Spacebase übernimmt Eventsofa, das Kölner Blockchain-Startup Ubirch erhält ein Millioneninvestment, die Angst vor Cyberkriminalität wächst und Salesforce hat das Startup MapAnything gekauft – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Österreich startet im Dezember mit Gesichtserkennung

Es klingt nach „Dark Future“, China oder Überwachungsstaat… so oder so klingt es ein bisschen unheimlich, was sich in unserem Nachbarland tut: Das österreichische Bundeskriminalamt hat eine Software zur biometrischen Gesichtsfeldanalyse gekauft. Diese soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen und bei schweren Straftaten als neue Beweismethode zum Einsatz kommen. Von „Public Shaming“ –Sanktionen nach chinesischem Vorbild hat man sich aber bereits distanziert: “Dafür gibt es gar keine gesetzliche Grundlage.“ futurezone.at

EU-Parlament: Terrorinhalte müssen binnen 60 Minuten gelöscht werden

Das EU-Parlament hat am Mittwoch den Entwurf für eine Verordnung zu Terrorinhalten im Internet verabschiedet. Dieser sieht vor, dass Online-Plattformen terroristische Inhalte innerhalb von einer Stunde nach Benachrichtigung durch Interpol oder nationale Strafverfolgungsbehörden löschen müssen. Der Entwurf war umstritten, die Abstimmung knapp, inbesondere hinsichtlich der Frist von 60 Minuten: 300 Abgeordnete stimmten dafür, 297 dagegen. heise.de und spiegel.de

Nach Oster-Anschlägen: Sri Lanka blockiert Social Media

Nach den Anschlägen in Sri Lanka am Ostersonntag, bei denen über 300 Menschen getötet wurden, blockierte die Regierung den Zugang zu Social Media. Zahlreiche namhafte Tech-Journalisten begrüßten das Vorgehen; vor allem im Hinblick darauf, dass dies ein weiterer Beweis für das Versagen von Facebook sei, die Verbreitung von Fehlinformationen und Hassreden stoppen zu können. Doch einige Analysten und Bürgerrechtler befürchten, dass durch solch eine Vorgehensweise mehr Schaden als Nutzen angerichtet werde. In Notfällen seien Social Media Plattformen und Messaging Apps oft die einzige Möglichkeit, um Familienangehörige zu erreichen und wichtige Informationen zu kommunizieren. Es bestehe kein Zweifel daran, dass Facebook dazu beitrage, Gewalt in Ländern wie Sri Lanka anzuheizen, aber der Grund dafür liege in der Geschichte des Landes. wired.com

Berliner Startup will auf den Mond

Das Berliner Startup PTScientists wird demnächst mit dem Bau einer Raumfähre beginnen, die 2020 mit einer Falcon-9-Rakete ins All geschossen werden soll. Ursprünglich sollte einer der „Quattro Rover“ des Space-Startups bereits im Rahmen des von Google ausgelobten „Lunar X Prize“ längst auf dem Mond herumfahren. Doch nach dem Fehlstart von Falcon-9 im Jahr 2016 wurde der Wettbewerb abgeblasen. SpaceX machte jedoch mit anderen Partnern weiter, darunter Audi, Nokia und Vodafone. gruenderszene.de

Angst vor Cyber-Kriminalität steigt

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom empfinden 89 Prozent der befragten Internetnutzer Cyber-Kriminalität als Bedrohung. Das sind vier Prozent mehr als noch im Vorjahr. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht merken würden, wenn ihr Computer oder Smartphone ausspioniert würde. welt.de und turi2.de

 

Investments & Exits

Salesforce übernimmt US-Startup

Das Startup MapAnything bietet standortbezogene Intelligence-Software und -Services und läuft auf Salesforce-Basis. Nun hat der US-Konzern das Unternehmen zu einem unbekannten Preis übernommen. Salesforce will offenbar mit dem Know-how seine Cloud-Dienste um standortbezogene Dienste erweitern. techcrunch.com und internetworld.com

Millionen-Investment für Industrie-Marktplatz Laserhub

Das Stuttgarter Startup Laserhub hilft Maschinenbauern, effizienter an Bauteile zu kommen und verarbeitet Aufträge für die Blechbearbeitung. Jetzt hat das Mitte 2017 gegründete Unternehmen eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zu den Bestandsinvestoren (u.a. Point Nine Capital) gesellt sich der Berliner Investor Project A. Laut Wirtschaftswoche handelt es sich insgesamt um einen mittleren siebenstelligen Betrag. wiwo.de

Spacebase übernimmt Eventsofa

Nach sieben Jahren Aufbauarbeit hat die Berliner Gründerin Stefanie Jarantowski ihre Event-Location-Plattform Eventsofa an das Thüringer Unternehmen Spacebase verkauft. Nach Angaben von Gründerszene hat die Gründerin dafür Anteile an Spacebase erhalten. Die exakten Zahlen des Deals sind unbekannt. Jarantowski soll in Zukunft den Vertrieb von Spacebase leiten. Neben ihr wechselten vier der ingesamt zehn Eventsofa-Mitarbeiter zu Spacebase. gruenderszene.de

