Daten, Zahlen und Technologien haben mich schon als kleiner Junge fasziniert – das war Grund genug, mich beruflich in diese Richtung zu orientieren. Heute kann ich sagen: Ziel erreicht. Die Analyse von Zahlen und Daten gehört zu meinen täglichen Aufgaben als Head of Business Intelligence. Was aber kann man sich unter dem Beruf konkret vorstellen? Ich fasse Daten aus verschiedenen Quellen beziehungsweise Datensilos (CRM, Google, Facebook etc.) mithilfe von ETL-Scripten zusammen und lagere sie in unserem Data Warehouse an. Danach strukturiere, analysiere und visualisiere ich sie – und zwar so, dass alle Abteilungen etwas damit anfangen können.

Die Analyse von Daten ist extrem wichtig, um die Performance von unserem Business zu evaluieren und zu verbessern. Als Head of Business Intelligence bei Book a Tiger leite ich ein dreiköpfiges Team. Wir arbeiten eng mit allen Bereichen des Unternehmens (Marketing, Sales, Tiger Operations etc.) zusammen und haben regelmäßig Meetings mit den jeweiligen Teamleitern und dem Management. In den Meetings stellen wir unsere Analysen vor und besprechen sie. Ziel ist immer, die Performance für den jeweiligen Bereich zu verbessern. Wir können beispielsweise Angebot und Nachfrage evaluieren.

Typische Fragen, die hier besprochen werden, könnten folgende sein: Haben unsere Reinigungskräfte in ihrem Bezirk genügend Kunden oder müssen neue Kunden in diesem Stadtteil gewonnen werden? Müssen wir in zwei Monaten mehr Reinigungskräfte als sonst einstellen, wenn die Nachfrage in einer bestimmten Stadtregion aufgrund einer Marketingkampagne wächst? Wie weit ist der Anfahrtsweg von Cleanern zu ihrem Job und wie viel Zeit benötigen sie dafür? Wie können wir den Anfahrtsweg verkürzen und somit auch unsere Kosten reduzieren?

Künstliche Intelligenz ist sehr wichtig

In den Meetings mit dem BI-Team besprechen wir, wie wir Prozesse optimieren und erweitern können. Wir diskutieren darüber, wie wir externe Daten schnellstmöglich in unsere Datenbank bekommen, sie anschließend am besten mit unseren Kundendaten verbinden und dem Marketingteam zur Verfügung stellen können. Uns beschäftigen auch Fragen wie zum Beispiel: Wie viele Webseitenbesuche benötigt ein Kunde, bis es zu einer Buchung kommt, und über welchen Kanal ist er zu uns gelangt?

Zudem sprechen wir oft mit externen Dienstleistern, um neue Technologien zu erforschen und immer up to date zu sein. Künstliche Intelligenz ist ein sehr wichtiges Thema für uns, das auch in Zukunft immer relevanter werden wird. Kurz gesagt geht es in meinem Job also darum, durch Datenanalyse sowie Prozessoptimierung und -automatisierung die Performance von Book a Tiger zu verbessern. Sehr gute analytische Fähigkeiten, ein hervorragendes Zahlenverständnis sowie das Talent, komplexe Zusammenhänge erkennen zu können, sind Voraussetzung für diesen Job.

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ALEXANDER RENNER

Alexander Renner ist Head of Business Intelligence bei Book a TIger. Nach seinem Studium in International Business in den Niederlanden arbeitete er als Business-Intelligence-Manager bei Trivago und wechselte danach zu Book a Tiger. Hier leitet der 26-Jährige derzeit ein Team von drei Mitarbeitern.

BOOK A TIGER

GRÜNDUNG: April 2014
GRÜNDER: Nikita Fahrenholz (CEO und Co-Founder), Claude Ritter (COO und Co-Founder)
MITARBEITER: 500+
STANDORT: Berlin, Nürnberg, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hamburg, Leipzig, Düsseldorf, Essen, Dortmund, Hannover, Bremen
SERVICE: Erstes digitales Facility-Services-Unternehmen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privathaushalte deutschlandweit
URL: bookatiger.com

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3 Kommentare auf "Alexander Renner von Book a Tiger: Was macht eigentlich ein Head of Business Intelligence?"

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[…] In der Startup-Szene gibt es viele eigentümliche Jobbezeichnungen. Diesmal erzählt Alexander Renner von seinem Alltag als Head of Business Intelligence Der Beitrag Alexander Renner von Book a Tiger: Was macht eigentlich ein Head of Business Intelligence? erschien zuerst auf BerlinValley. Jetzt lesen […]

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[…] 2014 gegründet, leistet sich das Startup “Book A Tiger” einen Head of Business Intelligence. Alexander Renner, der die BI-Unit anführt, erklärt im Interview für das Startup-Magazin Berlin Va… Ein anderes Beispiel findet man beim Retailer “Lesera”. Dessen Head of Business Intelligence […]

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[…] ich so in Estland nicht gehabt hätte. In meiner Heimat ist der professionelle Umgang mit Daten und Business Intelligence nicht so weit entwickelt wie in Berlin. Oft planen estnische Firmen, ihren Hauptsitz außerhalb des […]

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