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Startup-Nachrichten

Rekordquartal für deutsche Fintechs

668 Millionen Euro haben deutsche Finanz-Startups im ersten Quartal 2019 von Investoren erhalten – das ist mehr als doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (325 Millionen Euro) und übertrifft selbst das Rekordquartal Q4 2018 um 77 Prozent. Zwar brach die Zahl der Deals um fast ein Drittel auf 26 ein, doch waren sehr große Finanzierungsrunden dabei, etwa das 260-Millionen-Investment in N26 aus dem Januar oder die jeweils 100 Millionen Euro oder mehr umfassenden Finanzierungen für Raisin, WeFox und Friday. Die Zahlen stammen von der Beratungsfirma Barkow Consulting. manager-magazin.de

Rocket Internet veröffentlicht Geschäftszahlen

Ein Gewinn von 196 Millionen Euro bei einem Umsatz von 44,5 Millionen Euro – das steht bei Rocket Internet unter dem Strich für das vergangene Jahr. Zum Vergleich: 2017 waren die Zahlen rot, am Ende stand ein Verlust von sechs Millionen Euro. Für Wachstum sorgten 2018 vor allem Jumia und Hellofresh. Rocket hält mehr als 200 börsennotierte Beteiligungen mit einem Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro. Pressemitteilung und wuv.de

Österreich führt Digitalsteuer von fünf Prozent ein

Das Nachbarland hat im Alleingang die Einführung einer Steuer in Höhe von fünf Prozent auf auf Onlinewerbung beschlossen. Sie soll ab 2020 für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro gelten. Ursprünglich hatte die österreichische Regierung eine dreiprozentige Steuer ins Auge gefasst. Die EU-Staaten hatten sich zuvor nicht auf eine europaweit einheitliche Lösung einigen können. spiegel.de

Bundesregierung stimmt Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zu

Die Bundesregierung hat am Mittwoch der Nutzung von E-Tretrollern auf deutschen Straßen zugestimmt. Nun muss noch der Bundesrat zustimmen, was voraussichtlich am 17. Mai geschieht. E-Kick-Scooter mit weniger als 12 Stundenkilometer sollen dabei auf Gehwegen und gemeinsam genutzten Fuß- und Fahrradwegen fahren. Unfallforscher sehen hier eine Gefahr für Fußgänger. Die Gewerkschaft der Polizei fürchtet im Straßenverkehr neue Konfliktzonen. zeit.de

Investments & Exits

Millionen für Laterpay

Das Münchner Startup Laterpay erhält sechs Millionen Euro von seinen Bestandsinvestoren. Das Tool des Startups ermöglicht Medienunternehmen, ihre Leser für journalistische Inhalte bezahlen zu lassen. Nach dem Anschauen einer bestimmten Anzahl von kostenlosen Beiträgen wird eine Gebühr fällig. gruenderszene.de

Finleap übernimmt Penta

Der Company Builder Finleap rückt zum zweiten Mal von seiner ursprünglichen Maxime ab, Fintech-Startups nur selbst zu bauen, und übernimmt die Ende 2017 gegründete Smartphone-Bank Penta, die Geschäftskonten anbietet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Erst kürzlich hatte Finleap den API-Dienstleister Figo mit seinem eigenen Venture Finreach Solutions zusammengeführt. Direkte Zukäufe sollen allerdings weiterhin eine Ausnahme bleiben, erklärte Finleap-CEO Ramin Niroumand gegenüber Finanz-Szene. Penta soll in Zukunft eng mit dem Finleap-Venture Beesy zusammenarbeiten, das ebenfalls Geschäftskonten anbietet, aber bisher nur in Italien aktiv ist. finanz-szene.de und gruender.wiwo.de

Xing kauft Berliner Startup Honeypot

“Als Honigtopf (englisch honeypot) wird eine Einrichtung bezeichnet, die einen Angreifer oder Feind vom eigentlichen Ziel ablenken soll oder in einen Bereich hineinziehen soll, der ihn sonst nicht interessiert hätte” (Wikipedia). Hoffen wir, dass diese Beschreibung auf die Liaison zwischen dem Recruiting-Startup Honeypot und der Karrierenetzwerk XING nicht zutrifft, denn XING hat soeben das Berliner Startup für 22 Millionen Euro übernommen – die bis dato größte Übernahme des Karrierenetzwerks. Sollte Honeypot in den kommenden drei Jahren die definierten Ziele erreichen, steigt der Kaufpreis auf insgesamt 57 Millionen Euro. Honeypot, eine Jobplattform für IT-Fachkräfte, wurde vor rund vier Jahren von Kaya Taner und Emma Tracey gegründet. Inzwischen wirken 50 Mitarbeiter für die Jungfirma. Herzlichen Glückwunsch! gruenderszene.de und deutsche Startups

ManoMano: 110 Millionen Euro für Eroberung des deutschen Marktes

Im Rahmen einer Series D hat der französische Online-Baumarkt ManoMano eine Finanzierung in Höhe von 110 Millionen Euro erhalten. Neben den Bestandsinvestoren – darunter Bpifrance, Partech und General Atlantic – beteiligten sich auch die beiden neuen Geldgeber Eurazeo Growth und Aglaé Ventures. Mit dem finanziellen Polster soll vor allem das Angebot in Deutschland erweitert werden. gruender.wiwo.de

