Der globale Gesundheitsmarkt wächst. Nach Angaben des Bankhauses Berenberg liegt die jährliche Wachstumsrate bei 19 Prozent. Und das Beratungsunternehmen Deloitte geht davon aus, dass Europa schon 2018 die USA als den größten digitalen Gesundheitsmarkt überholen wird. Auf diesen Trend reagiert nun die Hitfox Group mit dem Start von Heartbeat Labs, einem vertikalen Company Builder. Ziel ist es, jährlich drei bis fünf Unternehmen im Bereich digitale Gesundheit zu gründen.

Heartbeat Labs entwickelt das Modell des Company Builders weiter, auf einer Plattform tiefes Branchenwissen mit agilen, unternehmerischen Teams zusammenzubringen. Zusätzlich zur  Anschubfinanzierung zwischen 0,5 und fünf Millionen Euro wird das Lab eine umfassende Palette an Ressourcen bereitstellen – von Technologie- und Produktentwicklungskapazitäten bis hin zum Buchhaltungswesen. Dies wird den Unternehmern ermöglichen, digitale Geschäftsmodelle mit hoher Geschwindigkeit und mit Nachhaltigkeit auf dem Gesundsheitsmarkt zu etablieren.

Medizinische Versorgung der Menschen verbessern

„Während sich die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten stetig verbessern, hinkt die Entwicklung des Gesundheitssystems in Sachen Effizienz, intelligenter Nutzung von Daten und mobilen, telemedizinischen Anwendungen der Digitalisierung weit hinterher“, begründet Hitfox-Gründer und Managing Director Jan Beckers den Start des Labs. „Dabei bieten digitale Technologien ein riesiges Potential, die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern und gleichzeitig die Gesamtkosten des Gesundheitssystems zu senken.“

„Viele Menschen sind mit der Qualität der medizinischen Versorgung unzufrieden“

Unterstützt wird das Management um Beckers und seine Hitfox-Partner Hendrik Krawinkel und Eckhardt Weber von medizinischen Fachleuten und strategischen Beratern, darunter der ehemalige McKinsey-Europa-Chairman Herbert Henzler und der Labor-Unternehmer Dominik Löer.

Mit Heartbeat Labs ins digitale Zeitalter aufbrechen

„Viele Menschen sind mit der Qualität der medizinischen Versorgung unzufrieden“, sagt Löer. „Sie beklagen lange Wartezeiten und mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsdienstleistern. Gleichzeitig wächst der Kostendruck auf das Gesundheitssystem kontinuierlich. Digitale Technologien ermöglichen, diese Herausforderungen zu lösen. Sie werden Patienten dazu befähigen, Medikamente online zu bestellen. Praktizierende Ärzte werden sich Patienteninformationen untereinander schneller und sicherer austauschen können. Das wird Wartezeiten reduzieren und schnellere, zuverlässige Diagnosen ermöglichen.”

Bisher hat Hitfox sich vor allem auf den Aufbau von Unternehmen aus den Bereichen Fintech und Adtech konzentriert. Mit dem Digital-Health-Lab reagiert der Company Builder auf die sich abzeichnende Öffnung des Gesundheitsmarkts. „Es gibt erste Anzeichen, dass sich die gesetzlichen Voraussetzungen ändern“, sagt Weber. „Die europäischen Gesundheitsmärkte sind endlich dabei, sich ins digitale Zeitalter vorzuarbeiten.“

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[…] Die Hitfox Group steigt in den Health-Tech-Bereich ein und gründet mit Heartbeat Labs einen Company Builder, der jährlich drei bis fünf Digital-Health-Startups gründen soll. Als Anschubfinanzierung werden jeweils eine halbe bis fünf Millionen Euro investiert. Eckhardt Weber, Mitgründer von Heartbeat Labs und Managing Director von Finleap, kommentiert: „Wir glauben, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um in den Gesundheitsmarkt zu investieren: Es gibt erste Anzeichen, dass sich die gesetzlichen Voraussetzungen ändern und diese Märkte schrittweise öffnen.” berlinvalley.com […]