In Deutschland werden stündlich zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, das sind 17 Milliarden im Jahr. Aufeinander gestapelt würden diese laut Deutscher Umwelthilfe 16 Mal von der Erde bis zum Mond reichen. Würde Berlin alleine beim jährlichen Marathon statt Plastikbechern und -flaschen die Ooho-Wasserkugeln von Skipping Rock Labs verteilen, könnten 50 der jährlich anfallenden 500.000 Tonnen Plastikmüll vermieden werden. Für die Idee wurde Skipping Rocks Lab mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem World Technolgoy Award (2015) und dem UK Energy Globe Award (2016).

2018: Ooho in Massenproduktion

Bisher wurden die transparenten Ooho-Wasserkugeln, deren essbare Membranhülle zu 100 Prozent aus Pflanzenfasern und Algen besteht, als erfrischender Snack auf Festivals und Events verteilt. Dieses Jahr will das Londoner Startup, das seine Seed-Investment-Runde über Crowdcube mit 960.000 Euro abgeschlossen hat, in die zweite Runde und damit in die Massenproduktion gehen. Ziel ist es, die Produktionskosten von Ooho bis Ende des Jahres so weit zu senken, dass sie mit Plastikverpackungen konkurrieren können.

Vertrieben werden dann auch die Maschinen, mit denen das Wasser – und andere Getränke – vor Ort in Kugeln verschiedener Größen verpackt werden können. Zusätzlich soll es Ooho in mehreren Farben und Geschmacksrichtungen geben, etwa Minze, Orange, Ingwer und auch heiße Shots. Große Musik- und Sportveranstaltungen werden direkt beliefert. Wer weiß, vielleicht sehen wir Ooho auf dem Berliner Marathon 2019.

Quick Facts: Skipping Rocks Lab

Branche: Verpackung, Biotechnologie
Skipping Rocks Lab hat eine essbare Membranhülle für Flüssigkeiten entwickelt, die 2018 in Massenproduktion geht.
Gründer: Rodrigo García Gonzáles, Pierre-Yves Paslier
Mitarbeiter: acht
Investoren: Crowdcube, unterstützt vom ClimateKIC Accelerator am Imperial College London
Website: skippingrockslab.com

zuerst erschienen in Berlin Valley Nr. 28

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