Wysker

Was macht Ihr?
Wysker: Wir sind die weltweit erste Krypto-getriebene Shopping-App, mit der man Produkte schneller als je zuvor entdecken kann und dabei wys Token verdient

Was ist der Nutzen von eurem Token?
Wysker: Der wys Token ist ein Utility Token, der auf der wysker Plattform eingesetzt wird. Für die Interaktion innerhalb der App werden die Nutzer mit Tokens belohnt. Diese können in Zukunft gegen Rabatte eingelöst werden. Dabei setzen wir unseren Fokus darauf, dass die Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten behalten und Werbern der Zugang zu diesen nur mit Zustimmung des Nutzers gewährt wird. Es entsteht also ein Austausch von dem beide Seiten profitieren: Die Nutzer erhalten Tokens direkt von den Werbern; und die Werber bekommen im Gegenzug Zugang zu den Konsumenten, die ein Kaufinteresse gezeigt haben. Das Resultat ist ein völlig neues Werbe-System bei dem alle Parteien nachhaltig profitieren.

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Wieviele Leute haben in euren ICO investiert?
Wysker: Unser ICO hat ein überwältigendes Interesse ausgelöst. Viele unserer Investoren haben zum ersten Mal an einem ICO teilgenommen. Zum Schluss hatten über 2.000 Leute in unseren Token Sale investiert.

Wie sah eure ICO Marketing Strategie aus?
Wysker: Der wys Token ICO war der erste ICO einer deutschen Firma. Das hat uns bereits sehr früh ein großes Presseecho beschert und selbst klassische Tageszeitungen dazu veranlasst, über uns zu schreiben. Von Anfang an haben wir uns zudem auf diversen ICO Seiten listen lassen um die Aufmerksamkeit der Crypto-Community auf uns zu ziehen. Wir haben einen sehr grossen Fokus darauf gelegt, eine starke Telegram Community aufzubauen und diese konstant zu engagieren. Über die Zeit hat sich so eine Gemeinschaft an Fürsprechern entwickelt, die uns in den Sozialen Netzwerken vertritt und wysker bekannter macht. Wir haben auch diverse Artikel zum Thema Datenrecht, Online Werbung und E-Commerce verfasst und diese auf Medium veröffentlicht. Aktiv sind wir zudem auf Reddit, Bitcointalk, und den klassischen Netzwerken.

Wieviel habt Ihr beim ICO eingenommen?
Wysker: Insgesamt wurden über 3.000 Ether eingenommen, wobei jedoch ein großer Teil davon momentan durch den im November eingetretenen Parity Multi-Signature Wallet Bug „eingefroren“ ist und wir deshalb nicht darauf zugreifen können.

Wo habt Ihr den ICO gemacht?
Wysker: Den ICO haben wir mit unserer in Berlin ansässigen Firma gemacht. Wir haben uns ganz bewusst für den Standort Deutschland entschieden, da das für uns zentrale Thema Datenschutz und Nutzerrechte hierzulande sehr großen Stellenwert hat. Außerdem waren wir der Überzeugung, dass ein Token Sale unter den richtigen Parametern auch in Deutschland möglich sein muss, was sich  nach intensiver Arbeit mit unseren Anwälten und Steuerberatern auch bestätigt hat.

Was ist gut gelaufen? Was hättet Ihr im Nachhinein anders gemacht?
Wysker: Mit dem Ablauf unseres ICO sind wir sehr zufrieden. Von Anfang an haben wir starken Wert darauf gelegt, allen gesetzlichen und steuerlichen Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb arbeiten wir seit Projektbeginn mit der KPMG zusammen und konnten so einen starken Präzedenzfall für zukünftige Token Sales in Deutschland schaffen. Ein Learning aus der Zeit ist auf jeden Fall das Community Management: Wir sind schnell an die Grenzen unserer personellen und zeitlichen Möglichkeiten gekommen, als es um das Beantworten von Fragen, Anregungen und Feedback ging. Glücklicherweise konnten wir schnell einen Community Manager rekrutieren, der sich als engagiertes Mitglied unserer Telegram-Gruppe hervorgetan hatte und uns noch heute in dieser Funktion unterstützt.

Zuerst erschienen in Berlin Valley 29

Weitere Interviews in dieser ICO-Serie:

Speed-Shopping mit Belohnungssystem: die Wysker-App.
Speed-Shopping mit Belohnungssystem: die Wysker-App.
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Josefine Köhn-Haskins
Josefine ist Redakteurin bei Berlin Valley. Sie hat für zahlreiche namhafte Tageszeitungen und Magazine geschrieben und war für 15 Jahre als Korrespondentin in den USA tätig. Von dort berichtete sie aus dem Silicon Alley in New York und über die Startup-Szene in Miami. Ihr Ziel ist es mit Geschichten die Welt ein bisschen besser zu machen.