Herr Precht, wir leben in einer Zeit, in der scheinbar alles, was erdacht werden kann, irgendwann auch möglich wird. Müsste nicht jetzt wieder eine große Zeit der Philosophen anbrechen?

Richard David Precht: Wer sonst soll die Veränderungen erfassen, einordnen und Leitplanken für unsere Gesellschaft setzen? Im Prinzip leben wir derzeit in einer wunderbaren Nährlösung für Philosophen. An unseren Universitäten herrscht jedoch ein Ausbildungssystem, das diese Art von Generalisten-Philosophen nicht hervorbringt. In der akademischen Welt werden Philosophen zum Spezialisten ausgebildet – also entweder zum historischen Spezialisten, der sich sehr gut mit Schelling auskennt, oder zum Logik-Spezialisten, also analytische Philosophie. Die Hälfte der Lehrstühle gehört zur analytischen Philosophie. Damit können Sie aber die Gegenwartsprobleme nicht durchdenken.

Wo genau liegt das Problem?

Richard David Precht: Wir haben ja tatsächlich einen starken Bedarf an philosophischer Orientierung. Wenn man überlegt, wann es in der Vergangenheit jemals einen so großen Bedarf an Philosophen gab, dann gibt es eigentlich nur zwei Zeitalter. Zum einen war es die große Umbruchszeit, als die Demokratie in Athen den Bach runterging. Damals lebten Platon und Aristoteles. Alexander der Große planierte anschließend alles wieder. Dann errichteten die Römer ihr Imperium und waren ohnehin eher praktisch als philosophisch veranlagt. Die griechische Philosophie hatte also eine Blütezeit von 50 Jahren. Eine zweite bedeutende Blütezeit war zwischen 1750 und 1830, in etwa bis Hegels Tod. In dieser Epoche wurde der gesamte Umbruch von der Adelsgesellschaft zur Bürgergesellschaft durch die Französische Revolution und deren Nachwirkungen von Philosophen gedanklich vorweggenommen. Die Denker waren damals hochangesehen, ihre Schriften hatten in diesem Totalumbruch großen Einfluss. Und heute erleben wir wieder einen gewaltigen Umbruch. Jene bürgerliche Arbeitsgesellschaft, die zwischen 1750 und 1830 entstanden ist, bricht jetzt vollständig um in etwas anderes. Die klassische Leistungsgesellschaft funktioniert nicht mehr, wenn für die Hälfte der Leute keine Arbeit mehr da ist, weil Computer und Roboter sie erledigen. Ich finde die Perspektive auf diese Gesellschaft sehr schön.

„Die klassische Leistungsgesellschaft funktioniert nicht mehr, wenn für die Hälfte der Leute keine Arbeit mehr da ist“

Arbeit ist also nicht mehr als Mittelpunkt des Lebens?

Richard David Precht: In der griechischen Demokratie haben die Frauen, die Sklaven und die Ausländer gearbeitet. Die Männer mit Bürgerrechten haben der Muße gefrönt. Sie waren auf andere Weise tätig, aber eben nicht gegen Geld. Sie haben Politik gemacht und sich mit vielerlei Sachen beschäftigt, sie hatten genug Pläne für den Tag. Und heute entsteht wieder eine Gesellschaft, in der es für sehr viele Menschen keine klassische Erwerbsarbeit geben wird. Das wird zu gewaltigen Umstrukturierungen führen. Bei solchen gesellschaftlichen Transformationen wären Philosophen wichtig, um Orientierungen zu geben. Aber diese Art von Philosophen entsteht am ehesten jenseits der Universitäten.

Wie sieht zukünftig unser Menschenbild aus?

Richard David Precht: Heute definiert sich der Menschen noch primär über Arbeit. Der Mensch definiert sich erst seit 250 Jahren über die Arbeit. Wir beobachten, dass die meisten jungen Leute inzwischen sagen: ‚Wir brauchen nicht mehr Zeug, wir brauchen mehr Zeit.‘ Sie wollen eine Arbeit machen, in der sie selbst vorkommen, die Sinn macht. Für die Generationen unserer Eltern und Großeltern war das Leben kein Wunschkonzert. Man hat im Grunde genommen gelebt, um zu arbeiten, und nicht gearbeitet, um zu leben. Das ist heute anders.

