Beschreibe bitte das Konzept Eures Fonds.

Blueyard will Gründer unterstützen, die Märkte, Fähigkeiten und Daten demokratisieren – keine Weiterentwicklungen, sondern fundamental neue Ansätze und Technologien, die globalen Netzwerk- oder Plattform-Charakter haben. Unser Schwerpunkt liegt auf Europa, wir investieren aber auch selektiv in den USA. Blueyard ist auf Seed und Series A fokussiert; wir investieren von 500.000 bis fünf Millionen Dollar als erstes Investment, investieren dann aber gegebenenfalls noch weiter in zukünftige Runden. Es gibt wahrscheinlich drei Aspekte die uns abgrenzen: (i) der Thesen getriebene Ansatz, (ii) Gründer arbeiten immer mit Jason und mir zusammen als Team, (iii) unser sehr starkes US-Netzwerk.

Welche Unternehmen sollen Euch Businesspläne senden?

Alle, die zu unseren oben genannten Thesen und zu unserem Fokus passen. Am besten aber keine Businesspläne schicken. Wir beschäftigen uns sehr gerne mit Alpha- und Beta-Versionen von Produkten. Am wichtigsten sind uns die Dialoge mit Gründern; weniger Präsentationen und Spreadsheets. Die spannendste Frage für uns ist immer: What if it works? Wir können uns für große Risiken viel mehr begeistern als für angeblich sichere Sachen.

Welchen Mehrwert bietet Ihr?

Wir haben ein sehr großes, globales und dichtes Netzwerk um unsere Thesen herum – da können wir sehr effektiv helfen und auch einfach bessere Board Member sein. Weiterhin haben wir ein ungewöhnlich starkes Netzwerk in den USA. Nicht nur kommen fast alle Blueyard-Investoren von dort, wir haben auch einen persönlichen Track Record in der Zusammenarbeit mit US-Fonds wie USV, Sequoia, Thrive, Redpoint, SV Angel und anderen. Zudem sind wir bei den großen Firmen wie Google, Microsoft oder Amazon gut verdrahtet, sodass wir im Business Development besser helfen können. Historisch gesehen ziehen 40 Prozent unserer Investments in die USA, weitere 30 Prozent haben eine signifikante Präsenz dort.

Wie groß ist Euer Fonds?

120 Millionen Dollar. Wir haben seit Januar vier Investments gemacht: Deepstream in Berlin, eins in Palo Alto, eins in Bratislava und eins in Stockholm. Sechs bis zehn neue Investments pro Jahr sind ein guter Richtwert.

Antworten von Ciarán O’Leary

Zuerst erschienen in Berlin Valley 07/2016

Alle Ausgaben zum kostenlosen Download.

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