Slack ist aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit sowie der praktischen Organisation in Teams, Channels und Direktnachrichten in vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Dabei gibt es inzwischen einige gute Alternativen, die sogar mehr leisten als Slack. Wir haben uns fünf Alternativen angeschaut.

Cisco Spark

Eigentlich ist Cisco vor allem für Telekommunikations-Lösungen wie Telefone und Konferenzsysteme bekannt. Die fortschreitende Digitalisierung hat aber auch den Pionier veranlasst, sein Angebot für das digitale Office zu erweitern. Spark fasst Meetings, Nachrichten und Anrufe zusammen. Wie in Slack sehen Nutzer in verschiedenen Teams, denen sie angehören, untergeordnete Themenstränge, die sogenannten „Räume“. Werden Kollegen mit dem @-Zeichen adressiert, erscheinen jene Nachrichten auch unter , „Erwähnungen“. Besonders wichtige Nachrichten können aber auch als solche gekennzeichnet werden, damit diese in der Kategorie „Flags“ erscheinen. Im Direktchat oder in den „Räumen“ tauschen sich die Teammitglieder stets Ende-zu-Ende-verschlüsselt über Projekte aus – per Chat, Datei-Uploads oder auch von Angesicht zu Angesicht mit Videotelefonie. Andere Anwendungen wie Trello, Zendesk oder IFTTT können zudem integriert werden. Größter Vorteil gegenüber Slack und Co.: Auch fremde Personen können zu einem Raum eingeladen werden, ohne sie zu einem Teammitgliede machen zu müssen. Außerdem ist Spark zu Webex-Meetings kompatibel.

Die App für Android, iOS und Windows Mobile ist kostenlos. Für Premium-Features wie zugangsbeschränkte Räume oder die Outlook-Integration verlangt Cisco umgerechnet knapp elf Euro pro Nutzer und Monat.

Microsoft Teams

Das Komplett-Paket Office 365 mit Office-Apps und E-Mail-Dienst hat Microsoft auch für Business-Anwender in den vergangenen Jahren langsam aber beständig mit neuen Features erweitert. Die jüngste Entwicklung der Office-Suite heißt Microsoft Teams und ist ähnlich aufgebaut wie Slack. In unterschiedlichen Teams können Anwender verschiedene Kanäle anlegen. Diese gruppiert Microsoft wiederum in die Bereiche Unterhaltung mit Chat und VoIP-Funktion, Dateien, Notizen, Kalender sowie weiteren Apps, die mit wenigen Klicks erstellt werden können. Größter Vorteil von Teams gegenüber Slack ist die Verzahnung mit anderen Microsoft-Diensten wie Office, Onenote oder Sharepoint. Auch andere Dienste sind mit Teams kompatibel.

Teams erfordert Office 365 Business Essentials ab 4,20 Euro monatlich oder Business Premium, für das Microsoft ab 10,50 Euro pro Benutzer und Monat verlangt.

Mural

Bei unseren Bürobesuchen stoßen wir häufig auf riesige Whiteboards mit bunten Notizzetteln. Ähnlich funktioniert Mural, jedoch vollständig digital. Statt per Chat losgelöst vom Projekt zu sprechen, findet die Unterhaltung so direkt am Whiteboard statt. Neben geschrieben Notizen können auch Office-Dateien oder Webseiten-Links visuell ansprechend platziert werden. Die eigentliche Stärke liegt aber in der Zusammenarbeit: Ähnlich wie in Google Docs sind mehrere Mitarbeiter gleichzeitig in der Lage, die verschiedenen Objekte zu verschieben. Ein Voting-System erlaubt zudem das Finden der von der Mehrheit präferierten Lösung.

Die Business-Variante für fünf Mitarbeiter ist für 750 US-Dollar pro Jahr erhältlich. Für größere Teams und ganze Unternehmen stehen noch weitere Pakete mit mehr Funktionen bereit.

Wimi

Ähnlich der Oberfläche in Microsoft Teams bietet auch Wimi einen einheitlichen Arbeitsbereich für Dokumente, Aufgaben, Kalender und Diskussionen. Im Gegensatz zu Teams ist in Wimi aber keine Anpassung möglich – der Arbeitsbereich sieht immer gleich aus. Was man kennt, damit kann man arbeiten, so die Theorie. Jeder Arbeitsbereich steht für ein Projekt oder eine Tätigkeit, innerhalb der Bereiche gibt es wiederum Nachrichtenkanäle für Teams und Projekte, die neben Texten auch Dateien enthalten können. Praktisch: Gäste, beispielsweise Kunden, kann kostenloser Zugriff gewährt werden.

Die Grundversion ist kostenlos, bei größeren Teams berechnen die Entwickler pro Benutzer zwischen 8 und 15 Euro monatlich.

Twproject

Im Vergleich zum One-Hit-Wonder Slack wirkt Twproject fast überfrachtet. Das liegt aber nur daran, dass die Anwendung versucht, die gesamte Projektorganisation abzudecken. Pläne und Prioritäten werden nach dem Wasserfall- oder agile Modell, als Gantt-Grafik oder mit nach Prioritäten geordneten To-do-Listen angelegt. Beim Dashboard als zentrale Übersicht liegt der Fokus auf offenen Aufgaben. Damit alle auf dem aktuellen Stand sind, verschickt Twproject für relevante Projekte Mitteilungen. Auf einem schwarzes Brett ist Platz für geteilte Notizen sowie eine Funktion, um Inhalte mit Kunden und Projektpartnern zu teilen.

Twproject ist ab 3,99 Euro monatlich pro Anwender erhältlich. Hinzu kommt eine eine Gebühr für den Serverbetrieb zwischen 20 Euro und 140 Euro monatlich.

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