Zalando präsentiert gute Zahlen und eine eigene Beauty-Linie, Skoove erhält eine Millionenfinanzierung, die EU-Urheberrechtsreform nimmt die letzte Hürde und Klarna launcht die Klarna Card – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Zalando mit guten Zahlen und eigener Beauty-Linie

Europas größter Modehändler überraschte am Dienstag mit positiven Quartalszahlen: Der bereinigte Gewinn für Q1 beläuft sich nach vorläufigen Schätzungen auf einen einstelligen Millionenbetrag – Investoren hatten zuvor mit einem Minus von zehn Millionen Euro gerechnet. Zudem hat der Berliner E-Commerce-Händler eine Werbekampagne für seine erste eigene Beauty-Linie gelauncht. Mit dem Slogan „Entfalte deine Schönheit” setzt Zalando dabei einen ähnlichen Fokus wie Marktführer Douglas mit seinem Motto „Do it for you”. horizont.net via turi2.de und t3n.de

EU-Urheberrechtsreform nimmt letzte Hürde

Der EU-Ministerrat hat am Montag der umstrittenen Urheberrechtsreform zugestimmt. 19 Länder – darunter Deutschland – stimmten dafür, sechs dagegen, drei enthielten sich. Die Staaten müssen die beschlossenen Inhalte nun innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht überführen. Die Bundesregierung hatte noch im Koalitionsvertrag den Einsatz von Uploadfiltern abgelehnt, der Richtlinie zugestimmt haben die Abgeordneten dennoch. Von der Reform profitieren werden insbesondere Verlage und Verwertungsgesellschaften, weniger die Urheber selbst. sueddeutsche.de

Klarna Card startet in Deutschland

Kunden des schwedischen Zahlungsanbieters Klarna können künftig auch in Geschäften mit einer Karte zahlen. Die Klarna Card kann an allen Terminals genutzt werden, die für Visa-Kreditkarten offen sind. Geld abheben lässt sich allerdings nicht. Dafür können die Kunden ihre Käufe auch im Geschäft in Ratenkäufe umwandeln oder erst später bezahlen. Kontaktloses Bezahlen ist ebenfalls möglich. golem.de

Neuer Ärger für N26

Laut Recherchen der Süddetuschen Zeitung und des NDR sollen Kriminelle knapp 400 Konten der Smartphone-Bank N26 für Geldwäsche aus gefakten Online-Shops missbraucht haben. Den betroffenen Kunden könnten nun selbst Verfahren wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Das Problem kennen auch andere Banken, sie bekommen allerdings anscheinend besser in den Griff. sueddeutsche.de

Microsoft Outlook gehackt

Von Januar bis Ende März 2019 hatten offenbar Unbefugte Zugriff auf Email-Adressen, -Verzeichnisse und Betreffzeilen von Outlook-Kunden. Zum Teil sollen die Hacker auch auf die Inhalte der Emails zugegriffen haben. Letzteres hatte Microsoft in einem ersten Statement noch verneint. Möglich wurde der Hack, weil sich Unbefugte Zugriff auf den Account eines Support-Mitarbeiters verschafft hatten. Microsoft informierte die Öffentlichkeit erst jetzt auf Nachfrage von Medien über den Vorfall. golem.de und motherboard.vice.com

Mitgründer verlässt Byton

Carsten Breitfeld, Mitgründer und ehemaliger CEO des 2016 gestarteten Tesla-Konkurrenten Byton, hat das Unternehmen überraschend verlassen. Sein neuer Arbeitgeber ist das E-Auto-Startup Iconiq, wie Byton bestätigte. In welcher Position Breitfeld dort tätig sein wird, ist unklar. Erst Ende Januar wurde der ehemalige BMW-Manager zum Byton-Vorstand gewählt, Mitgründer Daniel Kirchert übernahm die CEO-Rolle. Das Unternehmen gab im Zuge der Personalmeldung zudem bekannt, dass ein neuer CTO gesucht werde und eine neue Finanzierungsrunde in Vorbereitung sei. Bis dato hat das 1.600 Mitarbeiter zählende E-Auto-Startup rund 700 Millionen Dollar von Investoren erhalten. techcrunch.com und gruenderszene.de

 

Investments & Exits

Daimler investiert 100 Millionen US$ in Batterie-Startup

Der deutsche Autokonzern Daimler gehört ab sofort zum Club der „Unicorn-Macher“. Laut Financial Times beteiligt sich Daimler mit 100 Millionen US-Dollar am kalifornischen Batteriespezialisten Sila Nanotechnologies und erhält im Gegenzug zehn Prozent des 2011 gegründeten Startups. Daimler hat die aktuelle Finanzierungsrunde von Sila Nanotechnologies angeführt, bei der das Startup insgesamt 170 Millionen US-Dollar einsammeln konnte (u.a. auch von Siemens). Zusätzlich sichert sich der Autokonzern einen Sitz im Verwaltungsrat. Sila Nanotechnologies gilt als ein führender Entwickler von neuen Batteriematerialien auf der Basis des Halbleiters Silizium und ermöglicht die Entwicklung leistungsfähigerer Akkus für Elektroautos. gruenderszene.de und Wirtschaftswoche.de

