Zudem ist Hongkong ein Zollfreigebiet und bietet einen besonders unternehmensfreundlichen Steuerrahmen mit einer Unternehmenssteuer von 16.5% und keiner Mehrwertsteuer, was die Stadt besonders attraktiv für Unternehmen in den Bereichen IT, Technologie und Handel macht. Als ehemalige britische Kronkolonie besteht Englisch noch als Landessprache, sowie die Meinungsfreiheit und der Zugang zu Kapital und zieht den westlichen Gründer an. Und natürlich bietet die Stadt geografisch besten Zugang zu China und der Asien-Pazifik Region unter der Beibehaltung des angelsächsischen Gewohnheitsrechts, des sogenannten “common laws”. Besonders interessant für Gründer im Bereich Konsumentenelektronik, Möbel und Spielzeug ist die Nähe zum Perlflussdelta – China’s Produktionsdrehscheibe und Fertigungszentrum, welches per Auto, Zug und Fähre innerhalb einer Stunde von Hongkong aus zu erreichen ist.

Das hört sich alles rosig an, doch es muss gesagt bleiben, dass dies alles sehr neue Entwicklungen sind und besonders das Hongkonger “Startup-Ecosystem” in den Kinderschuhen steckt und seinen Platz in der Startup-Welt noch sucht. Die Stadt ist eindeutig weltmarktführend im Bereich Finanzen, Handel und Logistik. Nichtsdestotrotz differenziert sich Hongkong’s einmaliges Wirtschafts-und Verwaltungssystem ganz deutig vom chinesischen Markt und ist somit nicht unbedingt optimal um den chinesischen Markt zu erreichen.

Startups in Logistik, Hardware und Finanzen brauchen für ihren Einstieg in der Asien-Pazifik Region gar nicht viel weiter als Hongkong suchen. Hongkong herbergt heute über 200 Startups und über 30 Co-Working Spaces. Der Grossteil ist noch am Anfang der langen Reise. Ein Dutzend Startups sind wirklich erfolgreich. Eines der bekannten und größten Exits schaffte Divide mit ihrer Unternehmens-App – Google kaufte Divide für angeblich über US$100 Millionen (€85,5 Millionen) in 2014. In den letzten 2 Jahren zeichneten sich auch Verbesserungen im Bereich Investitionen und Finanzierung und einige Startups haben ihre Series A Founding Rounds geschafft, u.a. die Last-Minute Hotel-Buchungs-App HotelQuickly (US$- 5Milion), und die “Uber für Logistik” GoGoVan (US$16.5m) und Lalamove (US$10m).
Hongkong’s Startup-Szene ist erst am Anfang, wächst aber stetig und es kristallisieren sich viele, interessante Möglichkeiten. Interessierte Unternehmer, die gerne sich in Logistik, eCommerce, Hardware, Finanzen oder Reisedienstleistungen verwirklichen möchten und keine Angst vor dem asiatischen Abenteuer haben, sollten sich Hongkong genauer anschauen.

Diese Faktoren locken derzeit unzählige internationale Startups und Unternehmensgründer in die Stadt. Viele nutzen sie als Fundament und erste Etappe für ihre Expansion in Asien und weltweit.

Die Verwaltung Hongkong versucht nun seit einigen Jahren unabhängiger von der Finanzindustrie und dem Handel mit China zu werden – oder sich zumindest nicht mehr ganz auf die beiden Hauptindustrien zu verlassen. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts förderte die Stadt den Bau zweier Technologie-Parks, in denen nun über 1,000 Technologiefirmen ansässig sind. In seiner Rede zum Jahresanfang 2015 hat der Regierungschef C.Y. Leung angesprochen, Innovation und Technologie mit weiteren HKD 5 Milliarden (€555 Millionen) in die IT-und Technologiekasse (“IT Fund ITF”) zu fördern.

