Klaus, beschreibe bitte das Konzept von Peppermint Venture Partners (PVP).

Klaus Stöckemann: PVP wurde 2009 als private Venture-Capital-Gesellschaft von Joachim Rautter, Ingeborg Neumann und Klaus Stöckemann gegründet. Ziel war es dabei, in junge Unternehmen zu investieren, die innovative Lösungen für bestehende medizinische Probleme entwickeln und in den Markt einführen wollen. Dabei sollten die Firmen bereits über einen ersten Proof-of-concept für ihr Produkt oder Geschäftsmodell verfügen. Unser Sweet Spot ist ein möglichst frühes Engagement im Rahmen von A-Runden. Über unsere Kooperation mit der Charité haben wir einen exzellenten Zugang zu einem einzigartigen Netzwerk an Ärzten und Meinungsbildern und sehen gleichzeitig viele interessante Ausgründungsprojekte.

Gibt es einen inhaltlichen oder regionalen Fokus?

Klaus Stöckemann: Uns interessieren besonders Innovationen entlang der individuellen Gesundheitsentwicklung von der Prävention bis zur Reha, die sich an der Schnittstelle von Medizintechnik, Sensorik und Digital Health befinden. Solche Anwendungen im Bereich chronischer Erkrankungen sind auch bereits in unserem aktuellen Portfolio reflektiert. Regional sind wir frei zu investieren, unsere aktuelles Portfolio befindet sich überwiegend in Deutschland. Davon haben auch drei Firmen ihren Sitz in Berlin.

Welchen Mehrwert bietet Euer Fonds?

Klaus Stöckemann: Wir sind mit allen relevanten Stakeholdern im Gesundheitssystem, aber auch Strategen sehr gut vernetzt: Insbesondere der Kontakt zu Kliniken ist sehr ausgeprägt. Wir verfügen ebenso über gute Kontakte zu Krankenkassen und unsere Firmen haben es teils geschafft, ihre Produkte in die Erstattung zu bekommen. Wir öffnen unseren Firmen diese Kontakte und bringen Sie mit all den Stakeholdern zusammen. Darüber hinaus sind wir international in der VC-Szene stark vernetzt.

Wie grenzt Ihr Euch ab? 

Klaus Stöckemann: Durch unsere mehr als 17-jährige Erfahrung im VC-, aber auch Gesundheitsbereich können wir diese Erfahrungen mit den Gründern teilen. Auch der gute Zugang zu Stakeholdern und das tiefe Verständnis vom Gesundheitsmarkt helfen uns bei der Portfolioentwicklung. Darüber hinaus haben wir ein interdisziplinäres Beraternetzwerk aus den verschiedensten Bereichen von Diagnostik über IT/Mobil-Applikationen hin bis zu Top-Experten aus der interventionellen Kardiologie oder Augenheilkunde.

Welche Startups sollen Euch Businesspläne senden?

Klaus Stöckemann: Alle, die an wirklichen Lösungen für Probleme im Gesundheitswesen arbeiten. Vor allem aber suchen wir Unternehmer, die wie wir das Risiko nicht scheuen, disruptive Ansätze zu versuchen, das Gesundheitswesen zu verändern und weiter zu digitalisieren.

Wie groß ist Euer Fonds und wie groß sind Eure Tickets? 

Klaus Stöckemann: Wir managen zurzeit ein Volumen von circa 50 Millionen Euro. Wir investieren aus dem aktuellen Fonds bis zu maximal drei Millionen Euro pro Firma. Durch eine aktive Syndizierung ist es aber möglich Finanzierungsrunden von mehr als zehn Millionen Euro darzustellen. Zurzeit legen wir unseren nächsten Fonds „PVP II“ auf, der weiterhin einen Fokus auf die Schnittstelle zwischen Medizintechnik beziehungsweise Healthtech und Digital Health haben wird.

Beschreibe Euer Team. 

Klaus Stöckemann: Wir sind ein Team von sieben Personen, bestehend aus Investment Professionals sowie Controller und Assistenz. Ich selbst bin seit 17 Jahren im VC-Geschäft, habe zahlreiche Firmen an die Börse gebracht oder verkauft. Und wie mein Kollege Joachim Rautter brenne ich für Innovationen im Gesundheitswesen. Darüber hinaus haben wir als Team alle Erfahrung im Umgang mit Gründern und Startups sowie dem Gesundheitswesen.

Wie viele Unternehmen sind in Eurem Portfolio? 

Klaus Stöckemann: Im aktuellen Fonds befinden sich zurzeit acht Unternehmen: Emperra, Implandata, Caterna Vision, Labfolder, Cevec, Cryotherapeutics sowie Miracor. Dies repräsentiert ein breites Spektrum von Unternehmen mit digitalem Geschäftsmodell sowie klassische Medizintechnik Firmen.

Eure erfolgreichen Exits? 

Klaus Stöckemann: Wir sind seit 17 Jahren im VC-Geschäft tätig und hatten zahlreiche, beispielsweise Amaxa, Epigenomics und Jerini. Aus dem aktuellen Fonds „Vintage 2011“ haben wir noch keine Exits, jedoch erwarten wir hier die ersten Exits in den nächsten 18 Monaten.

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