Paypal investiert in Cambridge Blockchain

Der Zahlungsdienstleister Paypal tätigt sein erstes Investment in ein Blockchain-Startup. Cambridge Blockchain entwickelt digitale Identitätsmanagement-Lösungen für Unternehmen und hatte am Paypal-Accelerator Fintech Europe 2018 teilgenommen. Paypal beteiligte sich gemeinsam mit Omidyar Network sowie der Omidyar-Ausgründung Flourish mit einem ungenannten Betrag. t3n.de

Kapitalerhöhung bei Taxfix

Valar Ventures schießt gemeinsam mit den weiteren Bestandsinvestoren Redalpine und Creandum eine weitere Millionensumme in das Steuer-Startup Taxfix nach, wie Gründerszene berichtet. Erst im vergangenen Sommer hatte das Berliner Jungunternehmen 13 Millionen Dollar erhalten. gruenderszene.de

International

Facebook: Neues Datenleck bei Speicher-Unternehmen

Sicherheitsforscher der Firma UpGuard haben auf einem versehentlich ungesicherten Speicherserver des mexikanischen Unternehmens Cultura Colectiva 540 Millionen Datensätze von Facebook-Nutzern gefunden, darunter Kommentare, Reaktionen und Kontonamen. Auf den Amazon S3 Server konnte jeder ohne Passwort zugreifen. Auf einem Speicher des ehemaligen App-Herstellers At The Pool wurde eine weitere Backup-Datei mit noch sensibleren Informationen gefunden. Keins der beiden Unternehmen reagierte auf Anfragen zur Entfernung der Daten. Facebook hat Amazon kontaktiert, um die Daten offline zu stellen. techcrunch.com

Apple holt Ex-Tesla-Manager

Die Gerüchte um die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos dürften mit dieser Personalie wieder aufflammen: Michael Schwekutsch, ehemaliger Chef für Elektroantriebe bei Tesla, heuert bei Apple an. Laut LinkedIn-Profil nennt er sich jetzt „Senior Director of Engineering, SPG at Apple“. SPG steht für Special Projects Group”. Schwekutsch ist der letzte in einer Reihe von Managern und Entwicklern die von Elon Musks zu Tim Cooks Unternehmen gewechselt sind. t3n.de

Slack plant offenbar direkte Notierung an New Yorker Börse

Das Mitarbeiterkommunikations-Tool Slack gehört zu den Tech-Unternehmen, deren Börsengang in diesem Jahr mit Spannung erwartet wird. Wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, soll das Unternehmen die New York Stock Exchange ausgewählt haben, als Termin stehe der Juni oder Juli diesen Jahres im Raum. Slack hat sich demzufolge für eine direkte Börsennotierung anstelle eines IPO entschieden – denselben Weg hat der schwedische Streaming-Dienst Spotify im vergangenen Jahr gewählt. bloomberg.com und faz.net

Australien: Neues Gesetz gegen Verbreitung von Gewaltvideos

Als Reaktion auf die das Massaker in einer Moschee in Christchurch vor wenigen Wochen, das der Täter über Facebook live gestreamt hat, hat das australische Parlament am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet. Dieses verpflichtet Plattformen wie Facebook und Youtube dazu „abstoßend gewalttätiges” Videomaterial umgehend zu entfernen. Ihnen drohen ansonsten bis zu drei Jahre Haft. Tech-Konzerne, Medienunternehmen und Rechtsexperten äußerten teils starke Kritik an dem Gesetz: Es kriminalisiere die Anbieter. theguardian.com via turi2.de und nytimes.com

Google will nicht-angestellte Mitarbeiter besserstellen

Bei etwa der Hälfte aller Arbeiter, die für Google tätig sind, handelt es sich um Nicht-Angestellte. Diese haben hinsichtlich Lohn und Krankenversicherung einen schlechteren Status als ihre angestellten Kollegen – auch wenn sie ähnliche Tätigkeiten ausüben. Nachdem es Proteste für eine Besserstellung gab, sagte Google nun allen Nicht-Angestellten einen Mindestlohn von 15 Dollar, eine umfassende Krankenversorgung sowie 12 Wochen Elternzeit zu. Die Tech Workers Coalition kritisierte den Zeitplan: Während die Lohnerhöhung bis Ende diesen Jahres umgesetzt werden soll, kommt die Krankenversicherung erst bis 2022. theverge.com

Youtube ignorierte jahrelang interne Hinweise auf gefährliche Videos

Wie Bloomberg berichtet, soll Youtube jahrelang kein Interesse daran gehabt haben, Videos mit extremistischen oder anderweitig gefährdenden Inhalten, Verschwörungstheorien etc. von seiner Plattform zu entfernen. Entsprechende Forderungen von Mitarbeitern seien zugunsten von mehr Views ausgeschlagen worden. Mindestens fünf leitende Angestellte haben das Unternehmen aufgrund des Unwillens von CEO Susan Wojcicki, in dieser Angelegenheit einzulenken, verlassen. Erst Ende 2016/Anfang 2017 habe das Unternehmen erste Schritte unternommen, um Kanälen mit schädlichen Inhalten die Monetarisierungsgrundlage zu entziehen.  bloomberg.com via theverge.com

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