Was machen Ex-Rocket-Mitarbeiter heute? Eine Umfrage

Frage 1 – Was hast Du bei Rocket Internet oder seinen Vorgängern gelernt?

Frage 2 – Warum bist Du weggegangen?

Ex-Rocket-Mann Andreas Winiarski: Er war PR-Chef bei der Firmenschmiede.

Andreas Winiarski

Managing Partner bei Hering Schuppener

Letzte Position bei Rocket Internet: PR-Chef und Geschäftsführer, Rckt. Rocket Communications

1. Alles ist möglich.

2. Rocket macht Business Opportunities aus dem digitalen Unvermögen der etablierten Welt. Ich habe jetzt die Chance, die etablierten Unternehmen fit zu machen für das digitale Zeitalter. Denn auch Deutsche können Internet.

Luis Hanemann Investor Eventure VC Venture Capital CMO Rocket Internet

Luis Hanemann

Partner, E.ventures

Letzte Position bei Rocket InternetCMO,  Rocket Internet

1. Rocket ist eine gute Schule. Ich habe früh viel Verantwortung übernommen und gelernt, dass nichts beständiger ist als der Wandel. Ich habe die Vor- und Nachteile von extremer Geschwindigkeit und Konsequenz erlebt. Lehrreich war zu sehen, wie unterschiedlich Menschen mit extremen Situationen umgehen. Ich habe Freunde gewonnen und die Disruptionskraft der Digitalbranche am eigenen Leib erlebt.

2. Nach vier Jahren hat es sich einfach richtig angefühlt. Ich habe Rocket viel zu verdanken, doch irgendwann kommt der Punkt, wo auch hier die Lernkurve abflacht und man sich fragt, ob dies der richtige Ort ist, um auch langfristig zu bleiben. Ich weiß, es ist ein Privileg, mit Anfang 30 als Partner von E.ventures, eines globalen VCs, in der Stadt zu leben, die ich liebe, mit tollen Kollegen rund um den Globus.

Andre Alpar CEO AKM3 Rocket Internet Company Builder Startup Start-Up Gründerszene

Andre Alpar

Geschäftsführer, PerformicsAKM3 Berlin

Letzte Position bei Rocket InternetBerater für strategische Online-Marketing-Themen, Rocket Internet

1. Ich war in einer frühen Zeit bei Rocket und mit dreieinhalb Jahren auch recht lange. Ich war dort eher zum Lehren – mein Steckenpferd ist Marketing via Suchmaschinen – als zum Lernen engagiert, da ich eine Querschnittsfunktion hatte und viele Startups und Gründer unterstützt habe. Durch viel eigenen Handlungsspielraum und Platz für Experimente konnte ich sehr viel dazulernen, wie man optimal international arbeitet.

2. Die Chance auf eine eigene marktführende Search-Marketing-Agentur wuchs, und der Plan ist recht gut aufgegangen, kann man sagen.

Raffaela Rein CEO Careerfoundry Rocket Internet Startup Start-Up Company Builder Gründerszene

Raffaela Rein

CEO, CareerFoundry

Letzte Position bei Rocket Internet: Global Business Development, Rocket Internet

1. Definitiv Execution. Das bedeutet auch, dass das Aufbauen von Startups nicht immer geradlinig verläuft. Man plant, man implementiert. Und manchmal wird man eines Besseren belehrt. Dann adaptiert man die Prozesse solange, bis sie wirklich gut funktionieren. In großen Firmen wird meist solange geplant, bis alle Risiken abgewägt und Prozesse perfekt geplant sind. In Startups fehlen meist die Zeit und die Ressourcen dafür. Daher gilt: schnell entscheiden, schnell bauen und gegebenenfalls adaptieren.

2. Weil ich die Ambition hatte, eine eigene Firma zu gründen, was ich mit Careerfoundry getan habe.

Christian Vollmann Nebenan.de Gründer Serienunternehmer Startup Start-Up Investor Rocket Internet Company Builder Researchgate Research Gate

Christian Vollmann

Gründer,  Nebenan.de

Letzte Position bei Rocket Internet: Mitgründer und  Geschäftsführer, Affinitas (eDarling)

1. Dass Gründen vor allem Machen bedeutet: Ins Risiko gehen. Entscheidungen treffen. Menschen begeistern und von der eigenen Idee überzeugen. Skalieren. Schnell sein. Pragmatisch denken. Jedes Problem als Chance begreifen. Andere kochen auch nur mit Wasser. Arroganz hat noch nie irgendjemandem geholfen. Be nice, stay humble. Den Wert guter Mitgründer. Den Wert echter Freundschaft. Den Wert einer festen Partnerschaft und einer großen Liebe. Denn: Arbeit ist nicht alles.