„Wir brauchen nicht mehr Zeug, wir brauchen mehr Zeit“

Kann der Mensch mit diesen neuen Freiräumen umgehen?

Richard David Precht: Was heißt: ‚Der Mensch?‘ Also der gut gebildete Mensch mit einem wohlsituierten Elternhaus ganz sicher. Doch viele andere werden, wenn sie nichts mehr zu tun haben, eben nicht kreativ, sondern destruktiv. Dies ist eine Frage von Bildung, das fängt schon im Kindergarten an. Bildung bedeutet, sich selbst in die Lage zu versetzen, aus sich selbst heraus Ziele zu entwickeln und diese auch zu verfolgen. Aber dieser Aspekt kommt in unseren Schulen so gut wie nicht vor. Dort lernt man immer für eine Belohnung, für Zensuren, und später in der Arbeitswelt für Geld. Im Zusammenhang mit der wegbrechenden Arbeit muss man auch die Sharing Economy betrachten. In Deutschland hängen viele Jobs an der Automobilindustrie. Autos stehen statistisch belegt pro Tag 23 Stunden ungenutzt herum. Was passiert, wenn das Interesse am Autobesitz sinkt? Wenn man eine Flatrate pro Monat zahlt und dafür eine tarifabhängige Reichweite an Kilometern nutzen kann, bräuchte man wahrscheinlich nur noch zwischen einem Fünftel und einem Siebtel der gegenwärtig existierenden Fahrzeuge. Das wäre das Ende der deutschen Automobilindustrie, wie wir sie kennen.

Darauf wollte ich hinaus.

Richard David Precht: Ich rede häufiger mit der Automobilindustrie. Die Hersteller verfügen über sehr gute Marken. Mercedes ist eine Weltmarke, und mit einer Weltmarke kann man viel anfangen. Da muss man nicht unbedingt Autos bauen. Wenn sich die Zahl der Autos massiv reduziert, wird auch das Geschäftsmodell im Automobilsektor ganz klein. Die Strategie müsste daher sein, jetzt in ganz neue und andere Zukunftsfelder zu investieren, die nichts mehr mit Verkehrsmitteln im klassischen Sinne zu tun haben. Das tun die Konzerne aber nicht. Denn die Auftragsbücher sind gut gefüllt, der Automobilindustrie geht es so glänzend wie selten zuvor. Versuchen Sie mal, den Aktionären zu erklären, dass ein erfolgreiches Geschäftsmodell so nicht weitergeht!

Wie stehen Sie zum bedingungslosen Grundeinkommen? Ist das auch eine Zwangsläufigkeit?

Richard David Precht: Ja. Es gibt keine Alternative. Wir müssen verhindern, dass die Binnenmärkte zusammenbrechen und dass Leute, weil sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen, kein Geld in der Tasche haben. Deswegen müssen wir das Grundeinkommen einführen. Ich bin sicher, dass es kommen wird, und zwar völlig ungeachtet der Frage, was für ein Menschenbild dahintersteht. Aber wir Deutschen werden nicht die Vorreiter sein. Die Finnen werden damit beginnen, später die Dänen und die Holländer – und irgendwann machen wir das auch.

„Ich bin sicher, dass das Grundeinkommen kommen wird“

Die Menschen werden künftig mehr Zeit haben, aber die Probleme in der Welt werden nicht weniger. In dieser Marktlücke könnte Deutschland doch quasi als Problemlöser in der Welt operieren?

Richard David Precht: Ja, sehr toll (lacht). Das Dilemma ist, dass Firmen wie Google damit werben, die Probleme der Welt zu lösen, es aber definitiv nicht tun. Gegen die großen Probleme dieser Welt, beispielsweise gegen den Hunger, haben sie bislang nichts gemacht. Wir haben im Augenblick einen enormen Kreativitätsmangel im Silicon Valley.

Warum?

