Kurt, beschreibe bitte das Konzept von Target Partners.

Kurt Müller: Target Partners investiert in der Frühphase der Startups und unterstützt sie in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus. Wir sind normalerweise der erste institutionelle Investor und beraten die Jungunternehmen von Anfang an. In der Regel sind wir drei bis sieben Jahre an einem Unternehmen beteiligt. Von kurzfristigen Spekulationen oder Hektik in schwierigen Zeiten halten wir wenig. Wir wollen unsere Beteiligung erst dann verkaufen, wenn das Unternehmen ein großer Erfolg ist.

Gibt es einen inhaltlichen oder regionalen Fokus?

Kurt Müller: Wir fokussieren uns auf Märkte, die bereit sind für Innovationen, radikale Veränderungen und starkes Wachstum. Das sind üblicherweise stark wachsende Technologie-Sektoren wie Mobile Kommunikation, Software, Green IT, E-Commerce und Internet. Wir investieren vorwiegend in junge Technologieunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum.

Welchen Mehrwert bietet Euer Fonds?

Kurt Müller: Target Partners greift auf ein großes Netzwerk in Industrie und Venture-Capital zurück und öffnet Startups Türen zu Kunden, Geschäftspartnern, Führungskräften oder Finanzmärkten. Wir unterstützen Jungunternehmen in der Entwicklungsstrategie und bei der internationalen Expansion.

Wie grenzt Ihr Euch ab? 

Kurt Müller: Target Partners zeichnet unsere langjährige Erfahrung als Unternehmer und Venture-Capitalisten aus. Waldemar Jantz macht seit über 32 Jahren Venture Capital, Berthold von Freyberg seit 20 Jahren, ich seit 18 Jahren und Michael Münnix ist seit sechs Jahren bei uns. Das kommt den Startups zugute, da wir ihnen helfen, Fehler zu vermeiden, und ein großes Netzwerk mitbringen. Wer zu unserer Familie hinzustößt, steht auch in Kontakt mit den weiteren CEOs unserer 26 aktiven Portfolio-Unternehmen.

Welche Startups sollen Euch Businesspläne senden?

Kurt Müller: Wir suchen nach Technologieunternehmen, die Großes vorhaben – die danach streben, ein stark wachsendes Unternehmen aufzubauen. Eine klare Vision, Durchhaltevermögen, Teamgeist und Führungsstärke sind Grundvoraussetzungen für Erfolg.

Wie groß ist Euer Fonds und wie groß sind Eure Tickets? 

Kurt Müller: Unser Fonds ist 300 Millionen Euro groß. Die Gesamtinvestitionsvolumina in Startups belaufen sich in der Regel auf sechs bis acht Millionen Euro.

Beschreibe Euer Team. 

Kurt Müller: Wir bei Target Partners sind langjährig erfolgreiche Unternehmer, Manager und Investoren aus Europa und den USA. Wir haben selbst Unternehmen gegründet oder geführt, selbst Technologieprodukte entwickelt oder verkauft.

Wie viele Unternehmen sind in Eurem Portfolio? 

Kurt Müller: 26

Eure erfolgreichen Exits? 

Kurt Müller: 1-2-3.TV (2016 an Arcus Capital verkauft), Cube Optics (2014 an Huber + Suhner verkauft), Joulex (2013 an Cisco verkauft), Ubitexx GmbH (2011 an Research in Motion (RIM) verkauft), Scoreloop (2011 an Blackberry verkauft), Betty Holding AG (2006 an Swisscom AG verkauft), Gate5 AG (2006 an Nokia verkauft), Nawotec (2005 an Carl Zeiss AG verkauft), NXN Software (2004 an Avid Technology, Inc. verkauft), Wlan AG (2003 an die Swisscom AG verkauft).

TARGET PARTNERS

Kardinal-Faulhaber-Straße 10
80333 München
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4 Kommentare auf "Target Partners: „Von kurzfristigen Spekulationen halten wir wenig“"

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[…] Die Reihe Startup-Fonds im Kurzporträt stellt relevante Investoren vor. Diesmal erklärt Mitgründer Kurt Müller die Strategie von Target Partners Der Beitrag Target Partners: „Von kurzfristigen Spekulationen halten wir wenig“ erschien zuerst auf BerlinValley. Jetzt lesen […]

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[…] von Freyberg: Target Partners investiert in Technologie-Startups. In E-Commerce, beziehungsweise allgemein in […]

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[…] das Ziel? Denn das Berliner Startup ist bereits durch eine Seed-Finanzierungsrunde im Vorjahr von Target Partners und verschiedenen Business Angels mit zwei Millionen Euro ausgestattet. Hinter der Kampagne steckt […]

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[…] Jantz hat über 30 Jahre Erfahrung im Venture-Capital-Geschäft in Deutschland und den USA. Gemeinsam mit seinen Partnern Berthold von Freyberg, Kurt Müller und Michael Münnix finanziert er junge Tech-Startups mit B2B-Fokus in der Frühphase und unterstützt sie beim […]