Hamburg ist eine teure Stadt, und so müssen die meisten ihrer Einwohner viel Zeit darauf verwenden, die hohen Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Freizeit ist oft ein knappes Gut, das entsprechend anspruchsvoll ausgestaltet wird. Möglichkeiten bietet die „schönste Stadt der Welt“ mehr als ausreichend, ganz oben nicht nur auf meiner persönlichen Liste stehen dabei Aktivitäten am, im oder auf dem Wasser. Denn davon bieten Alster und Elbe mit ihren vielen Seitenarmen und Abzweigungen eine wahre Flut: vom Spaziergang am Ovelgönner Elbstrand über die Joggingstrecke um die Außenalster bis hin zu den Tret-, Kanu- oder Ruderbootfahrten durch die pittoresken Alsterkanäle (die bis in den Stadtpark führen), von Fahrten mit den modernen Elb- oder den historischen Alsterfähren über Schwimmen in der Dove Elbe bis hin zum Camping am Falkensteiner Ufer ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Cocktails im Kiez: das Mad Hatter auf St. Pauli (Foto: Anja Schaar)
Cocktails im Kiez: das Mad Hatter auf St. Pauli. (Foto: Anja Schaar)

Ebenfalls ganz weit oben auf der Liste zu finden sind auch in Hamburg die Klassiker Essen, Trinken und Tanzen. Die wichtigsten Stadtteile sind seit einigen Jahren und wahrscheinlich für immer St. Pauli sowie die Schanze, Eimsbüttel und Ottensen. Der absolute Ausgeh-Klassiker heißt immer noch St. Pauli. Während man die Reeperbahn vor allem am Wochenende nur für Konzerte zum Beispiel in der Großen Freiheit 36, im Molotow oder im Docks ansteuern sollte, findet man hingegen in Richtung Hafen kleine, aber äußerst hochklassige Cocktailbars wie den Chug Club, das Mad Hatter oder die Drip Bar sowie exzellente Küche, etwa in der Osteria del Prete. Von hier sind es dann nur noch ein paar Schritte weiter zum Fischereihafen, wo der Salon Stoer, der neueste Streich der Mutter- und Kitty-Betreiber Tom und Eike, oder das intellektuell-hip-geheimnisvolle Golem auf Euch warten.

Großartige Bar: das Rabbit Hole (Foto: Rabbit Hole)
Großartige Bar: das Rabbit Hole. (Foto: Rabbit Hole)

Sollte die Flucht vor dem Ballermann-Trubel auf der Reeperbahn und der Großen Freiheit in Richtung Schanze führen, empfiehlt sich die Route über die Hein-Hoyer- oder die Detlev-Bremer-Straße. Denn hier beginnt ein zunächst etwas unübersichtliches Gewirr kleinerer Straßen wie der Clemens-Schulz-, der Paul-Roosen- oder der Wohlwillstraße, in denen in lauen Nächten (das sind in Hamburg Temperaturen über zehn Grad) vor jedem dritten Haus Bänke, Stühle und Menschentrauben zu finden sind. Hinter diesen Trauben verbergen sich oft großartige Bars wie die Korall Bar, das Rabbit Hole, das Clockers, das Luba Luft, die 3 Freunde Bar oder die Toast Bar, aber auch wunderbare Restaurants wie Der Krug, Brachmanns Galeron oder das Nil.

Entpannter Samstag

Wer sich lieber tagsüber als in der Nacht vergnügt, dürfte sich in Ottensen wohlfühlen. Hier kann man sich mit einem leckeren Frühstück (zum Beispiel in der Rain Cafeatery), einem anschließenden Shoppingbummel (zum Beispiel bei Adler Altona), Kaffee und Kuchen (zum Beispiel Café Forelle, Liebes Bisschen, Codos), einem Abendessen (zum Beispiel Mehl, Gasthof Möhrchen), einem Theateroder Kinobesuch (Thalia oder Zeise) sowie einem Absacker (zum Beispiel Familieneck, Aurel) einen entspannten Samstag machen.

Futtern wie bei Muttern: im Café Forelle in Ottensen (Foto: Ebert&Mänz GbR)
Futtern wie bei Muttern: im Café Forelle in Ottensen. (Foto: Ebert&Mänz GbR)

Alternativ empfiehlt sich für solch ein Lazy-Saturday-Programm auch das etwas versteckte Karoviertel am Rande der Schanze – nach einem ausgiebigen Frühstück (zum Beispiel im Café Klatsch) kann man hier wunderbar über den Hipster-Flohmarkt um den ehemaligen Schlachthof bummeln, danach geht’s gemütlich weiter zum ausgiebigen Shoppen in die Marktstraße (zum Beispiel Herr von Eden, Elternhaus).

Stilvoll einkaufen: zum Beispiel bei Herr von Eden in der Marktstraße (Foto: Hannes Cunze/Herr von Eden Hamburg)
Stilvoll einkaufen: zum Beispiel bei Herr von Eden in der Marktstraße. (Foto: Hannes Cunze/Herr von Eden Hamburg)

Wer anschließend eine Stärkung braucht, findet amerikanische Speisen bei Samy Deluxe im Gefundenen Fressen oder bei Dulf’s Burger, leckere österreichische Küche hingegen im Marend oder im Harbour Cake. Sollte gerade Dom sein (die Chancen stehen circa eins zu vier) oder aber der FC St. Pauli ein Heimspiel haben (Chance eins zu drei), lohnt sich ein Abstecher – ansonsten gibt es leckere Drinks und nette Leute im Kleinen Phi, im Yoko Mono oder in der Kitty.

Für echte Fans: das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli (Foto: St. Pauli)
Für echte Fans: das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli (Foto: St. Pauli)

Und wer tanzen will, kann Hamburgs besten Club von hier aus kaum verfehlen: im gigantischen Hochbunker an der U-Bahnstation Feldstraße befindet sich im vierten Stock das zu Recht mehrfach prämierte Uebel & Gefährlich, das nicht nur mit gutem Programm, sondern auch einer Dachterrasse mit Blick über St. Pauli überzeugt. Was man noch alles machen kann in Hamburg, welches die coolsten Clubs sind, wo es die besten Burger gibt, welche Parks im Sommer zum Grillen einladen, wo die Stadt mit dem Fahrrad am schönsten zu erfahren ist, welche Ausflugsziele es im Umland gibt und vieles mehr, erfahrt ihr ausführlicher und immer aktuell bei Eurem Freund in der neuen Stadt, Mit Vergnügen Hamburg. Herzlich willkommen!

Zuerst erschienen in Berlin Valley Spezial: Startup-Szene Hamburg 

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