2. Weil ich angefangen habe, davon zu träumen, etwas wirklich Sinnstiftendes und Nachhaltiges aufzubauen – etwas wie Nebenan.de eben, wo wir Menschen helfen, ihre Nachbarn wieder kennenzulernen, und so der wachsenden Anonymität unserer Städte entgegenwirken.

Finn Age Hänsel Rocket Internet Gründer Movinga CEO Berliner Berg Craft Beer Company Builder Gründerszene Startup Start-up

Finn Age Hänsel

Mitgründer und Geschäftsführer, Berliner Berg

Letzte Position bei Rocket Internet: Geschäftsführer Rocket Internet Australia und Gründer und Geschäftsführer, The Iconic

1. Ich habe gelernt, wie man Mitarbeiter führt und ein Geschäftsmodell in akribischer Planung und schneller Geschwindigkeit an einem Markt etabliert sowie unter großem Zeitdruck Entscheidungen trifft.

2. Nach fünf Jahren in Australien hat es mich familiär zurück nach Deutschland gezogen. Ich war kurz davor, auch hier bei Rocket wieder durchzustarten, aber dann kam ein sehr attraktives Angebot von Prosiebensat.1, und so bin ich damals als Geschäftsführer zu Epic Companies gegangen.

Henrik Zillmer Airhelp CEO Rocket Internet Product Management Company Builder Startup Start-up Gründerszene

Henrik Zillmer

CEO und Gründer, AirHelp

Letzte Position bei Rocket Internet: Director of Product Management, Rocket Internet

1. Es ist bekannt, dass Unternehmertum nicht in der Schule beigebracht werden kann. Man muss es selbst erleben. Rocket Internet ist die einzige Schule, in der man lernt, ein Geschäft zu starten. Es gibt keinen Lehrer, der einem zeigt, wie es geht, doch man kriegt all die Freiheit und Mittel, um es selbst zu erlernen. In jedem Startup muss man zehn Fehler begehen, bevor man es richtig macht. Viele Startups sterben in dieser Lernphase, weil sie nicht das nötige Kapital oder den nötigen Handlungsdruck haben, um die richtige Lösung zu finden. Bei Rocket macht man diese zehn Fehler mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und kommt als schlanke, gemeine unternehmerische Maschine heraus. Operations, Marketing, Tech, Produkt, Finanzen … Wähle Deinen Favoriten. Bei Rocket liegt es bei Dir.

2. Es ist intensiv, für Rocket zu arbeiten. Die meisten Menschen entscheiden sich innerhalb von zwei Jahren zu gehen. Erstens kann man auf Dauer nicht tagtäglich 25 Stunden arbeiten: Wer sich nicht gerade auf ein Rocket-Venture festlegt, den Valley of Death (die ersten zwei Jahre in einem Rocket-Venture) überlebt und dann „normale“ Arbeitsstunden erzielt, erleidet ein Burn-out. Zweitens sinkt die Lernkurve: Wenn man erst mal drei bis fünf Rocket-Ventures aus dem Nichts mit 300 plus Mitarbeitern auf den Markt gebracht hat, fangen sie an, gleich auszusehen, und man hört auf, mit der Geschwindigkeit zu lernen, mit der man angefangen hat. Drittens: Wenn man weiß, wie man ein Geschäft auf die Beine stellt und es führt, wieso sollte man sich für die Samwers zu Tode schuften, wenn man es einfach selbst machen kann? Letztlich ist man doch zu Rocket gegangen, weil man unternehmerisch arbeiten wollte, richtig?

Dieser Artikel erschien zuerst in Berlin Valley News 11/2015.

Alle Ausgaben zum kostenlosen Download.

Möchtest du informiert werden, wenn die neue Berlin Valley erscheint? Dann trag Dich hier für unseren Newsletter ein.

1
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] Alando, Exitsumme: 50 Millionen Natürlich nicht auf dieser Liste fehlen dürfen die Samwer-Brüder. Ihren Einstieg in die deutsche Startup-Szene machten Marc, Alexander und Oliver Samwer […]