Wir treffen Assum zum Interview.

Erzählt uns kurz was Assum macht.

Wir haben die weltweit performanteste kontextuelle Technologie entwickelt, um redaktionelle Inhalte automatisiert zu monetarisieren. Mit Asuum können wir zu jedem Text passende Produkte anzeigen – so wie man sich GQ, Vogue oder den Superbowl nicht ohne Werbung vorstellen könnte. Praktisch machen wir so jeden Text shopbar. Wenn ein Nutzer also einen Artikel über das Leben in Paris liest, kann er direkt Reiseführer oder Bildbände über Paris entdecken. Wenn er den Artikel auf seinem iPhone lesen würde, bekäme er stattdessen passende Apps angezeigt. Insgesamt gibt es bei Asuum so über 300 Designs, die sich je nach Relevanz des Matches anpassen, um bestmöglich zum Kontext zu passen.

Wer seid Ihr und was habt Ihr vorher gemacht?

Asuum, das sind Torsten (CTO | Doktor in Machine Learning), Nico (COO | Finance Master an Bocconi), Eiko (CMO | davor beim HTGF gearbeitet und in Bremen studiert) und Thilo (CEO | davor bei Airbnb in Hamburg und Architektur in München studiert). Eiko und ich hatten uns davor über einen Freund gekannt. Nachdem wir die zwei anderen bei 3Days Startup kennnengelernt hatten, haben wir uns jedes Wochenende in Berlin getroffen. Wir waren alle so vom Team überzeugt, dass wir dann bald nach Berlin ziehen wollten. Parallel lief die Bewerbung beim Accelerator – einfach um für unsere noch sehr junge Firma einen Rahmen zu schaffen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen / was ist Eure Motivation?

Ganz so einfach war alles nicht: Wir haben uns im Februar kennengelernt und am Wochenende an Asuum gearbeitet. Damals war unsere Geschäftsmodell noch auf den B2C-Bereich ausgerichtet. Wir wollten – wie leider viele andere auch – eine Art Google für Produkte werden, alle Produkte also nach Relevanz bewerten und unter einer hübschen Oberfläche zum Entdecken präsentieren. In Engagement- und Conversion-Metriken waren wir deutlich vor allen Mitbewerber. Darin Nutzer auf die Seite zu bringen, nicht. Nach drei sehr intensiven Tagen stand die Entscheidung für den B2B-Pivot fest. So haben wir es geschafft, durch Verlage und Blogger skalierbaren Traffic zu bekommen und trotzdem unseren Fokus beizubehalten: Die Verbindung von anspruchsvollster Technologie mit Design. Nach dem B2B-Pivot wurde uns klar, dass man eigentlich viel näher am Kunden ist, wenn man diesen kennt, zweimal am Tag mit ihm telefoniert und dann – im nächsten Schritt Daten nutzt, um Erfolge zu messen. Wir waren vor dem Pivot so auf unser Produkt fokussiert, dass wir die Wettbewerber aus den Augen verloren hatten: Wir dachten, dass wir ganz nah am Kunden entwickeln, wenn wir uns komplett von objektiven Metriken und Cohort-Analysen treiben lassen. Wir glauben, dass Werbung nervt, weil sie nicht relevant ist. Produkte sind dann Mehrwert zu den Artikeln, wenn sie hochrelevant ausgesucht und hochwertig präsentiert sind.

Wie funktioniert die Technologie von Asuum? Welcher Algorithmus steckt dahinter?

Simpel gesagt nehmen wir auf der einen Seite den Artikeltext und filtern ihn nach den relevantesten Themenbereichen und Wörtern. Auf der anderen Seiten haben wir die Beschreibungstexte von 20 Millionen Produkten und gehen dort genauso vor. Als Ergebnis erhalten wir dann eine Liste der passendsten Produkte, sortiert nach Kategorie: Wir sehen so zum Beispiel, dass ein Buch mit über 95% Relevanz gematcht hat und können das Design unseres Widgets entsprechend anpassen. Dank Asuum werden also nicht mehr drei Produkte angezeigt, sondern nur dieses eine Buch, das als weiterführende Literatur zum Artikel bezeichnet werden kann.

Für welche Art von Seiten lohnt sich Euer Service?

Allgemein sind das hochwertige Publikationen, die es sich nicht leisten können ihre Kunden mit nicht relevanter, invasiver Werbung zu nerven. Wir verbinden Design mit Technologie und glauben, dass das der Grund ist warum wir so erfolgreich sind und unsere Warteliste mittlerweile über drei Monate lang ist. Konkret sind das Kunden wie Forbes, GEO, Bild der Frau oder VIP Reisemagazin. Wir liegen bei den hochwertigsten Publikationen in Europa auf dem Tisch und haben bei allen Verlagen in Deutschland mindestens eine Publikation zum testen.Wir werden aber im September unsere Technologie auch auf 500 Blogs testen. Im Anschluss wird jeder ein Javascript-Snippet herunterladen können um es auf seiner Website/Blog integrieren zu können.

Es gab Gerüchte um bereits entstandene Copycats. Könnt Ihr uns aufklären?

Unsere Seite war wohl so hübsch, dass wir nach ein paar Wochen von einer sehr reichweitenstarken Seite, mit der wir davor in Kontakt standen, 1:1 kopiert wurden. Ich denke es ist wichtig, den Fokus in dieser Zeit weiter auf Wachstum und Produktentwicklung zu lenken – dich mit so Leuten zu beschäftigen lenkt nur ab.

Was sind eure nächsten Schritte?

Wir werden ab September das Team rund um unseren CTO Torsten um 5 weitere Entwickler verstärken um die Warteliste schneller abarbeiten zu können und parallel das Produkt in die Breite zu entwickeln. Wir testen derzeit auch in Russland, Frankreich und Brasilien. Ab November werden wir dann von San Francisco und New York aus die Internationalisierung von Asuum voran treiben.

Hier geht es zur Homepage von Asuum (Webseite)

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