E-Scooter-Anbieter Flash nennt sich kurz vor dem Deutschlandstart um, Getsafe erhält eine Millionenfinanzierung und Ride-Hailing-Riese Uber meldet eine Milliarde Dollar Verlust  – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Zum Deutschlandstart: Aus Flash wird Circ

Der E-Scooter-Anbieter Flash hat sich kurz vor seinem Deutschland-Start am heutigen Mittwoch in Circ umbenannt. Da mit dem Wort Flash Geschwindigkeit assoziiert werde, passe es nicht zum Selbstverständnis des Unternehmens, das vielmehr mit Sicherheit, Verantwortlichkeit und Komfort verbunden werden will. 50 der E-Roller sind ab sofort im nordrhein-westfälischen Herne verfügbar. Mit rund 100 weiteren deutschen Städten sei man im Gespräch, wie t3n berichtet. Das Startup wurde im vergangenen Jahr gegründet und hat Anfang 2019 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 55 Millionen Euro abgeschlossen. t3n.de

SolarisBank-Mitgründer wechselt zu Penta

Marko Wenthin, Mitgründer und Vorstandsmitglied der Berliner SolarisBank, wird neuer CEO des digitalen Geschäftskonto-Anbieters Penta. Das verkündete das Unternehmen am Montag auf der Konferenz Money 20/20 in Amsterdam. Wenthin wird ab sofort das vierköpfige Management-Team von Penta verstärken. Sein Fokus soll auf der Internationalisierung des Unternehmens und der Erschließung des nächstgrößeren Kundensegments liegen: traditionelle mittelständische Unternehmen. Vor seiner Zeit bei der SolarisBank war Wenthin 16 Jahre lang bei der Deutschen Bank tätig. Pressemitteilng per Mail und techcrunch.com

Studie: Fehlende Bildungsangebote halten junge Menschen vom Gründen ab

Der Finanzdienstleister TransferWise hat im Rahmen des Gründerwettbewerbs „20 under 20” 16- bis 25-Jährige in Deutschland, Spanien, Großbritannien und Frankreich zum Thema Unternehmensgründung befragt. 64 Prozent der befragten Deutschen würden gerne ihr eigenes Unternehmen gründen, dennoch sehen sich nur zehn Prozent in fünf Jahren tatsächlich als Unternehmer. Der Grund: fehlende Kenntnisvermittlung zum Thema Existenzgründung in der Schule (74 Prozent), gefolgt von finanzieller Unsicherheit (48 Prozent) und der Angst vorm Scheitern (44 Prozent). Zudem gaben 58 Prozent der deutschen Teilnehmer an, es gebe zu wenig weibliche Vorbilder in der Gründerszene. Blogpost

Global Fashion Group soll an die Börse

2011 gründete Rocket Internet gemeinsam mit dem schwedischen Investor Kinnevik die Global Fashion Group (GFG). Jetzt soll das Unternehmen an die Börse, rund 300 Millionen Euro sind das Ziel. Die neuen Gelder sollen in die Technologieplattform, die Lieferinfrastruktur und die Neukundengewinnung investiert werden, um die GFG in die Erlöszone zu bringen. Bis dato ist das Startup das letzte Unternehmen im Rocket-Portfolio, das nicht an der Börse gelistet ist. boerse.ard.de

Innenminister wollen an Daten von Smart Home Devices

Laut einer Beschlussvorlage Schleswig-Holsteins für die Innenministerkonferenz (IMK) wollen die Innenminister von CDU und SPD die „digitalen Spuren” aus Smart-Home-Geräten wie Smartspeakern, Kühlschränken und Fernsehern als Beweismittel vor Gericht nutzen dürfen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Daten sollen nur mit richterlicher Anordnung verwendet dürfen. Die nächste Innenministerkonferenz findet in der kommenden Woche statt. Erst kürzlich hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seiner Forderung nach der verpflichtenden Entschlüsselung der Daten von Messengerdiensten Datenschützer auf den Plan gerufen. spiegel.de und heise.de

Investments & Exits

Millionenfinanzierung für Synfioo

Der Wagniskapitalgeber btov investiert gemeinsam mit dem Geldgeber Senovo und Bestandsinvestoren 2,5 Millionen Euro in das Potsdamer Logistik-Startup Synfioo. Mit dem Geld will das 2015 gegründete Unternehmen den Vertrieb der Software steigern und das Team erweitern. Mit seiner KI-gestützten Software ermöglicht Synfioo die Berechnung von Transportrouten. gruenderszene.de

