Martin, beschreibe bitte das Konzept von Munich Venture Partners.

Martin Kröner: Munich Venture Partners ist ein klassischer Technologie-VC. Unser Fokus liegt dabei auf Series-A-Investments. Selektiv sind wir auch als Investor im Seed- und Series-B-Bereich aktiv.

Gibt es einen inhaltlichen oder regionalen Fokus?

Martin Kröner: Wir sehen uns als europäischen Fonds. Momentan halten wir im Wesentlichen Anteile an Firmen in unserem direkten Umfeld in München sowie Deutschland und haben darüber hinaus in einige europäische Beteiligungen investiert. Wir sind an Firmen mit intelligenten Hard- und Software-Kombinationen oder neuartigen Softwarelösungen interessiert, die das Potenzial mitbringen, bestehende Wertschöpfungsketten grundlegend zu ändern. Das nennen wir bei MVP Transformative Technologies. Zu den Sektoren, aus denen diese Technologien kommen können, zählen unter anderem AI, AR/VR, IoT, Blockchain, Mobility, Energy, Advanced Materials oder Robotics. Beispiele aus unserem derzeitigen Portfolio sind hierfür Sonnen im Energie-Sektor, Relayr für das IoT und Luxexcel bei 3D-Druck für Brillengläser.

Welchen Mehrwert bietet Euer Fonds?

Martin Kröner: Mit finanzieller Unterstützung, Wissen und unseren belastbaren Branchenkontakten ermöglichen wir den Gründern eine schnelle Entwicklung, damit aus jungen Startups schnell wachsende Unternehmen entstehen. Unsere enge Vernetzung in der Szene zeigt sich sowohl in den starken Partnerschaften mit Strategen wie Cisco, GE Ventures oder Envision, als auch in unserer guten Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen VCs wie Btov, Capnamic, Kleiner Perkins, ETF und Set Ventures. Außerdem unterstützen wir die Portfoliofirmen mit zahlreichen Kontakten in die Politik, insbesondere auf EU Ebene.

Wie grenzt Ihr Euch ab? 

Martin Kröner: Wir sind Dienstleister für unsere Startups und bringen neben einer langjährigen Erfahrung im Investmentbereich auch Industrie- und Gründererfahrung mit. Durch unseren fundierten Hintergrund aus verschiedenen Branchen – zum Beispiel Informatik, Ingenieurwesen, Physik, Unternehmertum und Finanzwesen – können wir uns gut in die Aufgabenstellungen der Startups hineindenken. Damit sind wir für die Gründer wertvolle Sparringspartner auf ihrem Weg zum Erfolg.

Welche Startups sollen Euch Businesspläne senden?

Martin Kröner: Wir suchen nach Startups, die ein stabiles unternehmerisches Team mitbringen, gute Technologen an Bord haben, durch operative Exzellenz überzeugen und ein schnell skalierbares Geschäftsmodel vorlegen können. All das natürlich mit dem inhaltlichen Fokus auf Transformative Technologies.

Wie groß ist Euer Fonds und wie groß sind Eure Tickets? 

Martin Kröner: Unser aktueller Fonds hat 130 Millionen Euro. Die Ticketgröße liegt bei einem Erstinvestment zwischen einer Million und fünf Millionen Euro. Dies kann durch Folgeinvestments auf bis zu 15 Millionen anwachsen.

Beschreibe Euer Team. 

Martin Kröner: Wir sind ein kleines Team und jeder Einzelne ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Mit flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen sind wir immer schnell handlungsfähig und flexibel.

Wie viele Unternehmen sind in Eurem Portfolio? 

Martin Kröner: Derzeit befinden sich zwölf Unternehmen in unserem Portfolio: Asgoodasnew Electronics, Cobi, Greencom Networks, Electrochaea, Fahrenheit, Kebony, Luxexcel, Novihum Technologies, Prolupin, Relayr, Silicon Line und Sonnen.

Eure erfolgreichen Exits? 

Martin Kröner: Right Hemisphere, Communology und Proximetry.

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