Richard David Precht: Schaut man sich an, was sie im Silicon Valley seit der Erfindung des Smartphones noch zustande gebracht haben, und vergleicht dann, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts passiert ist: Elektrifizierung, Erfindung des Telefons, von Aufzügen, des Automobils, des Flugzeugs und so weiter. Das war seinerzeit eine komplette Revolutionierung der Lebenswelt. Und hinter all diesen Entwicklungen standen Persönlichkeiten wie Otto Lilienthal oder die Gebrüder Wright, die überhaupt nicht auf ein ökonomisches Modell ausgerichtet waren. Im Silicon Valley geht es wie in der ‚Höhle der Löwen‘ um das schnelle, sichere Geschäftsmodell. Aber diese Einstellung blockiert die Kreativität völlig. Viele Dinge, die am Anfang verrückt aussehen und am Ende einen Segen für die Menschheit bringen könnten, werfen kein schnelles Geld ab und werden daher nicht gefördert. Es ist so eigentümlich: Tausende von intelligenten Leuten sind im Valley versammelt und für die wirklichen Probleme der Menschheit kommt so wenig heraus.

„Das Dilemma ist, dass Firmen wie Google damit werben, die Probleme der Welt zu lösen, es aber definitiv nicht tun“

Welcher Knoten muss platzen? Sind es die Leute, die umdenken müssen? Oder die Unternehmer, die sich loskoppeln müssen vom schnellen Erfolg?

Richard David Precht: Schwierig! Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Effizienzdenken die Kreativität abtötet. Wenn ich von Anfang an immer gucken muss, ob sich das Ganze lohnt, dann gehe ich viele Wege überhaupt nicht. Auch bei den großen Konzernen: Wenn man dreimal McKinsey durchgejagt hat, ist keine Kreativität mehr vorhanden. Dann ist alles so effizient, dass nichts Neues mehr entstehen kann. Kreativität entsteht, wenn man Zeit hat und nicht in Zweckzusammenhänge eingebunden ist.

Müsste man nicht aufhören, in Einzelstaaten zu denken, und die Dinge global und gemeinschaftlich anpacken?

Richard David Precht: Das ist eine Frage, an der ich verzweifle. Aber es geht nicht nur um die Ebene des Staates. Nehmen wir die landwirtschaftliche Intensivhaltung. Die weltweite Viehhaltung ist der größte Klimakiller und Umweltsünder. Doch der einzelne Unternehmer, der etwas macht, das millionenfach multipliziert für den Planeten brandgefährlich ist, sieht sich persönlich – zu Recht – nicht für die Probleme der Welt verantwortlich, sondern für seine Mitarbeiter, für seinen Betrieb, für seine Kinder und so weiter. Der bewegt sich in einer ganz eigenen Logik, die aber für die großen Zusammenhänge fatal ist. Zwar findet er es nicht gut, dass der Regenwald abgeholzt wird, aber er sagt sich: ‚Das mache ich doch nicht!‘ Trotzdem ist er Teil dieses Systems. Deshalb brauchen wir eine übergeordnete Instanz, die eine globale Perspektive einnimmt. Aber dafür sehe ich wenig Chancen. Es funktioniert ja noch nicht einmal in Fragen von Krieg und Frieden. Es gibt keine Weltvernunft.

„Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Effizienzdenken die Kreativität abtötet“

Ist die Vernunft die Lösung unserer Probleme?

Richard David Precht: Wir haben da ein riesiges Problem: Die globalisierte Ökonomie folgt einer ganz bestimmten Logik. Und diese Logik hat der Welt sowohl Schaden zugefügt als auch Nutzen gebracht. Sie hat uns den ganzen Wohlstand ermöglicht, aber gleichzeitig auch den Planeten an den Rand des Ruins gerückt. Die Ökonomie bräuchte deshalb ein Korrektiv. Aber auf welcher Ebene? Auf regionaler, nationalstaatlicher und globaler Ebene gibt es solche Korrektive nicht. Zurzeit fahren wir uns als Gesamtheit an die Wand, obwohl ganz viele Leute dies sehen und nicht gut finden.

Zugleich wollen Jeff Bezos und Co. den Weltraum erobern.

Richard David Precht: Der überflüssigste Quatsch, den man sich überhaupt vorstellen kann.

Gibt es in der Startup-Welt Themen, die Sie besonders spannend finden?

Richard David Precht: Ich denke, die klassischen Fragen stellen eine echte Aufgabe für Startups dar. Etwa: ‚Wer hungert und warum?‘ Denn wenn aus einem Hungerland ein Land wird, in dem die Menschen keinen Mangel mehr leiden, entsteht ein gewaltiger Absatzmarkt. Und der ist für Unternehmen hochinteressant. Oder die Überlegung, wie man als Startup in Entwicklungsländern kreativ verhindern kann, dass nur für den Export produziert wird. So etwas wäre Entwicklungshilfe pur. Es geht also darum, die vorliegenden Probleme zu lösen – und sich nicht zur blindwütigen Wachstumssteigerungs-Schnickschnack auszudenken, den die Menschheit nicht braucht.

