Numaferm: Neues Verfahren entfesselt Peptide

Für die Gründer von Numaferm steht eins fest: Peptide, Ketten aus zwei bis einhundert Aminosäuren, sind einzigartige Biomoleküle! In der Pharmazie kommen sie als Wirkstoffe zum Einsatz, ihr Potenzial geht aber weit darüber hinaus. Ihre Herstellung ist jedoch aufgrund des dominierenden Herstellungsverfahrens, der chemischen Synthese, kostenintensiv, nur begrenzt skalierbar und umweltschädlich. Das beschränkt ihre Einsatzmöglichkeiten. In Zahlen ausgedrückt: Die Herstellung eines Kilogramms Peptid mittels chemischer Synthese verbraucht mehr als 25 Tonnen an Roh- und Hilfsstoffen.

Günstiges, nachhaltiges Verfahren

Mit dem von Numaferm entwickelten Bioverfahren lassen sich Peptide erstmalig planbar und effizient mittels Mikroorganismen produzieren. So sinkt der Bedarf an Roh- und Hilfsstoffen für die Produktion pro Kilogramm Peptid auf unter eine Tonne. Den Grundstein für die Technologie legte Mitgründer Christian Schwarz im Rahmen seiner Doktorarbeit am Institut für Biochemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Numaferm produziert Peptide im Auftrag. Alternativ können Pharmaunternehmen Lizenzen für die eigene Herstellung beziehen. Darüber hinaus entwickelt das Düsseldorfer Startup bereits eigene Peptide mit spezifischen Eigenschaften, um neue Marktbereiche außerhalb der Pharmazie zu erschließen. Funktionale Beschichtungen, Konservierungsmittel oder Spezialklebstoffe sind nur einige Anwendungen, bei denen Peptide schon bald eine wichtige Rolle spielen könnten. Neben der Produktion eigener Peptide steht die Weiterentwicklung und Skalierung der Technologie im Vordergrund. Weitere Ziele des Biotech-Teams: die Bekanntheit am Markt zu steigern und das Bioverfahren als wichtige Alternative zur chemischen Synthese zu profilieren.

Segment: Biotech
Gründung: 2017
Gründer: Dr. Christian Schwarz, Philipp Bürling
Mitarbeiter: 8
Investoren: Prof. Dr. Dr. Detlev Riesner, Dr. Jürgen Schumacher, High-Tech Gründerfonds, Evonik Venture Capital, European Investment Fund
URL: numaferm.com



Nicht nur nachhaltig, sondern auch kostensparend: die Abfallverwertungsanlagen von Wmoove im Einsatz (Foto: Wmoove)
Nicht nur nachhaltig, sondern auch kostensparend: die Abfallverwertungsanlagen von Wmoove im Einsatz (Foto: Wmoove)

Wmoove: Wenn Abfall zu Energie wird

Wmoove stellt die Abfallwirtschaft auf den Kopf. Mit seinen netzautarken Abfallverwertungseinrichtungen bringt das Düsseldorfer Unternehmen neuen Wind in den Retail-, Logistik- und Infrastrukturbereich. Die optisch ansprechenden containergroßen Anlagen können direkt vor Ort Abfälle in ihre Ursprungsstoffe umwandeln und generieren dabei noch saubere Energie.

Mit seinem Produkt trennt Wmoove die bisherige Abfallwirtschaftskette auf und spart jedem seiner Kunden enorme Abfallentsorgungskosten und Energieausgaben. Im Durchschnitt bietet das mit Wmoove geschlossene Contracting-Verfahren dem Kunden Kosteneinsparungen von mehr als 50 Prozent. Nachhaltig, sauber, effizient und günstig.

Segment: Smartcity, Cleantech
Gründung: 2017
Gründer: Nikolaus Donner, Thomas Buchegger, Jürgen Resch
Mitarbeiter: 5
Investoren: Eon
URL: wmoove.com

Düsseldorf Spezial

Dieser Artikel erschien zuerst in BERLIN VALLEY SPEZIAL – STARTUP-SZENE DÜSSELDORF. Die Sonderbeilage stellt auf 48 Seiten die wichtigsten Akteure des Ökosystems vor, analysiert den Standort und zeigt, wie sich in der Rheinmetropole eine neue Gründerszene etabliert. BERLIN VALLEY SPEZIAL – STARTUP-SZENE DÜSSELDORF jetzt kostenlos laden und lesen

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