„Wenn man Leute mischt und gemeinsam an einem Ergebnis arbeitet, kommt man meistens zum Ziel“, sagt Andreas Hirning, Leiter des neuen MHPLabs bei der Eröffnung am 15. November in Berlin. Die mobile Rätsel-Station Brainbox von Exitgames Stuttgart sollte den Gästen genau dieses Konzept näher bringen. Die Gäste finden in Gruppen Hinweise und lösen damit insgesamt vier Rätsel, um schließlich ein halbes Wort zu bekommen. Wer das passende Gegenstück findet, weiß, welchen Service außer der Vermietung von Arbeitsplätzen das MHPLab noch bieten kann: Research, Ideation, MTP Development, Prototyping, Analytics und Cloud Computing.

Das „Lab as a service“ bietet Zusammenarbeit auf Augenhöhe

MHP ist eine Tochterfirma des Sportwagenherstellers Porsche, die zwei Jahre lang Lab-Erfahrung mit dem Space 4.4 in Ludwigsburg gesammelt und beschlossen hat, ein zweites Lab zu eröffnen. Das Ökosystem Berlin sei der passende Ort dafür, meint Andreas Hirning, denn es bietet ein gutes Netzwerk und viel neuen Input. Rund 100 Gäste kamen zur Eröffnung.

„Wir wollen unseren Kunden aus der Industrie helfen, sich der Startup-Welt zu öffnen. Und den Startups zur Seite stehen, wenn sie sich mit ihren kreativen Ideen, Konzepten und Lösungen auch der Problematik innerhalb der Industrie öffnen“, erklärt Jan Wehinger, Senior Manager bei MHP. „Wir sind überzeugt davon, dass Startups ein Kundenproblem extrem gut identifizieren und eine Lösung finden können. Die großen Unternehmen hingegen können sehr gut Produkte in den Markt skalieren.“

Das MHPLab bietet beiden Seiten die Möglichkeit, sich einander zu nähern und voneinander zu profitieren. Jeden ersten Dienstag im Monat findet ein offener Lab-Abend statt, bei dem sich Startups mit Automobilherstellern, aber auch Roboterherstellern und anderen großen Unternehmen austauschen und neue Ideen entwickeln können.

Virtual Reality als neue Methode in Beschaffungsprozessen

Jens Fraterman aus der Volkswagen Konzernbeschaffung erklärt, wie VW das Lab nutzt: „Wir wollen im Rahmen der Digitalisierung neue Technologien wie Machine Learning oder virtuelle Realität kennenlernen und mit Startups und MHP zusammen die Anwendung dieser Technologien in internen Beschaffungsprozessen erproben.“ MHP und VW haben schon vor mehr als einem Jahr ein Projekt gestartet, welches die Beschaffung im Jahr 2025 definieren sollte.

Es gebe viele Ansätze, sie hätten sich dabei für die Szenarioanalyse entschieden, erzählt Till Albert, Senior Consultant von MHP.  Bei einem Beispiel der berechneten Zukunftsszenarien hätte Person x einen guten Überblick über alles, was um sie rum passiert, meint Till Albert. „Das geht nur, wenn unter anderem die Informationen gut genug aufbereitet sind.“ Die Drei-Dimensionale Darstellung von Excell-Charts sei da nicht besonders gut geeignet. „Man hat eigentlich keine dritte Dimension und die Charts können nicht konkret mit einander verglichen werden.“ Virtual Reality macht das möglich: Die Charts werden in einer optimalen Übersicht über alle Daten greifbar.

Das konnten die Gäste an einem praktischen Beispiel im Lab ausprobieren. Doch die Überlegungen gehen weiter. So könnte man in der Virtual Reality Meetings stattfinden lassen, bei denen man von Zuhause aus in einem virtuellen Raum mit anderen Menschen agieren kann und den Zugriff auf weltweite Daten hat. Till Albert ist überzeugt: „Wir müssen uns nicht von der Realität beschränken lassen.”

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