Emmy will sein E-Roller-Geschäft stark ausbauen, das Berliner Food-Startup Koro kauft Meine Spielzeugkiste und Holtzbrinck investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in Vaha – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Startup-Nachrichten

Nach Aus für Coup: Emmy will Geschäft ausbauen

Nach dem Aus für die Bosch-Tochterfirma Coup will Konkurrent Emmy sein E-Roller-Geschäft stark ausbauen. Der Berliner E-Roller-Vermieter bietet u.a. eine modernisierte Version des DDR-Kulturmotorrollers „Schwalbe” und das Modell „Tuvi Torrot” an. Gründer Valerian Seither zufolge sind derzeit 800 der E-Schwalben im Einsatz. Bis zur Sommersaison wolle Emmy den Bestand verdoppeln und in den nächsten 18 Monaten Gewinne machen. Zuletzt musste Emmy die Roller von den Hamburger Straßen nehmen – bis Anfang März 2020 – wegen des Brands in einer E-Akku-Lagerhalle. t3n.de

Uber-Konkurrent: Bolt offenbar in vielen EU-Märkten profitabel

Der estnische Fahrdienstleister Bolt (zuvor Taxify) ist in zwei Dritteln seiner Märkte profitabel und damit auf einem guten Weg in Richtung Gewinnzone. Dies erklärte Markus Villig, Bolt-CEO, in einem Interview mit CNBC. Die Gewinnzone hänge von der Expansion in weitere Märkte ab. In London verzeichnet Bolt nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Passagiere und 30.000 Fahrer. Da Ende November Uber die Betriebslizenz für die Metropole entzogen wurde, könnte Bolt in den kommenden Wochen deutlich zulegen. Villig gründete mit 19 den Uber-Rivalen Bolt und gilt als jüngster Gründer eines europäischen Einhorn-Startups. t3n.de

Food-Startup kauft Meine Spielzeugkiste

Das Berliner Food-Startup Koro hat mit dem Kauf des insolventen Unternehmens Meine Spielzeugkiste das Portfolio um Brettspiele, Miniaturautos und Holzfiguren ausgebaut. Im September musste der Gründer Florian Spathelf Insolvenz anmelden und brauchte entweder eine neue Finanzierung oder einen Käufer. Der Koro-Gründer Constantinos Calios hat die Entwicklung des Spiele-Verleihers seit dem Auftritt in der TV-Show „Die Höhle des Löwen” 2014 mitverfolgt. Wie viel das Food-Startup gezahlt hat, will Calios nicht verraten. gruenderszene.de

Mit „Uber Premium” durch Berlin

Der Fahrdienst-Vermittler Uber erweitert sein Angebot in Deutschland mit einem neuen Premium-Dienst. Nutzer können sich – vorerst nur in der Hauptstadt – über den Service „Uber Premium” mit Limousinen der gehobenen Mittel- und Oberklasse durch Städte kutschieren lassen. Zu den Modellen zählen die Mercedes E-Klasse, der Jaguar I-Pace und der Audi A6. Der Preis soll etwa 60 Prozent über den Angeboten „UberX“ und „UberGreen” liegen. Vor der Fahrt können Kunden ihre Präferenzen, u.a. über die Raumtemperatur im Wagen, an die Fahrer übermitteln. Hierzulande steht Uber im Streit mit der Taxi-Branche. Laut einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln ist „UberX“ hierzulande eigentlich verboten – dies gilt aber erst, wenn die Entscheidungsvermittlung an die Uber-Zentrale in Amsterdam erfolgt. tagesspiegel.de, t3n.de

 

Investments & Exits

Sono Motors will mit Crowdfunding 50 Millionen Euro einsammeln

Der Münchner E-Autohersteller Sono Motors ändert offenbar seine Finanzierungsstrategie und setzt nun auf Crowdfunding anstelle von klassischen Finanzinvestoren. Bis Jahresende sollen 2000 Interessenten für das geplante E-Auto „Sion” so viel anzahlen, dass 50 Millionen Euro eingesammelt werden. Das Kapital soll in Produktionsanlagen und Serien-Prototypen des Solar Electric Vehicles (SEV) investiert werden: Die Karosserie des Sions ist nämlich mit Solarmodulen bestückt und lädt sich demnach durch Sonnenenergie auf. Das E-Fahrzeug soll erst 2022 vom Band laufen. heise.de, golem.de

5 Millionen Euro für Berliner Proptech Realxdata

Das Proptech Realxdata, das sich auf KI- und Smart-Data-gestützte Immobilienmarkt- und Portfolioanalysen spezialisiert hat, sammelt in einer von Signa Innovations angeführten Runde fünf Millionen Euro ein. Die Signa Innovations ist der Venture-Arm der Signa Holding des österreichischen Selfmade-Milliardärs Réne Benko. Zudem beteiligte sich die französische Ventech. Das frische Kapital soll in die Weiterentwicklung und den Ausbau der Analyseplattform, die Entwicklung KI-gestützter Forecast-Modelle und die Intensivierung des Kundengeschäfts hierzulande fließen. Zudem soll das Team aufgestockt werden. derbrutkasten.com, eu-startups.com

Cuvva erhält 15 Millionen Pfund

Der App-basierte Versicherungsanbieter Cuvva hat in einer Series A 15 Millionen Pfund eingesammelt. RTP Global, Breega und Digital Horizon schließen sich den bestehenden Investoren LocalGlobe, Techstars Ventures, Tekton und Seedcamp an. Auch eine Reihe von Business-Angels investierten in das Londoner Startup, darunter Dominic Burke, Jardine Llyord Thompson-CEO, und Faisal Galaria, Chief Strategy and Investments Officer von Gocompare. Das 2016 gegründete Unternehmen will mit dem Geld eine flexible Autoversicherung launchen. techcrunch.com

