Check24 will eine Vollbank-Lizenz, die Gründer der Toniebox vom Düsseldorfer Startup Boxine schaffen einen 300-Millionen-Euro-Exit und im Weltall herrscht Satelliten-Chaos – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Startup-Nachrichten

Check24 will Vollbank-Lizenz

Laut exklusiven Informationen von Finanz-Szene hat das Vergleichsportal Check24 bei der BaFin einen Antrag auf eine Vollbank-Lizenz gestellt. Die entsprechende Tochterfirma C24 GmbH hat Check24 bereits vor einigen Monaten gegründet, die Geschäftsführung hat Matthias Orlopp, ehemaliger Finanzchef von Check24 inne. Eine klassische Bank wolle man aber nicht werden: „Unsere Vision ist die einer offenen Plattform, die wir allen Bankpartnern  zur Verfügung stellen wollen“, erklärte Geschäftsführer Check24-Geschäftsführer Christoph Röttele. finanz-szene.de

Stiftung Warentest fällt schlechtes Urteil über Sharing E-Scooter

Zwar hatten die Testfahrer, die für die Stiftung Warentest die vier großen E-Scooter-Anbieter Circ, Lime, Tier und Voi unter die Lupe nahmen auf ebenem Gelände durchaus Spaß am Fahren, doch insgesamt beurteilten sie die neuen Fahrgeräte kritisch. Ihr Fazit: Abbiegesituationen sind bedrohlich, die Preise im Vergleich zu Leihautos ziemlich teuer. Zudem würden die Anbieter über ihre Apps zu viele Daten sammeln. Kritisch gesehen wurde auch, dass die Unternehmen die Verantwortung für die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Roller (Bremsen und Beleuchtung) auf ihre Kunden abwälzen. Tier hat in dieser Hinsicht bereits die Bedingungen geändert, Circ eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die besten Fahreigenschaften wies Tier Mobility auf. Spiegel.de, zu den Testergebnissen

Optiopay erhält BaFin-Lizenz

Das auf Open Banking und Auszahlungslösungen spezialisierte Fintech Optiopay darf sich ab sofort zu den wenigen Fintechs zählen, die eine Genehmigung der Bundesfinanzaufsicht BaFin halten. Nun darf das Unternehmen nach vorheriger ausdrücklicher Genehmigung seiner Nutzer auf deren Bankdaten zugreifen und ihnen auf dieser Basis Spar- und Finanzempfehlungen geben. „Als eines der wenigen FinTechs Deutschlands eine BaFin-Genehmigung zu erhalten macht uns nicht nur stolz, sondern bestätigt auch unsere Arbeit mit höchsten Sicherheitsansprüchen”, erklärte Mitgründer und CEO Marcus Börner. finanzwelt.de

Die 25 gefragtesten Startups bei LinkedIn

Welches sind die gefragtesten Startups für Jobsuchende? Diese Frage hat das Karrierenetzwerk LinkedIn erneut anhand seiner Daten und basierend auf den vier Faktoren Personalzuwachs, Interaktion mit der Profilseite, Aufrufe von Jobanzeigen und Zulauf von Mitarbeitern anderer Top-Unternehmen untersucht. Trotz einiger negativer Schlagzeilen führt – wie schon im Jahr zuvor – die Mobile Bank N26 das Ranking an, gefolgt vom Flugtaxi-Startup Lilium und Tier Mobility (E-Scooter). t3n.de

Optimistische Prognose von Delivery Hero

Delivery Hero gab am Mittwoch seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2019 bekannt. Im Vorjahresvergleich konnte der Lieferdienst seinen Umsatz auf 581,8 Millionen Euro verdoppeln. Der bereinigte Verlust (Ebitda) stieg allerdings ebenfalls: von 25 Millionen Euro auf 171,1 Millionen Euro. Aufgrund von steigenden Bestellungen und neuen Kunden setzt Delivery Hero nun seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben: auf das obere Ende der Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro. faz.net

