Der Pong zum Ping

Eigentlich wollten die beiden Uruguayer Daniel Perdomo und Alvaro Salsamendi dem 1972 von Atari entwickelten Pong nur ein Denkmal setzen. Doch als Resonanz auf den vollständig mechanischen, magnetbasierten Nachbau des Videospielklassikers folgten die offizielle Lizenzierung durch Atari und eine Kickstarter-Kampagne. Inzwischen ist aus dem Hobby ein eigenes Unternehmen geworden, das neben einem Couchtisch auch andere Pong-Tische baut. Die jüngste Entwicklung ist ein Cocktailbar-Tisch, der neben dem Spiel auch mit Bluetooth-Lautsprecher und vier USB-Ladeanschlüssen ausgestattet ist. Preis: cirka 5.500 Euro. tablepongproject.com

Foto: Lexar
Foto: Lexar

Kartentrick

„Mehr als 640 Kilobyte Speicher braucht kein Mensch“, behauptete 1981 Microsoft-Chef Bill Gates. Doch Irren ist so menschlich wie der Wunsch nach Optimierung. Für alle, die beim Filmen und Fotografieren kein Ende kennen, schickt Lexar 15 Jahre nach der ersten Ein-Gigabyte-Karte nun die weltweit erste Variante mit einem Terabyte (1.000 GB) ins Rennen. Ernüchternd: Die Leserate liegt bei nur 95 Megabyte pro Sekunde. Das Kopieren einer vollen Karte würde somit fast drei Stunden dauern. Zur Auslieferung macht Lexar noch keine Angaben, der Preis soll aber bei etwa 500 US-Dollar liegen. lexar.com

Foto: LG
Foto: LG

Ab-Schalten

Der Markt für flexible Displays kommt in Bewegung. LG beispielsweise setzt die Technologie für den auf- und abfahrbaren Signature OLED TV R ein. Im Zero View bleibt der Fernseher in seiner Box, nur die 100 Watt starken Lautsprecher sind aktiv. Im Line View informiert ein schmaler Streifen über die Uhrzeit oder das Wetter. Erst im Full View schiebt sich das 65-Zoll-Display komplett nach oben. Der Fernseher versteht auch Amazon Alexaund Apple Homekit-Befehle. Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt. lg.com

Foto: Qoobi
Foto: Qoobi

Pizza-Theorie

„Komprimierte, digitale Musik ist wie Tiefkühlpizza. Smartphones kochen diese Pizza wie eine Mikrowelle. Einfach, aber nicht sehr lecker“, schreiben die Entwickler von Qoobi One. Der transparente Block wandelt Bluetooth-Audiosignale mit Sovtek-Röhren in analoge Signale um und überträgt diese per Cinch an die heimische Hifi-Anlage. Über die App steuern Nutzer Farben, Helligkeit und Temperatur der Röhren. Vorbestellen für 1.499 Dollar. qoobi.co.uk

Foto: Light
Foto: Light
Foto: Light

Zweitphone

2014 setzten der Künstler Joe Hollier und der Produktdesigner Kaiwei Tang ein Zeichen gegen den Wettlauf der Techkonzerne um Aufmerkamkeit und entwickelten Light Phone. Das Handy war nicht größer als eine Kreditkarte und auf die Telefonfunktion limitiert. Das neue Light Phone II ist etwas besser ausgestattet: Telefonie, Adressbuch, Kurznachrichten-Service und eine Uhr mit Wecker treten in Konkurrenz zum Smartphone. Die Schwarz-Weiß-Darstellung auf dem E-Ink-Display ermöglicht nicht nur die bequeme Bedienung im direkten Sonnenlicht, sondern auch fünf Tage im Stand-by-Modus. Ein eingebautes LTE-Modem unterstützt sogar VoLTE-Anrufe. Die Auslieferung an Unterstützer der Indiegogo-Kampagne soll im Juli erfolgen. Preis: ab 300 Dollar. thelightphone.com

Foto: Etergo
Foto: Etergo

Brommertje

Bis zu 240 Kilometer Reichweite pro Ladung, von null auf 45 km/h in 3,9 Sekunden und ein 60-Liter-Kofferraum: Die Daten des E-Rollers überzeugen. Zehn Millionen Euro hat das Amsterdamer Startup im Dezember 2018 von einem nicht genannten deutschen Automotive-Spezialisten für den Start der Massenproduktion erhalten. Wie mit einem Controller lassen sich über den Lenker Smartphone-Apps wie Navigation, Telefonie oder Musik steuern. Preis des „AppScooters“: ab 3.399 Euro. etergo.com

Foto: Simon & Schuster
Foto: Simon & Schuster

Unendliche Seiten

Als 1968 die ersten Menschen um den Mond kreisten, sollte es nur noch gut ein Jahr dauern, bis Menschen zum ersten Mal die Oberfläche des Erdtrabanten betreten würden. Spätestens seit dem „kleinen Schritt für einen Menschen“ beflügeln die unendlichen Möglichkeiten der Raumfahrt die Fantasie der Menschheit. Genau diese Kraft soll beim Verfassen eigener Notizen auf die Fantasie wirken. Hinter dem Softledereinband mit NASA-Logo begleiten Bilder und Aufzeichnungen mutiger Frauen und Männer die eigenen Notizen. Und helfen so vielleicht für knapp 12 Euro beim nächsten „großen Schritt für die Menschheit“. simonandschuster.com

Foto: Heatworks
Foto: Heatworks

Heißkalt

Ein defekter Durchlauferhitzer brachte Jerry Callahan 2006 auf die Idee, elektrische Ströme statt über Heizelemente direkt durch das Wasser zu leiten. Duo enthält diese sogenannte Ohmic Array Technology im Miniatur-Format. Die Karaffe hat zwei Ausgüsse: blau für kaltes, rot für warmes Wasser. Über Tasten wählt man die gewünschte Temperatur. Die Erhitzung erfolgt beim Ausschenken. Preis für den Tee ohne Wartezeit: knapp 200 Dollar. Weitere Produkte: ein Durchlauferhitzer und ein Geschirrspüler. myheatworks.com