Echtzeit-Infos zu Aktionen und Rabatten (Bild: Favendo)

Favendo ist der führende Anbieter für Indoor Location-based Services im Einzelhandel. Das Startup aus Bamberg eröffnet Einzelhändlern umfangreiche Erkenntnisse und Steuerungsansätze für Flächen- und Kostenoptimierung sowie für die Umsatzsteigerung und ersetzt so aufwändige Marktforschung. Der Endnutzer profitiert von einem besseren Service im Geschäft, beispielsweise der präzisen Orientierung im Raum oder der Navigation vom aktuellen Standort zum Produkt. Weitere Anwendungsmöglichkeiten reichen von Location-based Content mit Kampagnensteuerung über POS-Integration, Anbindung an elektronische Preisschilder und die Verknüpfung mit CMS- und CRM-Systemen bis hin zu Machine Learning, Predictive Analytics und umfassenden Analysen von Nutzerverhalten hinsichtlich Orten und Aktivitäten.

Minimalinvasiv und präzise

Mit mehr als 100 Großinstallationen und einer Positionierungspräzision von bis zu zehn Zentimetern ist Favendos Technologie ausgereift und überlegen. Dabei ist die Technologieplattform sensoragnostisch: Favendo arbeitet mit Beacons, Radio-Frequency Identcation (RFID), Near Field Communication (NFC), Ultra-Breitband (UWB) und Visual Light (VLC) – je nachdem, was für den Kunden am sinnvollsten ist. Die Technologieplattform kann über ausgereifte Software Development Kits (SDKs) in mobile Applikationen und über standardisierte APIs in Legacy-Systeme eingebunden werden und ist damit minimalinvasiv – zum Nutzen der Kunden.

Sitz: Bamberg
Gründung: 2014
Gründer: Richard Lemke, Holger Mannweiler
Mitarbeiter: 80
Investoren: Lions Capital, VCDE Venture Capital Partners, Karl-Heinz Flöther
URL: favendo.com


Beaconinside: Mobile Analytics für die Offline-Welt

Mit Beaconinside schaffen Händler den Brückenschlag zwischen online und offline (Bild: Beaconinside)
Mit Beaconinside schaffen Händler den Brückenschlag zwischen online und offline (Bild: Beaconinside)

Heutzutage ist das Einkaufsverhalten ein ewiges Springen zwischen online und offline. Während die einen ein Produkt zunächst online recherchieren, bevor sie es im stationären Handel erwerben, lassen sich die anderen gern vor Ort inspirieren, schließen den Kauf dann aber bequem zu Hause über den Onlineshop ab. Eine detaillierte Einsicht in beide Welten kann Händlern deshalb immense Vorteile bieten. Während es für Online-Daten schon verschiedenste Werkzeuge und Datenplattformen gibt, ist das Offline-Shopping-Verhalten noch immer eine „Blackbox“.

Genau diese Offline-Daten stellt Beaconinside mit der Proximity DMP präzise zur Verfügung. Mit Hilfe der Daten-Management-Plattform wird eine schnelle und einfache App-Integration diverser handelsrelevanter Technologien wie Beacons, Geofencing oder Near Field Communication (NFC) ermöglicht. Über den rein analytischen Ansatz hinaus können die gesammelten Informationen auch eingesetzt werden, um den Kunden direkt vor Ort mit standortbezogenen Push-Nachrichten anzusprechen oder auch erst zu einem späteren Zeitpunkt über andere Kommunikations- und Werbekanäle mit ihm in Kontakt zu treten.

„EINE REALISTISCHE CUSTOMER JOURNEY IST EIN EWIGER KREISLAUF ZWISCHEN ONLINE UND OFFLINE”

Beaconinside geht es nicht nur um die Vervollständigung von Online-Analysen mit Offline-Daten. Das Berliner Startup will vor allem auch an den Übergängen zwischen online und offline Transparenz schaffen und Daten für personalisiertes Targeting zur Verfügung zu stellen. So können Unternehmen analysieren, welcher online oder mobil ausgespielten Werbekampagne – zum Beispiel über Facebook – tatsächlich ein Filialbesuch zuweisbar ist. Komplettiert wird das Angebot der Proximity DMP durch Schnittstellen zu sämtlichen relevanten mobilen und Online-Werbe- und Analytics-Plattformen wie Webtrekk oder Gigya. Auf diese Weise können Händler tatsächlich die komplette Customer Journey abbilden und Einkaufserlebnisse zukunftsorientiert gestalten. Von online zu offline zu online zu offline … so geht Marktforschung heute.

Sitz: Berlin
Gründung: 2014
Gründer: Michael A. Kappler, Cornelius Rabsch
Mitarbeiter: 12
URL: beaconinside.com


Minodes: In-Store Analytics für den stationären Handel

Schlägt mit seinem Technologie-Startup die Brücke zwischen online und offline: Minodes-Gründer Alexander Köth (Bild: Minodes)
Schlägt mit seinem Technologie-Startup die Brücke zwischen online und offline: Minodes-Gründer Alexander Köth (Bild: Minodes)

Betreiber von Onlineshops sind in der Lage, Kundenbedürfnisse genau zu analysieren und darauf schnell und individuell zu reagieren. Genau hier setzt das Berliner Startup Minodes an und unterstützt stationäre Einzelhändler dabei, ihre Kunden datenbasiert besser zu verstehen. Durch die Integration und Auswertung verschiedener Datenquellen bietet Minodes seinen Kunden detaillierte Einblicke in das Verhalten der Konsumenten auf der Ladenfläche und somit entlang der gesamten Offline Customer Journey. Mithilfe der Big Data Insights und darauf aufbauenden innovativen Omnichannel-Retargeting-Kampagnen ermöglicht Minodes die gezielte Optimierung von Einkaufserlebnis, digitaler Werbung und Besuchsloyalität.

Kundenverhalten verstehen, Kundenfrequenz steigern

Ob Fashion Retailer, Lebensmitteleinzelhändler oder Automobilhersteller – Minodes bietet für jede Art von Location eine maßgeschneiderte Lösung. Das Berliner Team um Gründer Alexander Köth konzentriert sich neben Retail Analytics auf das Omnichannel Retargeting: Einzelhändler können mit Minodes Targetad Store Besucher über digitale Kanäle wie Facebook oder Google erneut ansprechen und mit zielgerichteter Werbung bespielen. Damit schlägt Minodes die Brücke von der Offline- in die Online-Welt und von Marktforschung zu Promotion. Das Unternehmen betreut derzeit mehr als 75 nationale und internationale Handelsketten, zu denen Karstadt Sports, der Londoner Camden Market mit über 1000 Shops und die europaweit tätige Schweizer Handelskette Valora gehören. Im Mai 2017 konnte Minodes Telefónica Next als neuen Hauptinvestor gewinnen und seine Position als führender europäischer Retail-Analytics- und Omnichannel-Retargeting-Anbieter weiter stärken.

Sitz: Berlin
Gründung: 2013
Gründer: Alexander Köth
Mitarbeiter: 45
Investoren: Telefónica Next
URL: minodes.com


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