„Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Industrie und Energiewirtschaft zu revolutionieren“, sagt Arno Reich, Geschäftsbereichsleiter der HANNOVER MESSE. „Menschen bringen Maschinen bei, logisch und zweckgerichtet zu handeln. KI-Systeme generieren Wissen und Können heute auf Basis von Daten und Algorithmen. So können Betriebszustände fortlaufend optimiert oder Fehler und Störungen sicher vorausgesagt werden – in Produktionsprozessen, im Stromnetz oder in der Logistik. Dafür steht das Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence.“

Mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Machine Learning werden auf der HANNOVER MESSE gezeigt. Darunter Roboter, die Aufgaben in der Fabrik eigenständig lösen und ihr Wissen an andere Maschinen weitergeben. Oder KI-Systeme, die bei Reparaturmaßnahmen detaillierte Instruktionen geben und den Techniker bei der Ausführung begleiten. Das System wird im Dialog mit dem Menschen immer besser, weil es mit jeder neuen Fragestellung und jedem Feedback weiter dazulernt.

„Wenn wir von den Vorzügen künstlicher Intelligenz sprechen, heißt das nicht, dass wir auf die menschliche Intelligenz verzichten könnten. Im Gegenteil“, so Reich. „Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und Führung – mit diesen Eigenschaften wird der Mensch in Zukunft weiterhin die wichtigste Rolle in der Industrie spielen.“ Welche genau, das wird beim neuen Kongress „Future of Work in Industry“ am 3. April im Tagungsbereich Halle 19/20, Saal New York, diskutiert. Über 300 Experten, Vordenker und Führungskräfte der Industrie kommen zusammen. Auf der Bühne mit dabei sind unter anderem Philosoph und Autor Richard David Precht, Siemens-Personalchefin Janina Kugel und der „Human-Cyborg“ Ralf Neuhäuser.

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Über 300 Experten und Vordenker werden die „Future of Work in Industry“ diskutieren.

Plattformökonomie

In die Zukunft geschaut wird außerdem beim Industrial Pioneers Summit am Messedienstag. Hier wird der Frage nachgegangen, was eigentlich nach Industrie 4.0 kommt. Neben Digitalisierung und KI wird auch das Thema Plattformökonomie diskutiert, um gemeinsam Lösungen und Visionen für das Jahr 2025 zu entwerfen. Denn Plattformen sind die Basis für die Kommunikation, für die gelungene Kollaboration zwischen Mensch und Maschine. Über gemeinsame Plattformen können Daten ausgetauscht und so das gemeinsame Wissen genutzt und vermehrt werden. Die Rolle des Menschen ist dabei die des Enablers. Auf sein Prozesswissen und seine vielfältigen Qualifikationen kann die Produktion von morgen nicht verzichten. Datensammlung, Datenanalyse, maschinelles Lernen oder die Entwicklung von Algorithmen für künstliche Intelligenz macht der Mensch erst möglich. Industrial Intelligence steht deshalb auch dafür, Wissensmanagement auszubauen und Wissensträger auszubilden.

Mit welchen Modellen Plattformanbieter derzeit bereits den Markt revolutionieren, darüber können sich Besucher in Halle 4–6 informieren. Dort zeigen über 600 Anbieter ihre Lösungen für integrierte Prozesse zur industriellen Anwendung. Eine große Rolle spielen hier auch neue Geschäftsmodelle, die vorhandene Marktstrukturen zum Teil radikal verändern. „Digitale Plattformen bringen Kunden und Anbieter zusammen“, erklärt Reich. „Damit geht es zum einen um die Frage, welche IoT-Lösung Mensch, Maschine und Prozesse am besten vernetzt, aber zum anderen auch ganz grundlegend darum, wer das ideale Betriebssystem für die Industrie 4.0 bieten kann.“

Wie werden Mensch und Maschine in Zukunft zusammenarbeiten die HANNOVER MESSE zeigt konkrete Anwendungsbeispiele. - Mensch und Maschine im Dialog
Wie werden Mensch und Maschine in Zukunft zusammenarbeiten? Die HANNOVER MESSE zeigt konkrete Anwendungsbeispiele.

Young Tech Enterprises

Spannende Ideen und innovative Ansätze kommen auch aus der Startup-Branche, der die HANNOVER MESSE mit den Young Tech Enterprises in Halle 13 ein eigenes Forum bietet. Das Angebot der Startups reicht von KI-basierter Software, Virtual Reality, Sensortechnologien über Logistikplattformen, Navigationssysteme und Smart Materials bis hin zu intelligenten Batteriepacks, E-Mobilität und Energielösungen.

„Die Zusammenarbeit mit Startups bietet traditionellen Herstellern große Chancen, um die eigene Position im globalen Wettbewerb zu verbessern. Risikobereitschaft und flache Hierarchien ermöglichen schnelle Entscheidungen und eine agile Umsetzung, was die Markteinführung für neue Produkte und Dienstleistungen deutlich verkürzt“, sagt Reich. „Aussteller und Besucher der HANNOVER MESSE profitieren dabei vom direkten Zugang zu zahlreichen jungen, kreativen Unternehmen. Umgekehrt haben die Startups unmittelbaren Zugriff auf mehr als 6.000 potenzielle Partner.“

Platz für innovative Ideen: Die Startup-Szene findet in Halle 13 bei den Young Tech Enterprises ein eigenes Forum.

HANNOVER MESSE 2019: 1.–5. April 2019

Die HANNOVER MESSE steht dieses Jahr ganz im Zeichen der Industrial Pioneers. Wie werden Mensch und Maschine in Zukunft zusammenarbeiten? Innovative Ansätze aus dem Startup-Bereich finden bei den Young Tech Enterprises in Halle 13 ein eigenes Forum.
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