Jeder zweite in Europa produzierte Mikrochip kommt aus Sachsen. Infineon, Globalfoundries und inzwischen auch Bosch sind hier mit riesigen Fabriken vertreten – investieren Milliarden. „Sachsen ist europäische Spitze – doch nur wenige wissen es“, erklärt Michael Kaiser, Geschäftsführer der Dresdner Smart Systems Hub GmbH. Das leistungsstarke Cluster zieht dennoch an.

Software, Hardware und Konnektivität arbeiten gemeinsam

Im Umfeld der Halbleiterindustrie siedelten sich Zulieferer an oder gründeten sich Technologieunternehmen. Inzwischen ist Sachsen der wohl kompletteste Standort Deutschlands, biete vom Material über Mikrochips, Bauteile und Softwarelösungen bis hin zu Geräten, Maschinen und Systemen die ganze Wertschöpfungskette.

Längst geht es hier nicht mehr nur um entweder Software, Hardware oder Konnektivität. Gemeinsam, lautet die Devise. Hochschulen, Universitäten, Forschungsinstitute, Unternehmen und Behörden ziehen an einem Strang. Das beste Beispiel ist der Dresdner Smart Systems Hub als Teil der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). 

Der goldene Reiter: Die Statue von August dem Starken auf dem Neustädter Markt. Foto: Unsplash
Der goldene Reiter: Die Statue von August dem Starken auf dem Neustädter Markt. Foto: Unsplash

Smart Systems Hub: alle Player und Technologien verbinden

Der wachsende Technologieleuchtturm spielt die Themen der Gegenwart und nahen Zukunft. Industrie 4.0 ist hier nur ein Begriff von vielen. Fernwartung, individualisierte Massenproduktion, Automatisierung – all das entsteht vor Ort und wird die Art und Weise wie Menschen leben und arbeiten verändern.

„Smart ist das Stichwort dieser Tage“

Der „Smart Systems Hub – Enabling IoT“ ist damit schon heute Wegbereiter in die Zukunft. Das IoT, also das Internet of Things, ist schließlich die heranrollende Technologiewelle. Smart ist das Stichwort dieser Tage. Alles soll miteinander interagieren, das Leben leichter machen. Ob Küchengerät, Auto, Eigenheim, Behörde oder ganze Stadt – um all das kommunizieren zu lassen, sind modernste Soft- und Hardware aber auch 5G Mobilfunk und Breitband gefragt.

Hierzu bedarf es der Entwicklung eines interoperablen IoT-Systems, einer IoT-Plattform, eines IoT-Ökosystems der nächsten Generation. Diese Vision treibt den Dresdner Smart Systems Hub voran.

Sachsen braucht mehr Startups und Innovationen

Etablierte Akteure, wie z.B. die Smart Systems Hub-Partner SAP, T-Systems, Infineon oder Globalfoundries, wollen genauso das liefern, ebenso wie junge Platzhirsche oder sogar Einhörner. Startups, wie Wandelbots, eine Ausgründung der TU Dresden zum Beispiel. Durch die Kombination von Hardware, Software und Konnektivität revolutioniert das junge Unternehmen derzeit die Programmierung von Industrierobotern, sammelt jüngst erst 6 Mio. Euro Venture Capital ein.

Und genau hier kommt wieder der Smart Systems Hub ins Spiel, will Innovationen erleichtern, Player zusammenbringen, Märkte erschließen und Bauteile sowie Lösungen an einem Ort sichtbar machen. Ein One-Stop-Shop ist geplant, der unabhängig von Firmengröße und -alter Stärken vereint. Nicht nur der Hub, sondern der gesamte Standort soll so weiter wachsen. Es ist Zukunftsmusik, die allmählich lauter wird.   

Michael Kaiser, Geschäftsführer Smart Systems Hub Dresden. Foto: Smart Systems Hub

Michael Kaiser, Geschäftsführer des Smart Systems Hub Dresden: „Sachsen ist europäische Spitze – doch nur wenige wissen es.“ Foto: Smart Systems Hub

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