Das Gespräch führte Jan Thomas

Richard David Precht (Bild: Amanda Berens)

RICHARD DAVID PRECHT

Richard David Precht ist Philosoph, Publizist und Autor. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen Bestseller. Er moderiert die Philosophiesendung „Precht“ im ZDF.

Zuerst erschienen in Berlin Valley Nr. 23

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11 Kommentare auf "Richard David Precht: „Die Leistungsgesellschaft funktioniert nicht mehr“"

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[…] Der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht über Chancen für Startups, sich an den Lösungen der großen Menschheitsprobleme zu beteiligen Der Beitrag Richard David Precht: „Die Leistungsgesellschaft funktioniert nicht mehr“ erschien zuerst auf BerlinValley. Jetzt lesen […]

Bonzo
Gast
Na da hat sich der liebe Precht, so liebenswert er ja sonst ist, mal so richtig einen abgebrochen: “Die klassische Leistungsgesellschaft funktioniert nicht mehr, wenn für die Hälfte der Leute keine Arbeit mehr da ist“. Dem kann ich nicht beipflichten, daß die Arbeit abnähme. Die Weltbevölkerung wächst exponentiell. Dann brauche ich ein Drittel mehr Arbeitskräfte, um sie zu ernähren, ein Drittel mehr um sie mit Wasser + reiner Luft zu versorgen und in der Kanalisation zu entsorgen, ein Drittel mehr, um sie zu beheizen und zu bekleiden, ein Drittel mehr Hebammen, ein Drittel mehr in der Pflege und Medizin –… Read more »
Henrik Wittenberg
Gast

Wir brauchen im Jahr pro Erwerbstätigen immer weniger Arbeitsstunden, um Güter und Dienstleistungen zu produzieren.

Steigt der Wohlstand, sinkt auch automatisch die Geburtenrate (Bevölkerungswachstum ist also kein Naturgesetz).
Sobald eine Bevölkerung altert und schrumpft, sinkt auch die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen (und damit nach Arbeitskräften und Ressourcen).

Arbeit gibt es so viel, wie es Menschen gibt. Unser Problem ist eher der Mangel an Einkommen, weil die soziale Integration aller über den Faktor Erwerbsarbeit nicht mehr funktioniert.

Theresia Bauschat
Gast

Das es keine Arbeit gibt, sehe ich auch nicht. Aus meiner Sicht will das Geld für die Arbeit nicht ausgegeben werden. Den größten Teil des vorhandenen Geldes wird doch leider von einer zahlenmäßig kleinen Elite gehortet und vermehrt, ohne das Arbeitsplätze geschaffen werden, die auch angemessen bezahlt werden. Es ist genug von allem für alle da, nur mit gleichmäßigen hapert es.

BGE-Köln
Gast

Das Grundeinkommen kann – schon auf bescheidener Basis – dem Hunger in der Welt wirksam begegnen. Denn die Menschen brauchen nicht als Erstes ein politisches System, freie Wahlen oder soziale Marktwirtschaft, sondern das Nötigste zum Überleben. Ob durch Gebühren auf Finanztransaktionen oder andere Abgaben – es ließe sich problemlos weltweit finanzieren:

https://bgekoeln.de/projekte/index.html

Klaus roggendorf
Gast
Hier noch eine kausale Ergänzung und erkenntnisstandgerecht begründbare Verhaltens-Alternative. Der ethisch-moralische Irrsinn des Menschen/der Menschheit ist ganz natürlich antriebsdynamisch bedingt und erkenntnisstandabhängig ethisch-moralisch vernünftig reflektiert* heilbar. Der moralisch Irrsinn /die Unzulänglichkeiten/das Leid und die Lust des Menschen /der Menschheit/ ist antriebsdynamisch bedingt und erkenntnis- standabhängig durch reflektives Denken heil- bzw. optimierbar. Der überall offensichtlich törichte und leidverursachende moralische Irrsinnund dessen existentiellen Folgen sind ganz natürlich antriebsdynamisch entwicklungsbedingt entstanden und heute erkenntnisstandgemäß kausal durch bewußte und ethisch-moralische Reflektion und Lebensgestaltung korrigierbar. Falsche Erkenntnisse führten und führen zu falschen Begriffen, falschen Selbst- und Weltbildern– Solch Denken führt zu moralischen Irrsinn, zu falscher… Read more »
Kurt Gminder
Gast