Robo-Advisor bleiben hinter Erwartungen zurück

Automatisierte Geldanlage-Programme, sogenannte Robo-Advisor, werden von den Verbrauchern in Deutschland nicht richtig angenommen, konstatiert die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman. Demnach haben viele Anbieter die Kosten für die Kundenaquise sowie die Bedeutung bestehender großer Marken unterschätzt. Zudem bedienen die Robo-Advisor eine eher kleine Nischenkundschaft: digital-affine, an Wertpapieren interessierte Anleger. heise.de

Investments & Exits

Toniebox-Gründer schaffen Millionen-Exit

Boxine ist das Düsseldorfer Startup, das hinter der Toniebox steht, einem innovativen Audiosystem für Kinder. Dem 2014 gegründeten Unternehmen glückte jetzt ein Mega-Exit, wie Deutsche-Startups berichtet. Die Münchner Industrieholding Armira, das Family Office Santo Venture Capital sowie Business Angels, darunter Zalando-Gründer Robert Gentz, übernehmen die Anteile der bisherigen stategischen Investoren für einen dreistelligen Millionenbetrag. Der Kaufpreis soll bei rund 300 Millionen Euro gelegen haben. Das entspricht mehr als dem Doppelten des für 2019 erwarteten Umsatzes. deutsche-startups.de

Investment für die „Duft-Trinkflasche”

Das Münchner Startup air up hat ein Trinksystem entwickelt, mit dem normales Wasser allein über einen Duftaufsatz aromatisiert wird. Im Rahmen einer Extended-Seed-Runde hat das Jungunternehmen eine Millionensumme vom Business Angel Stephan Huber, dem NavVis-Gründer Dr. Felix Rheinshagen und dem Privatinvestor Carl-Claudius Rosengarten eingeworben. Auch die Altinvestoren Ralf Dümmel, Christoph Miller und Frank Thelen beteiligten sich erneut. Das Kapital soll in Marketing, Produktentwicklung und den Unternehmensaufbau fließen. Pressemitteilung per Mail und gruenderszene.de

Bayern Kapital steigt bei Daypaio ein

Das im vergangenen Jahr gestartete Startup Daypaio aus München will mit seiner SaaS-Lösung mittelständischen Unternehmen die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse vereinfachen. Von Bayern Kapital und fünf Business Angels gab es jetzt eine niedrige siebenstellige Finanzierung zum Ausbau von Team, Produkt und Vertrieb. gruender.wiwo.de

Vor dem Launch: Weitere 27,7 Millionen Euro für Cazoo

Das in London ansässige Startup Cazoo ist mit seiner Gebrauchtwagen-Plattform noch nicht einmal offiziell gestartet, da hat es bereits die nächste Finanzierung eingeworben: Weitere 27,7 Millionen Euro gab es von den Bestandsinvestoren dmg ventures, Stride.VC, Octopus Ventures und Entrée Capital. Damit steigt die Gesamtfinanzierung des erst vor neun Monaten gegründeten Unternehmens auf mehr als 60 Millionen Euro. eu-startups.com

LexFox will sich mit Finanzierung breiter aufstellen

Eine siebenstellige Finanzierungsrunde gibt das Legaltech-Startup LexFox bekannt. Das Geld kommt von den beiden Wagniskapitalgebern Earlybird und Target Global. LexFox wurde 2016 unter dem Namen Mietright gegründet und fokussierte sich zunächst mit dem Portal wenigermiete.de auf die Durchsetzung der Mietpreisbremse. Mit dem frischen Kapital will das Startup von Rechtsanwalt Daniel Halmer eine Dachmarke für Verbrauchermarke hochziehen. gruenderszene.de