Wichtige Startups aus Hongkong

GoGoVan wurde Im Juli 2013 in Hongkong gegründet und ist einer der am schnellsten wachsenden Startups in Hong Kong. GoGoVan bietet eine App, die Logistikunternehmer wie z.B. Lieferwagen-Fahrer mit Konsumenten in Kontakt bringt. Nach nur einem Jahr vermittelt die App bereits mehr als 24.000 Fahrzeuge und Fahrer. Außerhalb Hongkongs hat GoGoVan bereits Büros in Singapur, Taiwan, Südkorea, China und Australien eröffnet.

EzeeCube ist ein modularer Media-Hub, der das Media Setup des Wohnzimmers entrümpeln will. Sein revolutionär modularer Aufbau bietet auf einfache Weise das Hinzufügen zusätzlichen Speichers, eines Blu-rayPlayers, Verstärker und vieles mehr. Die EzeeSync App erlaubt außerdem noch automatisches synchronisieren von Fotos und Videos zwischen iOS, Android und Mac/Windows Geräten der ganzen Familie.

Shopline ist eine DIY e-Commerce-Plattform, auf der sich Händler unabhängige Online-Shops in Asien einrichten könnnen. Shopline‘s Differenzierung liegt in ihrer Lokalisierung für den asiatischen Raum mit Sprachunterstützung der lokalen Sprache, regionalen Zahlungsmethoden und lokalisierten Kundenservice. Die Plattform hat auch einen vereinfachenden Setup-Prozess und die gesamte Plattform wurde für mobile Geräte optimiert. Shoplines Ziel ist es kleine Unternehmen in Asien mit einfach zu bedienenden Tools zu verstärken.

InvestLab Technology entwickelte eine SaaS Online Retail Trading Lösung namens MIX für Retail-Broker Firmen. Die Software bietet den Kleinanleger-Kunden der Retail Broker die Möglichkeit ihren globalen, grenzüberschreitenden Investitionen über ein einziges Konto abzuwickeln. MIX bietet die Möglichkeit, Ihre globalen, grenzüberschreitenden Investitionen über bis zu 43 verschiedene Aktienbörsen in 30 Ländern zu verbinden.

Snaptee ist eine simple, nutzerfreundliche App, mit der Nutzer T-Shirts und Pullover mit persönlichen Bildern, in-app-Filter-Design-Vorlagen und mit einer Palette von Schriftarten kreativ selbst entwerfen können. Bei Bestellung des entworfenen T-Shirts druckt Snaptee l jedes T-Shirt digital und verschickt sie direkt an die weltweiten Nutzer

Mit Casetify kann jeder aus seinen Instagram-, Facebook- sowie persönlichen Fotos speziell angefertigte Hüllen für Handys und Tablets erstellen. In 2011 gegründet, hat Casetify nun Büros in Los Angeles und Hongkong und wird von Stars wie Lionel Messi, Snoop Dogg und Hilary Duff angepriesen.

Aftership ist eine Tracking-Plattform für Online-Händler, die weltweit mehr als 180 Transporteure unterstützt. Die Software kann verschiedenste Shopping Cart-Lösungen (Shopify, BigCommerce, eBay, Magento, Shopify, PrestaShop, Spree, 3dcart, CS-Cart, OpenCart) integrieren. Aftership ermöglicht außerdem eine Restful Tracking-API, die Online-Shops eine einfache Tracking-Fähigkeit für deren Apps bietet.

Ambi Labs ist ein Internet of Things Startup. Das Ambi Labs Team hat ein cleveres Gerät, welches die in Asien allgegenwärtige Klimaanlage intelligenter macht, entwickelt. Das Gerät, Ambi Climate, bietet moderne Sensoren und maschinelles Lernen, um die korrekten Einstellungen der Klimaanlage zu bestimmen. Das Gerät startete im November letzten Jahres auf Kickstarter durch und erreichte ein Crowdfunding von mehr als US$115,000.

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