Rent24 übernimmt Friendsfactory zu 100%

Der Berliner Coworking Spaces-Anbieter Rent24 ist nun alleiniger Eigentümer von seinem Wettbewerber Friendsfactory. Für Mieter und Mitarbeiter werde sich abgesehen vom Rebranding nicht verändern, erklärte Rent24. Die Standorte sollen weiter betrieben werden: Derzeit gehören über 70 Coworking Spaces in Deutschland, den USA, Niederlanden und England zu Rent24. Gregor Gebhardt, Friendsfactory-Gründer, soll weiterhin als Berater für das Unternehmen tätig sein. Pressemitteilung via Mail

Millioneninvestment für Medicus AI

Vor wenigen Monaten schloss das Wiener MedTech-Startup Medicus AI bereits eine fünf Millionen Euro Serie A-Runde ab. Nun investierte der chinesische VC Sunhope im Zuge der Expansion nach China 1,2 Millionen Euro in das Startup, das eine Reihe von Software-Tools für Diagnostik-Labore und den Medizin- und Versicherungsbereich anbietet. In der Series B-Runde sind 20 Millionen Euro angepeilt. Mit der neuen Niederlassung in Shenzhen gewann Medicus AI die größte chinesische Lebensversicherung als Kunde. derbrutkasten.com

Holtzbrinck und Rocket investieren in Vaha

Vaha, das neue Startup der Mrs. Sporty-Gründerin Valerie Bures-Bönström, hat ein neues Investment erhalten: Neben den Bestandsinvestoren HV Holtzbrinck Ventures investierte auch der Rocket-Fonds Global Founders Capital einen zweistelligen Millionenbetrag in die Etone Motion Analysis, die Firma hinter Vaha. Zudem beteiligten sich der US-amerikanische Fonds TQ Ventures und RTP Global, der russische Investor von Delivery-Hero. Mit knapp einem Viertel der Firmenanteile bleibt Holtzbrinck der führende Investor. Das Konzept von Vaha ähnelt dem von Mirror, einem US-amerikanischen Startup, das einen Fitness-Spiegel als interaktives Sportgerät vertreibt. gruenderszene.de

 

International

China: Mobilfunkverträge gegen Gesichtserkennung

In China können Mobilfunkverträge zukünftig nur noch durch einen automatisierten Gesichtsscan abgeschlossen werden: Die SIM-Karten und Handyverträge sollen laut einer zum 1. Dezember in Kraft getretenen Vorschrift nicht mehr „nur” gegen Vorlage des Ausweises zu haben seien, sondern per Gesichtserkennung. Angeblich will die chinesische Regierung damit den Identitätsdiebstahl und den Weiterverkauf von SIM-Karten erschweren. Einige chinesische Bürger befürchten, dass die neue Regelung die staatliche Überwachung weiter verstärkt. Im internationalen Vergleich: Hierzulande sind SIM-Karten gegen Vorlage der ID zu erwerben. In Frankreich klagen Bürgerrechtler gegen die geplante Einführung eines Online-Identitätsnachweises mit Gesichtserkennung (Alicem). heise.de

Twitter launcht Privacy Center für Datenschutz

Die Bemühungen des Mikroblogging-Anbieters Twitter um Datenschutz und Datensicherheit sollen sich an der nun gelaunchten Webpage, das Twitter Privacy Center, äußern. Damit bündelt Twitter seine Datenschutzaktivitäten. Die verbraucherorientierte Webseite enthält Informationen über Initiativen, Datenschutzprodukte sowie Sicherheitsvorfälle. In den aktualisierten Richtlinien erklärt Twitter, dass die Twitter International Company den Datenschutz gemäß DSGVO in der EU verwalte. techcrunch.com via turi2.de

Mitarbeiterinnen bei Riot Games sollen 10 Millionen US-Dollar bekommen

Wegen einer Sammelklage will das Entwicklerstudio seinen weiblichen Beschäftigten, die seit 2014 bei Riot Games arbeiten und gearbeitet haben, 10 Millionen US-Dollar auszahlen. Laut Los Angeles Times sind rund 1000 Personen betroffen, die systematisch unterdrückt, schlechter bezahlt oder sexistisch bedrängt worden sind. Die Höhe der Auszahlung hängt von der Dauer des Arbeitsverhältnisses ab. Das Vorgehen muss noch gerichtlich genehmigt werden. Hinter Riot Games steht u.a. das weltweit meistgespielte Online-Game „League of Legends”. heise.de

Neues europäisches Produktionszentrum von Sky

Knapp 25 Kilometer nördlich von London soll ein neues Produktionsstudio für die Comcast-Töchter Sky und NBC Universal entstehen. Geplant ist die Eröffnung für 2022 mit einem Investmentziel von rund drei Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 3,5 Milliarden Euro) in Neuproduktionen in den ersten fünf Jahren, inklusive 2000 neuer Arbeitsplätze. Ort des Geschehens ist ein bereits erschlossenes 13 Hektar großes Gelände in der Nähe der Elstree Studios, in denen auch Konkurrent Netflix produziert. wuv.de

Huawei verklagt US-Behörde FCC

Der umstrittene chinesische Telekomkonzern Huawei kämpft um seine letzten kleineren US-Netzanbieter und legt eine Berufung gegen die Federal Communication Commission ein: Die Regulierungsbehörde hat entscheiden, die Fördermittel für den Netzausbau für Unternehmen, die mit Huawei kooperieren, zu streichen. Daraufhin beschwerte sich Huawei darüber, in den Prozess nicht eingebunden zu sein. Zudem beschuldigt die US-Regierung den Konzern, für die chinesische Regierung zu spionieren. t3n.de

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