Entrepreneure wagen Außergewöhnliches – im Job und auch in ihrer Freizeit. Wir haben nachgefragt, welches die Lieblingsziele der Gründer sind, und sie gebeten, uns von den spannenden Orten, die sie besucht haben, zu erzählen und uns ein Foto zu schicken. Herausgekommen ist eine Bilderreise um die Welt.

Zu Besuch bei den Eisbären

Maria Spilka, Gründerin von Mädchenflohmarkt: Ich habe das Glück, seit meiner Jugend viel gereist zu sein. Zu den schönsten Orten zähle ich Chile, Namibia, Bhutan, Myanmar, Iran, Neuseeland und die USA. Die vermutlich ungewöhnlichste Expedition führte mich nach Spitzbergen, eine Inselgruppe im arktischen Ozean. Ich wohnte eine Woche lange auf einem Schiff, mit dem wir Robbenkolonien und Eisbären besuchten und bis zur Eisküste des Nordpols fuhren. Die Sonne ging nie unter, und bei Landausflügen musste man überall nach Eisbären Ausschau halten.

Zu Besuch bei den Eisbären (Bild: Maria Spilka)
Auszeit vom Mädchenflohmarkt: Maria Spilka in Spitzbergen (Bild: Maria Spilka)

Mit dem Fahrrad durch Ruanda

Saskia Griep, Gründerin von Fairaway: Ungewöhnliche Orte entdecken, regionales Essen ausprobieren und neue Leute kennenlernen – das alles begeistert mich am Reisen. Kennt Ihr es, wenn man eine Wanderung macht, sich in einem eiskalten Wasserfall erfrischt und auf die Sonne wartet, die hinter den Bergen zum Vorschein kommt? Verantwortungsvolles Reisen macht die Welt zu einem besseren Ort: für Reisende, Gastgeber und die Welt. Deswegen habe ich Fairaway gegründet.

Mit dem Fahrrad durch Ruanda (Bild:L Saskia Griep)
Auch im Urlaub mit dem Rad unterwegs: Saskia Griep in Ruanda (Bild: Saskia Griep)

Rocky Mountains Road Trip

Sophie Willborn, Gründerin von Headwave: Als letztes war ich in Seattle. Da ich absolut süchtig nach Motorradfahren bin, meine Blade aber leider nicht ins Handgepäck passt, musste ich improvisieren. Die Gegend zu Fuß zu erkunden wäre sowas von uninspirierend gewesen. Also, Motorradklamotten in die Tasche gequetscht, Helm ins Flugzeug geschmuggelt und drüben einfach Motorradfahrer angequatscht, ob sie ein Bike übrig haben. Und tatsächlich! Ich habe wirklich zwei Jungs gefunden, die gerade einen Road Trip durch die Rocky Mountains starten wollten und ein Motorrad für mich hatten! Der Trip war der absolute Oberhammer!

Rocky Mountains Road Trip (Bild: Sophie Willborn)
Zu dritt: Roadtrip durch die Rocky Mountains (Bild: Sophie Willborn)

Faszination Japan

Niko Woischnik, Gründer von Tech Open Air: Was mich an Japan so fasziniert, ist die Tatsache, dass es auf einzigartige Weise Futurismus und Altertum verknüpft. Es gibt viele wunderbare Länder wie etwa Bolivien oder Indien, die alte Werte und Bräuche pflegen. In der Regel sind diese Länder aber – was den Entwicklungsstand angeht – noch nicht in der Moderne angekommen. Japan ist wirtschaftlich und technisch Europa einiges voraus, kulturell aber wunderbar der Vergangenheit zugewandt. Diese Kombination kenne ich in keinem anderen Land der Welt. Das macht Japan so speziell! Das Streben nach Perfektion lässt einen Unternehmer zudem in ehrfürchtiger Stille verweilen. Perfektion und Liebe zum Detail sind dem Shokunin das Wichtigste. Und als Foodie ist Japan für mich sowieso das Nonplusultra!

Faszination Japan (Bild: Niko Woischnik)
Faszination Japan: Das Land verknüpft Futurismus und Altertum auf einzigartige Weise. (Bild: Niko Woischnik)

Auf den Pfaden der Anden

Ori Hagai, Gründer von Let’s Yalla: Von acht Monaten Backpacking in Südamerika zeigt dieses Bild einen unvergesslichen Moment in Peru. Für Nicht-Peruaner ist jeder Schritt in den Anden hart, daher hatten wir Gepäckesel – wie ihr seht, ich habe einen Freund gefunden! Kurz bevor wir nach einer langen Wanderung das Camp erreicht hatten, wurde uns klar, dass wir den Gaskocher vergessen hatten. Unser Guide zahlte einen einheimischen Jungen, der in kurzer Zeit den Kocher holte und dabei den Weg, für den wir echt lange gebraucht hatten, zweimal lief – ohne jede Anstrengung. Wir waren beeindruckt, und das warme Essen war echt lecker.

Auf den Pfaden der Anden (Bild: Ori Hagai)
Neuer Freund: Ori Hagai mit seinem Gepäckesel in den Anden (Bild: Ori Hagai)

Sonnenuntergang am Ende der Welt

Robin Eric Haak, Gründer von Jobspotting: Nirgends weltweit trifft man auf so spannende Menschen wie auf dem Jakobsweg. Man läuft sich alles ab. Am Ende ist man frei.

