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Die Auden AG, die unter anderem in das Fintech Optiopay investiert ist, beteiligte sich Ende August an Fanmiles. Die Aktiengesellschaft erwarb 10 Prozent der Anteile zu einer Unternehmensbewertung von 27 Millionen Euro.


Alan, wie sieht die Vision von Fanmiles aus?

Auf Fanmiles schenken Stars und Marken ihren Fans u.a. Kinotickets, Spotify Abos, die neuesten Computerspiele oder das getragene Trikot vom letzten Champions League-Spiel. Alles, was Fans für diese Prämien tun müssen, ist Fan zu sein. Konkret bedeutet das, dass Fans bei Fanmiles fürs Folgen ihrer Stars und Lieblingsmarken in den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram, YouTube, Twitter oder Snapchat mit #fanmiles belohnt werden, die sie dann kostenlos in Fan-Prämien einlösen können. Wir bei Fanmiles haben die Vision, Fans in ihrem gesamten Fanverhalten zu belohnen. Das betrifft nicht nur den Fußball.Die Menschen sollen auch #fanmiles sammeln, wenn sie einen Song auf Spotify hören oder eine Folge ihrer Lieblingsserie bei Netflix ansehen. Mit der Fanmiles App, die seit Kurzem erhältlich ist, werden Fans zudem fürs TV-schauen belohnt. Diese Funktion ist gerade jetzt während der EM sehr beliebt. Die meisten unserer Nutzer schauen die Spiele mit Fanmiles.

Welchen Einfluss hat das auf den Fußball?

Die Fans erkennen ihren eigenen Wert. Wir machen darauf aufmerksam, dass Fans die aktivste Zielgruppe der Welt sind. Dafür werden sie von ihren Stars und Marken belohnt. Seit wir 2015 life gegangen sind, haben international angesehene Stars wie Mario Götze, Marco Reus, André Schürrle, David Alaba oder Toni Kroos die Plattform Fanmiles für sich und ihre Fans entdeckt. Philipp Lahm hat sogar Geld in unsere Firma investiert und ist ein aktiver Geschäftspartner, weil er von der Lösung überzeugt ist. Für Fabian und mich ist es wirklich wundervoll mitzuerleben, wie unsere Plattform Fanmiles die Bindung der Fans zu ihren Stars weiter stärkt. Wir haben noch einiges in der Schublade für Fans. Dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht mehr sagen. Ein bisschen Spannung muss bleiben.

Profitiert ihr davon, dass ausgerechnet Philipp Lahm bei euch investiert ist?

Philipp ist ein sehr aktiver Gesellschafter und hat ein sehr gutes Verständnis für den Markt. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Ansonsten hat seine Beteiligung Signalwirkung für die Medien und andere Marken, die wir ansprechen. Allerdings haben wir mittlerweile auch so viele Stars und große Marken auf der Plattform, dass das fast schon nicht mehr ins Gewicht fällt.

Wie sprecht ihr Stars und große Marken an?

Die meisten unserer Marken gibt es auf vielen Plattformen, die sich an Fans richten. Die Unternehmen haben ein Interesse daran, eine junge Zielgruppe zu erreichen und sie in ihren Interaktionen it der Marke zu bestärken. Der Mehrwert von Fanmiles ist unseren Gesprächspartnern meistens sehr schnell klar und deswegen haben wir keine Probleme, neue Marken auf Fanmiles zu bekommen.

Wie kamt ihr auf die Idee für Fanmiles?

Mein Co-Founder Fabian und ich haben Fanmiles bereits 2013 gegründet, weil wir eine radikale Veränderung im Verhalten der Fans festgestellt haben: Fansein bedeutet nicht mehr, dass man nur aufs Konzert geht und ein Poster in seinem Zimmer aufhängt. Fansein passiert bei uns allen heute rund um die Uhr über Apps und Social Media. Ich höre den ganzen Tag Musik auf Spotify. Abends schaue ich meine Lieblingsserien auf Netflix und am Wochenende gehe ich zum Bayern-Spiel. Parallel folge ich meinen Stars auf Instagram und Facebook. Wir wollten eine Plattform ins Leben rufen, die alle Fan-Aktivitäten belohnt.

Wie finanziert ihr euch?

Sponsoren und Marken, haben auf Fanmiles die Möglichkeit, mit Fans zu interagieren und bezahlen performance-orientiert für jede Interaktion einen festgelegten Betrag. Diesen wandeln wir in unsere virtuelle Währung #fanmiles um und schenken diese den Fans. Wir selber wählen im Vorfeld jedoch aus, welche Marken auf der Plattform zugelassen werden, da wir stets eine anspruchsvolle Plattform für Fans sein wollen.

Das klingt ja alles nicht besonders Fußball-zentriert. Welche Verbindung habt ihr zu dem Sport?

Sucht man die größten Fan-Reichweiten in den sozialen Netzwerken in Deutschland, findet man schnell die großen Profifußballer. Deswegen haben wir zum Start der Plattform auf Profifußballer mit einer möglichst hohen Social Media Reichweite fokussiert. Wir freuen uns natürlich, dass wir bislang bereits namhafte Profifußballer für unsere Plattform begeistern konnten. Erst zum letzten James Bond Film haben Marco Reus und Mario Götze auf Fanmiles beispielsweise ihren aktivsten Fans eine private Kinovorführung des Films geschenkt. Dazu haben die beiden Stars zwei Kinosäle in Berlin gemietet und sich vor dem Film erneut mit einer persönlichen Videobotschaft bei ihren Fans bedankt.

 

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