International

7 Plattformen beherrschen den Weltmarkt

Am Mittwoch hat die Uno ihren erstmals erstellten Digital Economy Report vorgestellt. Dieser zeigt deutlich den Digital Divide in der Weltwirtschaft. Demnach entfallen zwei Drittel des Weltmarktes auf sieben „Superplattformen” aus den USA und China: Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Tencent und Alibaba. Nimmt man alle Internetplattformen zusammen, steigt der Anteil der beiden Supermächte sogar auf 90 Prozent. Europäische Firmen sind mit vier Prozent beteiligt, der Rest der Welt macht die übrigen sechs Prozent aus. China und die USA teilen sich auch 75 Prozent aller Blockchain-Patente sowie mehr als 75 Prozent des globalen Cloud-Geschäfts. Hinzu kommt: Mehr als die Hälfte der Welt hat keinen oder nur einen schlechten Zugang zum Internet. t3n.de

Googles Project Zero legt Abschlussbericht zu Apple-Sicherheitslücken vor

Apple ist bekannt für seine hohen Sicherheitsstandards. Umso bemerkenswerter – und bedenklicher – ist der Abschlussbericht, den Googles Hacking-Abteilung am Donnerstag vorgelegt hat. Fünf komplexe Exploit-Ketten mit 14 einzelnen Sicherheitslücken hat das Team Anfang des Jahres ausfindig gemacht. Offenbar reichte der Besuch einer Website mit dem iPhone, um das jeweilige Gerät anzugreifen und sogar ein Abhörimplantat zu installieren. Apple hatte im Februar innerhalb von einer Woche mit einem Update reagiert. Wie Techcrunch unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, soll China hinter dem Angriff stecken. Das Ziel: Das Ausspionieren von muslimischen Uiguren. Die muslimische Minderheit wird in China verfolgt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als eine Million Uiguren in Zwangsumerziehungslagern interniert. t3n.dezeit.de

WeChat schränkt Zugang zu umstrittener Deepfake-App ein

Die erst am Freitag gelaunchte chinesische App Zao, mit der Nutzer ihre eigenen Gesichter in berühmte Filme oder Shows morphen lassen kann. Nachdem die Deepfake-App über WeChat und andere Netzwerke sofort viral ging, regte sich auch Kritik und Sorge um den möglichen Missbrauch durch die weitreichende Copyright-Übertragung, die Zao von seinen Nutzern fordert. WeChat reagierte nun mit einer Einschränkung des Zugangs zur App. Videos können zwar weiterhin hochgeladen, die App aber nicht mehr geteilt oder runtergeladen werden. Als Grund wurden Sicherheitsrisiken genannt. techcrunch.com

Investoren verlieren Vertrauen in Uber und Lyft

Am Dienstag sanken die Aktienkurse der beiden großen US-amerikanischen Ride-Hailing-Anbieter Uber und Lyft auf ihren jeweiligen Tiefststand seit dem Börsengang (-30 Prozent). Beide Firmen hatten im zweiten Quartal große Verluste eingefahren (Lyft: -644,2 Millionen Dollar, Uber: -5,24 Milliarden Dollar). Die Anleger verlieren offenbar das Vertrauen, dass die Anbieter jemals profitabel arbeiten. Hinzu kommt ein in Planung befindliches Gesetz in Kalifornien. Dies könnte zur Folge haben, dass die Unternehmen ihre Fahrer als feste Mitarbeiter anstellen müssen. cnbc.com via t3n.de

Beinahe Satelliten-Kollision wegen verpasster Email?

Am Montag musste die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit ihrem wissenschaftlichen Satelliten Aeolus ein Ausweichmanöver fliegen, um eine Kollision mit einem Übungssatelliten von SpaceX zu vermieden. Von Elon Musks Raumfahrtunternehmen heißt es nun, dass die entsprechende Warnung – die per Email kam – bei SpaceX untergegangen sei. „Es geht nicht an, dass bei (zukünftig) 10.000 Satelliten im All die Betreiber E-Mails schreiben. So stelle ich mir moderne Raumfahrt nicht vor”, kommentierte der Leiter der ESA-Abteilung für Weltraummüll. heise.de und forbes.com

 

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