Softbank investiert 1 Milliarde in Wirecard

Mit einer Milliarde Dollar steigt der japanischen Softbank-Konzern als Aktionär bei Wirecard ein. Der mehrfach in die Kritik geratene Zahlungsabwickler Wirecard sichert sich mit dem Deal gleichzeitig einen leichteren Zugang zu den Märkten in Asien. Der japanische Tech-Investor sagte Wirecard bereits Unterstützung beim Markteintritt in Japan und Südkorea zu. Laut FAZ legte der Aktienkurs von Wirecard Zwischenzeitlich um 10 Prozent zu. faz.net und bloomberg.com

Millioneninvestment für Kölner Blockchain-Startup

In einer zweiten Finanzierungsrunde hat das Kölner Blockchain-Startup Ubirch Wachstumskapital in siebenstelliger Höhe erhalten. Ubirch setzt mit dem Aufbau eines Angebots einer IoT-Sicherheitslösung auf die „Blockchain for Things“, wobei die Blockchain die Vertrauenswürdigkeit von IoT-Daten garantieren soll. An der Finanzierungsrunde beteiligt sind der bestehende Gesellschafter SchneiderGolling & Cie. AG, BAUWENS digital GmbH und ProInvest Ubirch GbR. Pressemitteilung

 

International

Pinterest ist an der Börse gestartet

Die visuelle Suchmaschine Pinterest hat vor ihrem Börsengang am Donnerstag an der New York Stock Exchange 75 Millionen Aktien zum Preis von jeweils 19 Dollar ausgegeben und lag damit über der angepeilten Preisspanne von 15 bis 17 Dollar. Der Erlös des IPO lag bei 1,43 Milliarden Dollar, die Bewertung des Unternehmens bei etwa 12,7 Milliarden Dollar. Der Börsengang des 2010 gegründeten Unternehmens zählt zu den bislang größten des Jahres. Pinterest schreibt allerdings genau wie der kürzlich der Börse gestartete Fahrtenvermittler Lyft rote Zahlen. reuters.com und heise.de

KI-Fehler: 18-Jähriger verklagt Apple nach unrechtmäßiger Verhaftung

Aufgrund einer KI-basierten Sicherheitsvideo-Auswertung wurde der New Yorker Student Ousmane Bah wegen mehrfachen Diebstahls von Apple-Produkten verhaftet. Die Gesichtserkennungssoftware identifizierte den 18-Jährigen mehrfach als Dieb in verschiedenen Apple-Stores in New Jersey, Delaware, New York City und Boston. Allerdings war der Student überhaupt nicht vor Ort gewesen. Nach bereits vorgenommener Verhaftung räumte ein Polizist ein, dass Bah dem Verdächtigen überhaupt nicht ähnlich sehe. Problematisch sei auch, so hieß es in der Klage, dass Kunden zum einen nicht wissen, dass Apple seine Gesichtserkennungstechnologie für sein Sicherheitssystem nutzt, vor allem in Verbindung mit der Face ID der neueren iPhone- und iPad-Modelle. Apple bezog bisher nicht Stellung. businessinsder.de

Facebook erwartet 3-5 Milliarden Bußgeld

Die Federal Trade Commission macht ernst. Im Zuge der Untersuchung hinsichtlich der Datenschutzverletzungen im Fall Cambridge wird der Social-Media-Gigant zu einer Geldstrafe in Höhe von 3 bis 5 Milliarden Dollar verdonnert.  Noch nie belangte die FTC ein Technologieunternehmen mit einer höheren Strafe. Doch so rekordverdächtig diese Summe auch ist, sie macht maximal ein Drittel des Quartals-Umsatzes von Facebook aus – und wurde bereits zur Seit gelegt, wie das Unternehmen bei der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse verlauten ließ. Zusätzlich zu Cambridge Analytica wird Facebook noch für eine Reihe weiterer Datenschutzskandale belangt. Aktuell werden von der SEC, dem Bundeskriminalamt und europäischen Regulierungsbehörden Untersuchungen vorgenommen. mashable.com, gizmodo.com und theverge.com

Twitter sperrt 5000 pro-Trump Konten

Twitter hat über 5.000 Konten gesperrt, die offensichtlich zu Manipulationszwecken genutzt wurden. Dazu wurde der Bericht von Sonderberater Robert Müller zur Russlandaffäre von US-Präsident Donald Trump als “RussiaGate Hoax” angeprangert. Aufgefallen waren die Konten deshalb, weil sie nur drei bis viermal gepostet hatten und Tweets von der Fakenewssite @TheGlobus retweetet hatten. Aktuell findet eine Untersuchung des Netzwerks statt. arstechnica.com

Tesla verliert, Microsoft gewinnt

Tesla fuhr im ersten Quartal 702 Millionen Dollar Minus ein. Entgegen der früheren Einschätzung von Elon Musk, erwartet das Unternehmen auch im zweiten Quartal keinen Profit. Microsoft dagegen übertraf mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen. Mit einem Umsatz in Höhe von 30,6 Milliarden Dollar konnte das Unternehmen ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnen – und einen Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,14 Dollar. Das gute Ergebnis wird vor allem Azure zugeschrieben. techcrunch.com und theverge.com

Airbnb will eigenes TV-Studio bauen

Der Wohnungsvermittler Airbnb plant laut Reuters den Aufbau eines eigenen TV-Studios zur Produktion von Kurzfilmen, Dokumentationen und Shows. Damit sollen Reisen und somit die eigene Plattform gefördert werden. „It’s not just limited to video. It could be audible. It could be physical. The more we put content out there, the more you’re going to bring people to the platform.”, kommentiert Chris Lehane, der leitende Manager für Politik und Kommunikation bei Airbnb. theverge.com und reuters.com

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