Precht stellt die Bevölkerungsexplosion nicht in die Mitte seiner visionen. 3000 Mädchen werden täglich beschnitten, 20 Millionen Minderjährige werden Jährlich unfreiwillig geschwängert. Der westen hat alles andere im Kopf als hierzu den Gentlemen zu spielen und missionarischen Eifer entwickeln in Sachen Fauenbefreiung. Wo sind die Fluchtdörfer die Internate? Es gibt sie schon, aber keiner beschützt sie wirklich, also flammen sie ab oder flüchten die Helfer.

Dennis
Gast

Bei der kürzlichen Wahl zur Vollversammlung der Berliner IHK wurde ich mit der Forderung nach einem Grundeinkommen ( https://www.ihk-berlin.de/ihk-wahl/fuer-waehler/Ihre-Kandidaten/Wahlgruppe_02_Mitterneder/3660302 ) durch Unternehmen der Digitalen Wirtschaft gewählt; Grund genug, dass das Thema “Grundeinkommen” in den Meinungsbildungsprozess der IHK aufgenommen und bei der Formulierung des gesamtwirtschaftlichen Interesses Berlins berücksichtigt wird.

Heinz Pütter
Gast
Reinheit heißt auch Klarheit, und diese Klarheit brauchen wir jetzt, um hinter die Dinge zu schauen, die da auf uns zurollen. Auch wenn alles Aussichtslos aussieht, schaffen wir es. Die richtige Richtung in unserem Sinne ist das Erwachen des Menschen zu dem, was er eigentlich ist: https://www.facebook.com/381859388514337/photos/a.413077945392481.98775.381859388514337/807664692600469/?type=1&theater Jahrtausende, durften wir schlafen und haben nichts erfahren, was um uns alles sich ausgetobt hat. Jetzt wird uns das Tag für Tag gezeigt, klar, es erschreckt uns in hohem Maße. Doch wir haben die Werkzeuge in uns, um das Wahrgenommene sich in uns nicht festsetzen zu lassen, sondern anzuschauen und zu durch lichten.… Read more »
Carl Henning Reschke
Gast
Precht hat zwar nicht ganz unrecht, insb. was die ‘scholastische’ Zersplitterung des Wissens, der Disziplinen und die daraus folgende Handlungsunfähigkeit angeht. Die Probleme, die er beschreibt resultieren allerdings aus dem von Hegel wieder aufgewärmten Weltbild der Platoniker mit ‘Philosophen-Königen’ in Plato’s spartanisch-faschistischer Republik (Popper), die ein metaphysisches, ideales ‘göttliches’ Weltbild, das die Menschen immer nur schlechter machen können (Plato), einem empirisch-lernenden Ansatz, in dem die Menschen Wissen aufbauen, verknüpfen und die Welt iterativ verbessern können, vorzieht. Diesem Ansatz verdankt die antike Welt eine Reihe von Tyrannen und tyrannischen Gottkaisern und die westliche Welt das dunkle Mittelalter mit wenig bis keinem… Read more »
Christel Himmelreich
Gast
Kann sich eigentlich niemand eine Welt vorstellen, in der wir “Produkte” gar nicht mehr brauchen, weil sie nur Krücken waren, mittels denen wir laufen lernten. Ich träume von einer Welt in der wir statt Fahrzeuge zu nutzen uns teleportieren, statt zu telefonieren unsere telepathischen Fähigkeiten einsetzen und statt Nahrung aufwändig anzubauen, Licht in unseren Körpern synthetisieren und uns davon ernähren. Welche Welt wäre möglich, wenn das menschliche Potenzial voll entfaltet ist? Wenn wir mittels unserer Schöpferkräfte direkt das kreieren, was wir brauchen? Wenn wir endlich Zeit für das Wesentliche haben: Für reiche zwischenmenschliche Kontakte, die Natur, dafür das Leben zu… Read more »
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