Drei Millionen Euro für Skoove

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert gemeinsam mit der Egora Holding, der IBB Beteiligungsgesellschaft und den Neuinvestoren Capacura, MGO Digital Ventures und Ringier Digital Ventures drei Millionen Euro in Skoove. Das Berliner Startup hat 2014 eine E-Learning-Plattform zum Klavierspielen gestartet. Pressemitteilung

Vimeo übernimmt Magisto

Die Video-Streaming-Plattform Vimeo übernimmt Magisto, eine KI-basierte Videobearbeitungs-App aus Kalifornien. Der Kaufpreis soll laut Crunchbase bei 200 Millionen Dollar liegen. Das zehn Jahre alte Unternehmen soll über rund 100 Millionen Nutzer verfügen. news.crunchbase.com

 

International

Apple und Qualcomm sind jetzt Freunde, Intel zieht sich bei 5G-Modems zurück

Überraschende Wende im jahrelangen Patentstreit zwischen Apple und dem Chiphersteller Qualcomm: Nachdem erst am Montag ein neuer Prozess begonnen hatte, haben sich die beiden Unternehmen am Dienstag darauf geeinigt, alle gegeneinander laufenden Verfahren einzustellen. Zudem schlossen sie über sechs Jahre laufende neue Geschäftsvereinbarung. Darüber hinaus zahl Apple Qualcomm eine nicht genauer bezifferte Summe. Wenige Stunden später wurde bekannt, dass Intel sich auf der Produktion von 5G-Modems für Smartphones zurückzieht. Unklar ist, ob Intel sich wegen der Einigung von Apple und Qualcomm aus dem 5G-Geschäft aussteigt oder ob Apples Schulterschluss mit dem chinesischen Chip-Hersteller durch das Wissen begründet ist, dass Intel keine weiteren 5G-Chips produzieren wird. spiegel.de und t3n.de

Disney+ startet im November

Am 12. November tritt Disney in den Ring der Video-Streaming-Dienste: Mit einem Kampfpreis von 6,99 Dollar pro Monat startet der Unterhaltungsriese seinen eigenen Service Disney+ in den USA, der ein umfangreiches Programm eigener Filme und Serien beinhaltet. Diese zieht der Konzern zudem aus dem Angebot von Konkurrenten wie Netflix ab. Sehr wahrscheinlich wird es auch Kombipakete für die Nutzer von ESPN+ und Hulu geben. Seit der Übernahme von 21st Century Fox gehört Disney die Mehrheit der Hulu-Anteile. t3n.de und theverge.com

Greift Amazon Spotify mit neuem Musik-Streaming-Angebot an?

Wie das Musik-Fachmedium Billboard berichtet, plant Amazon offenbar die Einführung eines kostenlosen werbefinanzierten Musik-Streaming-Dienstes, der insbesondere auf die Nutzung der eigenen Echo-Smart-Speaker abzielt. In den USA könnte das Angebot demzufolge bereits in der nächsten Woche starten. Damit würde Amazon für den Musik-Streaming-Marktführer Spotify zur noch stärkeren Bedrohung: Bisher ist das schwedische Unternehmen der einzige große Musikstreaming-Dienst auf Abobasis, der eine kostenlose Einsteigervariante anbietet.  billboard.com via t3n.de

Youtube-Algorithmus bringt Notre-Dame-Brand mit 9/11 in Verbindung

Die Diskussion um den Umgang von Social-Media-Plattformen mit Fake News und Live-Ereignissen ist bereits seit längerem im Gange. Youtube setzte jüngst ein neues Negativ-Beispiel – ironischerweise mit einem Tool, das genau zur Bekämpfung von Fake News gedacht war. Wer den Brand der Notre-Dame in Paris am Montagabend über Youtube von den USA oder Südkorea aus verfolgte, bekam in einem zusätzlichen Infokasten Artikel der Encyclopedia Britannica über die Terroranschläge vom 11. September 2001 angezeigt.  Theguardian.com und theverge.com

Netflix mit guten Zahlen und enttäuschender Prognose

Der Streamingdienst konnte im ersten Quartal eine Rekordzahl an zahlenden Kunden hinzugewinnen (puls 7,86 Millionen) und verzeichnet nun insgesamt 148,86 Millionen Kunden. Perspektivisch dürfte das Wachstum jedoch durch die Konkurrenz gebremst werden. Dabei wird vor allem Disney, dessen Dienst Disney+ im November eingeführt wird, dank eines breiten Portfolios an Franchises (Mickey, Marvel, Star Wars …) als einer der stärksten Konkurrenten gehandelt. Netflix gab 2018 insgesamt 7,5 Milliarden Dollar für TV-Shows und Filme aus, was zu einer Verdreifachung der Schulden des Unternehmens in zwei Jahren auf 10,36 Milliarden Dollar im Jahr 2018 geführt hat. venturebeat.com

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