#rp07 (700 Besucher)

Unter dem Motto „Leben im Netz“ findet 2007 die erste Republica in der Berliner Kalkscheune statt – mit 700 Teilnehmern noch relativ beschaulich. Die Veranstalter hatten allerdings nur mit 300 Besuchern gerechnet. Die Mitgründer Andreas Gebhard und Markus Beckedahl mussten die Kontodaten von allen Teilnehmern noch mit der Hand eintragen, da es kein Ticketing- System gab. Größtes Thema auf der Konferenz: Der Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung.

#rp08 (800 Besucher)

Mit mehr als 800 Besuchern ist die Republica in der Kalkscheune zum ersten Mal ausverkauft. Das Konferenz-Motto „Die kritische Masse“ steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web-2.0- Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Außerdem steht die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.

#rp09 (1600 Besucher)

Unter dem Motto „Shift Happens“ geht es um Wandel – inspiriert von den gleichnamigen Videos von Karl Fisch. Mit doppelt so vielen Besuchern wie im Jahr 2008 ndet die Republica an drei Orten statt: Kalkscheune, Friedrichstadt- Palast und dem nahegelegenen Media Center. Die Redner: Wikipedia- Gründer Jimmy Wales, 4chan-Gründer Christopher Poole alias Moot und Verfassungsrechtler Lawrence Lessig. Sascha Lobo lädt zur legendären Follower-Party zu sich nach Hause ein.

#rp10 (2700 Besucher)

Mit 2700 Besuchern ist die Republica erstmals Deutschlands größte Veranstaltung ihrer Art und findet in der Kalkscheune, dem Friedrichstadtpalast und dem Quatsch Comedy Club statt. Der Journalist Jeff Jarvis und DM-Gründer Götz Werner bewegten mit ihren Vorträgen. Legendär: Die misslungene Skype-Schaltung zu Twitter-Mitgründer Christopher Isaac „Biz“ Stone wandelte Spreeblick- Chef Johnny Haeusler spontan in eine Karaoke-Session um. Sein Traum, „Bohemian Rhapsody“ von Queen mit mehr als tausend Menschen zu singen, ist seitdem ein festes Ritual der Abschlussveranstaltung.

Jeff Jarvis bei seinem Vortrag über "The German Privacy Paradox" auf der rp10. Foto: Daniel Seiffert
Jeff Jarvis bei seinem Vortrag über “The German Privacy Paradox” auf der rp10. Foto: Daniel Seiffert

#rp11 (3000 Besucher)

Die Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschafft wächst. In den gleichen drei Veranstaltungsorten wie im Vorjahr finden sich 3000 Besucher ein. Erstmals findet 2011 die Subkonferenz Cofunding mit 25 Experten statt, kuratiert von der Crowdfunding-Plattform Startnext. Ein Themenschwerpunkt sind die politischen Aktivitäten des Internetkollektivs Anonymous, Markus Beckedahl stellt den Digitale Gesellschaft e. V. vor und Daniel Domscheit-Berg erklärt Openleaks.

#rp12 (4000 Besucher)

Die Republica hat ihre neue Heimat gefunden. Seit 2012 findet die Konferenz in der Station Berlin statt, einem Teil des früheren Berlin-Dresdener Bahnhofs. Unter dem Motto „Act!on“ geht es bei der sechsten Ausgabe darum, die technischen Erneuerungen voranzutreiben, Themen wie Mobilität, Ressourcenverteilung und Finanzen zu überdenken, gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen und Konsum neu zu definieren. Zu den Rednern gehören die damalige EU-Kommissarin Neelie Kroes, Regierungssprecher Steffen Seibert und Katie Stanton, ehemalige Vice President of Global Media bei Twitter.

re:publica, station berlin
Neue Location: Im Hof der Station Berlin lässt es sich wunderbar sitzen, essen und networken.

 

#rp13 (5000 Besucher)

Knapp 450 Speaker, 263 Vorträge, 268 Stunden Programm auf elf Bühnen und 5000 Besucher aus mehr als 50 Ländern: Das ist die Republica 2013 unter dem Motto „IN/SIDE/OUT“. Der kanadische Science-Fiction-Autor und Blogger Cory Doctorow hält den gefeierten Vortrag „It’s not a fax machine connected to a waffle iron“. Felix Schwenzel von Wirres.net präsentiert „10 Vorschläge, um die Welt zu verbessern“.

#rp14 (6000 Besucher)

David Hasselhoff legt einen kuriosen Auftritt hin. Er betont den Wert der Privatsphäre im digitalen Zeitalter und singt „Looking For Freedom“. Unter dem Motto „Into The Wild“ dreht sich die Konferenz vor allem um die Schwerpunkte Sicherheit und Datenschutz. Die Aktionskünstler vom Peng Collective sorgen für viel Aufmerksamkeit mit der Präsentation von fiktiven Google-Produkten, die sie in einem geschauspielerten Vortrag als echt verkaufen und die Besucher an der Nase herumführten.

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David Hasselhoff spricht als Botschafter für die Firma F-Secure auf der re:publica 2014. Foto:DAVIDS/Gregor Fischer,

#rp15 (7000 Besucher)

Unter dem Titel „Finding Europe“ findet 2015 die bisher größte Republica mit mehr als 7000 Besuchern statt. Das bisher politischste Motto zieht sich stärker denn je als roter Faden durch das Programm. Ferda Ataman, Katharina Mühlbeyer, Mohamad Al Ashrafani, Vassilis Tsianos und Christian Jakob diskutieren angesichts ertrunkener Flüchtlinge im Mittelmeer über Migration und Europa in der Session „Say it loud! Say it clear? Refugees are welcome here?!“. Mareike Geiling, Bakary Konan und Jonas Kakoschke stellen ihr Projekt Flüchtlinge Willkommen vor, mit dem sie geflüchteten Menschen ein WG-Zimmer vermitteln wollen. Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot (Abb. 6) sorgen für einen spektakulären Auftritt.

Dieser Artikel erschien zuerst in Berlin Valley 04/2016.

 

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