Gemeinsam mit der Deutschen Börse und dem Techquartier Frankfurt hat die Beratungsgesellschaft EY im Juni die „EY-Start-up Academy“ ins Leben gerufen. Bis zum 4. August konnten sich Startups- aus dem Tech- und Fintech-Segment bewerben. Heute, am 14. September, startet die Academy mit den sieben Kandidaten, die den Auswahlprozess überstanden haben.

Allein drei Startups haben ihren Sitz in Frankfurt. Creditlinks ist eine digitale Plattform zum Austausch zwischen Kreditgebern und Unternehmen. Evana hat sich auf die Auswertung von Datenbanken und Dokumenten mittels moderner Algorithmen spezialisiert, und Node.energy entwickelt digitale Werkzeuge und Dienstleistungen für das Management sogenannter Microgrids, die dezentrale Stromquellen und -verbraucher vernetzen. Als letztes deutsches Startup hat sich Studysmarter aus München qualifiziert. Die E-Learning-Plattform unterstützt Studenten bei der Verbesserung ihrer Lernprozesse unter anderem durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Die übrigen drei Tickets sind an internationale Startups vergeben. Asteria ist ein Softwareanbieter aus Stockholm, der den Cashflow von Unternehmen überwacht, um kurzfristige Finanzierungen zu optimieren. Der Schweizer Online-Personaldienstleister F Ective bringt mittels künstlicher Intelligenz geeignete Kandidaten und Projekte zusammen. Und mit MES & DAK hat es ein Startup aus Afrika in die Academy geschafft. Die Online-Plattform aus Casablanca vermittelt Kredite an afrikanische KMU.

Gründer zu Unternehmern machen

Die sieben Gründer werden im Rahmen der „EY Start-up Academy“ nun ein dreimonatiges Programm durchlaufen und auf rund 30 Veranstaltungen Investoren, Vertreter von Banken und Startup-Experten treffen. In Workshops, Trainings und Einzelgesprächen erfahren die Jungunternehmer wesentliche Details zu den Themen Business-Planung und Unternehmensführung, Finanzierung und Förderung, Gesellschafts- und Steuerrecht sowie Regulatorik und IT. „Viele Startups denken in der Gründungsphase primär an ihre Idee und wie sie diese marktreif machen können. Dabei verlieren sie andere, mindestens ebenso wichtige Themen aus den Augen – seien dies finanzielle, rechtliche oder steuerliche Fragen. Genau diese und verwandte Themen stehen auf unserem Stundenplan“, sagt Christopher Schmitz, Partner bei EY und Initiator der Academy.

Während der zwölf Wochen, die das Programm läuft, stellt das Techquartier den teilnehmenden Startups jeweils zwei Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Deutsche Börse bringt darüber hinaus Kompetenz zu IPO und aus ihrem Venture Network mit ein. Als Teil des Programms treten die Teilnehmer im Wettbewerb „EY Start-up Academy Award“ gegeneinander an. Dem Gewinner, der innovative Fin(Tech)-Ideen und Gründergeist am besten verkörpert, wird am Ende der Academy Award-Titel unter Einbindung der Presse verliehen. „Damit erhalten die Startups nicht nur ein starkes Qualitätssiegel, sondern auch gleich eine Bühne, auf der sie sich möglichen Investoren präsentieren können“, sagt Schmitz. „Wir wollen, dass die Startups richtig durchstarten können!“

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