Mitarbeiterbeteiligungen virtueller oder gesellschaftsrechtlicher Art bieten sich in einem Startup regelmäßig an, versetzen sie doch die Mitarbeiter in die Lage, am Erfolg und der weiteren Entwicklung des Startups zu partizipieren. Gerade Mitarbeiterbeteiligungen sind oftmals rechtlich „schnell“ implementiert, ihre steuerliche Behandlung mag aber gut bedacht und vorausgeplant sein.

Zur Vermeidung einer unmittelbaren Besteuerung sollte eine Beteiligung des Mitarbeiters unter Verkehrswert vermieden und eine saubere Optionslösung beziehungsweise die Implementierung eines virtuellen Beteiligungsprogramms vorgesehen werden, bei der eine Besteuerung beim Mitarbeiter erst im Zuflusszeitpunkt, zum Beispiel im Rahmen eines Exits, sichergestellt ist.

Regelmäßig wertet die Finanzverwaltung eine Mitarbeiterbeteiligung nicht als Einkunftsart aus Kapitalvermögen, sondern als Arbeitslohn. Dies führt dann auch für die Geschäftsführung des Startups zur Folgepflicht, dass bei sämtlichen Ausschüttungen für ein solches virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Lohnsteuern einzubehalten sind.

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Dieser Artikel erschien zuerst in Berlin Valley Nr. 32.

Christian Tönies

Christian Tönies ist Partner bei P+P Pöllath + Partners, einer international tätigen deutschen Wirtschafts- und Steuerkanzlei mit mehr als 130 Anwälten und Steuerberatern in Berlin, Frankfurt und München. pplaw.com/de

Christian Tönies. Foto: Jenna Dallwitz
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