Sonnenuntergang am Ende der Welt (Bild: Robin Eric Haak)
Weg zur Freiheit: der Jakobsweg (Bild: Robin Eric Haak)

Durch die Aschewüste des Mount Bromo

Kevin Kiesewetter, Gründer von Blookery: Eine meiner besten Erfahrungen: Meine Reise in Indonesien über die Java Insel. Dort mit dem Roller durch die Aschenwüste des Mount Bromo bei Sonnenuntergang und Nebel zu fahren. Es war wie auf dem Mond!

Durch die Aschewüste des Mount Bromo (Bild: Kevin Kiesewetter)
Wie auf dem Mond: Mount Bromo auf Java (Bild: Kevin Kiesewetter)

Kameltrekking in Indien

Nick Bortot, Gründer von Bux: Eine Reise, die ich nie vergessen werde, war ein Urlaub zusammen mit meiner Familie in Indien. Wir waren drei Tage Trekking, sind auf Kamelen geritten und haben im Freien übernachtet, mitten in der Wüste. Der Sternenhimmel war einfach unglaublich! Hier in Holland hat man Glück, wenn man mal ein paar einzelne Sterne sehen kann, es ist einfach zu hell. Dort aber konnten wir sogar die Milchstraße sehen. Das war extrem beeindruckend.

Kameltrekking in Indien (Bild: Nick Bortot)
Wüstenschiff: Mit den Kamelen durch Indien (Bild: Nick Bortot)

Kiten am Kap

Erik Podzuweit, Gründer von Scalable Capital: Ich gehe leidenschaftlich gern Windsurfen – zum Beispiel hier vor Norderney. Der beste Ort zum Windsurfen ist aber am Kap der guten Hoffnung, Platboom Beach: super Wellen, starker Wind, Wale – was will man mehr?

Kiten am Kap (Bild: Eric Podzuweit)
Was will man mehr: Windsurfen vor Norderney (Bild: Erik Podzuweit)

Im Bann von Bhutan

Bernita Müller, Gründerin von WainandoAuf meiner Reise durch Bhutan hat mich besonders die einzigartige Kombination aus Natur, den gewaltigen Bergmassiven und der Ruhe, die dort herrscht, in den Bann gezogen. Man spürt hautnah, dass Glück dort zum obersten Ziel der nationalen Politik zählt und sogar in der Verfassung verankert ist. Vor allem die ungeheure Gastfreundschaft und die Herzlichkeit vergesse ich nie. Nach diesem Besuch war klar, dass Bhutan als außergewöhnlicher Kraftort und wegen der besonderen Menschen in unserem Reiseportfolio für kleine und große Auszeiten dabei sein muss.

Im Bann von Bhutan (Bild: Bild: Bernita Müller)
Staatsziel: Glück ist in der Verfassung von Bhutan verankert. (Bild: Bernita Müller)

Coworking auf Bali

Christian Häfner, Gründer von Fastbill: Bali in Indonesien hat mich in den letzten Jahren mehrfach begeistert. Als Surfer genießt man dort eine außergewöhnliche Mischung aus stabilem, schnellen Internet, westlichen Standards bei Infrastruktur, Restaurants und Unterkünften, warmen Temperaturen, perfekten Wellen und der guten Erreichbarkeit (viele internationale Direktflüge). Zudem ist Bali mit sechs Stunden Zeitverschiebung noch an der Grenze des Machbaren für die Zusammenarbeit mit Kollegen in Deutschland.

Coworking auf Bali (Bild: Christian Häfner)
Arbeiten in Bali: Mit sechs Stunden Zeitverschiebung noch gut machbar (Bild: Christian Häfner)

Abendmahl in der Wüste

Tao Tao, Gründer von Get Your Guide: Eines meiner beeindruckendsten Reiseerlebnisse war eine kleine Wüstensafari, die wir in Dubai auf einer Konferenz für die Speaker organisiert haben. Zuerst gings mit den SUVs die Sanddünen hoch und runter, gefolgt von einer Falkenshow. Anschliessend ein Ritt auf den Kamelen. Das Highlight und die Überraschung war, als wir – auf unseren Kamelen sitzend – auf einmal am Horizont ein kleines Beduinencamp erspähen konnten, das nur für unsere Gruppe aufgebaut wurde. Dort wurde dann mit einem Prachtmahl, Livemusik, Tänzern, Shisha und viel Wein unter dem klarsten Sternenhimmel noch lange gefeiert.

Abendmahl in der Wüste (Bild: Tao Tao)
Wüstensafari: Mahl unterm Sternenhimmel (Bild: Tao Tao)

In der mongolischen Steppe

Renaud Visage, Gründer von Eventbrite: Meine Partnerin und ich waren im vergangenen Sommer in der Mongolei. In der Steppe, unter dem endlosen, blauen Himmel. Mit Jurten, Yakmilch, Sanddünen und Nomaden. Ohne Internet. Eine einmalige Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann. Nur die vergorene Yakmilch muss nicht nochmal sein.

In der mongolischen Steppe (Bild: Renaud Visage)
Ohne Internet: Renaud Visage reiste durch die mongolische Steppe. (Bild: Renaud Visage)

Finale im Estádio do Maracanã

Alessandro Quaranta, Gründer von Formbar by Okinlab: Brasilien – Copa do Mundo 2014. Es war eine sensationelle Zeit mit Freunden in einem wunderschönen Land. Ein Road Trip vorbei an Stränden, Bergen und mit einem krönenden Finale in Rio de Janeiro.

Finale im Estádio do Maracanã (Bild: Alessandro Quaranta)
Weltmeisterlich: Finale in Rio (Bild: Alessandro Quaranta)

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