Figo startete 2012 als Banking-App, die sich an Endkunden richtete. Ziel war es, dem Nutzer ein finanzielles Zuhause zu geben und die Bank als Frontend zu ersetzen. Doch 2013 gab es Probleme, die App über den App Store von Apple anzubieten, was beinahe das Ende des jungen Unternehmens zur Folge hatte.

Ein B2B-Angebot war zwar schon länger Teil der Figo-Idee gewesen. Allerdings haben wir uns zu Beginn auf den B2C-Case fokussiert. Daher war es keine totale Überraschung, als der Pivot im Gesellschafterkreis besprochen wurde.

Dennoch war es ein schmerzhafter und harter Prozess für das gesamte Team. Mit dem Zuspruch der richtigen Menschen um uns herum, ist es uns aber gelungen. Kunden und Lieferanten haben wir sehr klar und offen über die Situation in Kenntnis gesetzt und hatten das Glück, dass diese uns zum großen Teil treu geblieben sind.

Ende 2013 begann der Fintech-Boom. Immer mehr Unternehmen identifizierten ein Problem im Finanzwesen, dessen Lösung sie in modernen und benutzerfreundlichen Anwendungen sahen.

Funktionsweise von Figo: Banking-as-a-Service ermöglicht die Integration von Finanzquellen
Funktionsweise von Figo: Banking-as-a-Service ermöglicht die Integration von Finanzquellen

Die Schnittstelle zum Erfolg

Genau an der Stelle kommt Figos API ins Spiel, die im Rahmen der App-Entwicklung ohnehin schon für Figo selbst das Mittel zum Zweck war. Der Bedarf, Finanzquellen innerhalb kürzester Zeit in eigene Services zu integrieren, war so groß, dass sich daraus die jetzige Geschäftsidee entwickelte.

Figo ist der erste Banking-Service-Provider Europas und ermöglicht Dritten innovative Services mit Banking-Funktionen. Durch die Integration der Figo-Banking-API können diese ihre Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen an derzeit mehr als 3100 Finanz- quellen anbinden.

Figo schlägt mit der Banking-as-a-Service-Plattform die Brücke zwischen modernen Diensten seiner Kunden und mehr als 55 Millionen Online-Banking-Konten in Deutschland und Österreich. Neben Fintechs nutzen auch Banken und Großunternehmen die Lösung. Figo hat heute 31 Mitarbeiter, und 700 Entwickler arbeiten derzeit mit der API.

Zuerst erschienen in Berlin Valley 08-09/2016. Mehr zum Thema Pivot erklären wir hier.

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3 Kommentare auf "CEO von Figo: „Es war ein schmerzhafter Prozess für das gesamte Team“"

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