Amazon kauft insolventes Adtech-Unternehmen

Ende März musste der auf Automatisierungslösungen für Online-Werbung spezialisierte Konzern Sizmek Insolvenz anmelden. Nun übernimmt der E-Commerce-Gigant Amazon die Ad-Server-Technologie sowie das Daten-Tool DCO (Dynamic Creative Optimization) zu einem ungenannten Preis. Beide Unternehmensfelder sollen zunächst eigenständig weitergeführt werden. Amazons Geschäft mit automatisierter Werbung wächst: Im ersten Quartal 2019 stieg der Umsatz um 34 Prozent auf 2,72 Milliarden Dollar. t3n.de

Getsafe erhält 15 Millionen Euro

Das Heidelberger Insurtech Getsafe vermeldet den Abschluss einer Series A in Höhe von 15 Millionen Euro von Earlybird, Commerz Ventures und Bestandsinvestoren. Mit der Finanzspritze soll das Team von derzeit 50 auf mehr als 100 Mitarbeiter verdoppelt werden, zudem ist die europäische Expansion geplant. Noch in diesem Jahr will Getsafe in Großbritannien starten. gruenderszene.de

Tink überzeugt Paypal

Nur wenige Monate nach einer Finanzierungsrunde in Höhe von 56 Millionen Euro konnte die schwedische Open-Banking-Plattform Tink den Payment-Riesen Paypal als strategischen Investor gewinnen. Im Rahmen der Kooperation will Paypal die Kontozusammenführungstechnologie von Tink nutzen, um das Produkterlebnis für Paypal-Kunden zu verbessern. techcrunch.com

International

Eine Milliarde Dollar Verlust bei Uber

Der Ride-Hailing Reise Uber hat in den ersten drei Monaten des Jahres trotz steigender Kunden- und Fahrtenzahl, sowie einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent, rund eine Milliarde Dollar Verlust gemacht. Im Jahresvergleich hat sich der Verlust damit verdoppelt und entspricht ungefähr einem Achtel des Erlöses aus dem Börsengang. Uber sieht dies laut eigener Aussage aber als Chance sich weitere Marktanteile zu sichern. Die Marketingkosten haben sich ebenfalls um 54 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar erhöht. Auch die Uber-Aktien sind trotz der Verlustmeldung auf Erholungskurs. heise.de, t3n.de und reuters.com

Apple sagt Facebook den Kampf an

Apple-Nutzer werden in Zukunft auf Facebook verzichten können. Das versprach Apples Senior Vice President Craig Federighi gestern Abend bei der World Wide Developers Conference (WWDC), Apples größter Entwicklerkonferenz des Jahres. Mit einem eigenen Login-Button für die eigenen Apps möchte Apple dem Social Media Giganten in seine Schranken verweisen. Der Clue: Mit einem Tap werden Nutzer via Face ID von ihrem Gerät authentifiziert und in das neue Konto eingeloggt ohne persönliche Informationen preisgeben zu müssen. Zusätzlich wird die reale, persönliche E-Mail-Adresse verhüllt. Stattdessen ist für die App-Betreiber nur eine zufallsgenerierte E-Mail ID sichtbar. E-Mails werden dann von Apple an das Hauptkonto des Nutzers weitergeleitet. mashable.com

WWDC: Byebye iTunes, hello Catalina

Weitere News vom WWDC von Apple: Wie bereits im Vorfeld erwartet, gab Apple bekannt, iTunes einzumotten. Stattdessen werden die unterschiedlichen Bereiche auf die eigenen Apps Apple Music, Podcasts und TV ausgegliedert. Das neue Betriebssystem macOS10.15 Catalina soll die Sprachsteuerung für „praktisch jede App” ermöglichen. Zudem wird das iPad zum externen Mac-Monitor. t3n.de

US-Regulatoren wollen Marktmacht der Tech-Konzerne prüfen

Die US-Regulierungsbehörden wollen offenbar die großen Tech-Konzerne strenger unter die Lupe nehmen. Wie mehrere Medien am Montag berichteten, sollen sich das Justizministerium und die Federal Trade Commission (FTC) die Verantwortlichkeiten für mögliche kartellrechtliche Untersuchungen folgendermaßen aufgeteilt haben: Die FTC soll weiterhin für Facebook zuständig sein – seit mehr als einem Jahr laufen bereits Untersuchungen gegen das Soziale Netzwerk wegen des Cambridge-Analytica-Skandals – und auch Amazon soll in die Zuständigkeit der FTC fallen. Das Justizministerium soll mit einer möglichen kartellrechtlichen Untersuchung von Google befasst sein; Apple fällt demnach ebenfalls in dessen Verantwortungsbereich. Die Aktienkurse der vier Tech-Riesen reagierten prompt – sie fielen. edition.cnn.com und zeit.de

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