Bonaverde meldet Insolvenz an, Flixbus droht mit Ausdünnung des Halte-Netzes und Blue Origin bewirbt sich für Nasa-Mission – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Startup-Nachrichten

Bonaverde meldet Insolvenz an

Sechs Jahre nach der Gründung muss das Berliner Startup Bonaverde einen Insolvenzantrag stellen. Laut einer Mitteilung von Bonaverde sei das Unternehmen gezwungen, 500 der selbstentwickelten Kaffeemaschinen wegen Produktionsmängeln zurückzurufen. „Der Rückruf (…) hat bei unseren Bestandsinvestoren dafür gesorgt, sich gegen eine erneute Zwischenfinanzierung zu entscheiden, erklärte Gründer Hans Stier gegenüber Gründerszene. Auch die erst kürzlich gelaunchte Kaffee-Flatrate Urban Coffee Club sei betroffen. Aktuell gebe es keinen Plan B. Stier hatte erst vor einem Monat bekanntgegeben, seinen Posten als CEO von Bonaverde aufzugeben, um sich ganz auf das neue Projekt zu konzentrieren. gruenderszene.de

Doch kein Amazon-Tower? Bezirk will wegen Vertragsbruch Baurecht widerrufen

Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Amazon einen Großteil des geplanten „Edge East Side” Towers an der Warschauer Brücke in Berlin beziehen will. Nun droht der Bau zu scheitern. Der Grund: Die aktuellen Baupläne des Investors halten sich nicht an den städtebaulichen Vertrag und weichen stark vom Ergebnis des Werkstattverfahrens ab, auf das sich Senat, Bezirk und Investor geeinigt hatten. Zudem hat die Bundeswehr Einspruch eingelegt, da die durch die Fassaden ausgelösten Reflektionen die Radarsignale stören würden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung berät zurzeit die rechtlichen Möglichkeiten. Es könnte ein neues Wettbewerbsverfahren geben. tagesspiegel.de

EY Startup-Barometer: Viel Geld für europäische Startups, Paris überholt Berlin

Rekordinvestitionen für europäische Startups: Laut EY Startup-Barometer ist der Gesamtwert der Startup-Finanzierungen in Europa im ersten Halbjahr 2019 auf 16,9 Milliarden Euro gestiegen (plus 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Großbritannien liegt trotz Brexit mit 6,7 Milliarden Euro erneut auf Platz eins, gefolgt von Frankreich (2,8 Milliarden Euro) und Deutschland (2,7 Milliarden Euro). Ein analoges Bild gibt es beim Städteranking: London (5,7 Milliarden Euro) liegt mit großem Abstand vorn, Paris (2,2 Milliarden Euro) hat Berlin (2 Milliarden Euro) überholt. Gemessen an der Zahl der Finanzierungsrunden liegt die französische Hauptstadt mit 230 noch deutlicher vor Berlin (129). Pressemitteilung per Mail und tagesspiegel.de

Flixbus droht mit Ausdünnung des Halte-Netzes

Sollte die Bundesregierung die geplante Mehrwertsteuerabsenkung auf Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn umsetzen, könnten bis zu 150 Halte des Fernbusanbieters Flixbus wegfallen. „Der Wettbewerbsvorteil der Bahn wäre so immanent, dass wir ungefähr 30 Prozent unseres Fernbusnetzes einschränken müssten”, erklärte Flixbus-Mitgründer Daniel Krauss gegenüber dem Manager Magazin. Der Mobility-Anbieter hatte sich bereits mehrfach gegen die einseitige Bevorzugung der Bahn ausgesprochen und davor gewarnt, im Namen des Klimaschutzes Bus und Bahn gegeneinander auszuspielen. manager-magazin.de

Lea-Sophie Cramer verlässt Amorelie

Zum Ende des Jahres wird Amorelie-Mitgründerin und CEO Lea-Sophie Cramer ihren Posten nach sieben Jahren abgeben. „Meine Entscheidung, mich zu verändern, ist lange gereift. Ich wollte dann gehen, wenn eigentlich alles in mir sagt: Bleib“, erklärt die 32-Jährige. Ihre Nachfolgerin wird Claire Midwood, die aktuell noch als Managing Director bei Apple in Kalifornien tätig ist. Cramers Mitgründer Sebastian Pollok hat das Unternehmen bereits im Frühjahr 2018 verlassen. Gruenderszene.de

Investments & Exits

Idinvest schließt neuen Fond mit 350 Millionen Euro

Der europäische Investor Idinvest Partners gibt das Closing seines dritten „Digital Fund” bekannt. Mit 350 Millionen Euro übertrifft dieser deutlich das Zielvolumen von 300 Millionen Euro und des Vorgänger-Fonds (154 Millionen Euro). Neben Investoren aus dem zweiten Digital Fund sind auch neue Geldgeber aus Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika vertreten. 85 Millionen Euro sind bereits in 15 Startups geflossen, darunter das Healthtech-Unternehmen TeleClinic. Pressemitteilung per Mail und tech.eu

Thinksurance sammelt 13 Millionen Euro ein

Das Frankfurter Startup Thinksurance – bis Ende Juli als Gewerbeversicherung24 bekannt – hat vom Wagniskapitalgeber Eight Roads Ventures 13 Millionen Euro für die weitere Expansion erhalten. Das 2016 gegründete Insurtech will mit dem frischen Kapital bis Ende 2020 das Team verdoppeln und auch den Sprung ins Ausland wagen. gruender.wiwo.de

Frank Thelen beteiligt sich an Hyperloop-Startup

Mit seiner Venture-Capital-Firma Freigeist hat sich Investor und TV-Juror Frank Thelen an einer Millionenfinanzierung in das Hyperloop-Startup Hardt beteiligt. Freigeist habe eine sechsstellige Summe beigesteuert, berichtet t3n. Das niederländische Unternehmen Hardt hatte im Juli einen 30 Meter langen Testtunnel in Delft eröffnet. Mit dem frischen Kapital soll ein Forschungszentrum mit einer drei Kilometer langen Teststrecke eröffnet werden. t3n.de

130 Millionen Euro für Münchner Softwarefirma Commercetools

Insight Partners hat 130 Millionen Euro in das Münchner E-Commerce-Unternehmen Commercetools investiert. Der New Yorker Wagniskapitalgeber ist auch an Shopify, Hellofresh und Delivery Hero beteiligt. Unternehmen können ihre digitalen Vertriebskanäle mithilfe einer Plattform von Commercetools managen. Mit dem Millioneninvestment strebt das 13 Jahre alte Unternehmen eine Expansion in Nordamerika und Asien an. gruenderszene.de

International

Blue Origin bewirbt sich für Nasa-Mission

Eine Woche vor Fristende hat sich Blue Origin, das Raumfahrt-Startup von Amazon-Chef Jeff Bezos, als Serviceanbieter bei der Nasa beworben. Die amerikanische Raumfahrtbehörde will bis 2024 wieder eine US-Raumfähre auf den Mond bringen. Blue Origin kooperiert für den Auftrag mit Lockheed-Martin, Northrop-Grumman und Draper Laboratory. Die Zusammenarbeit mit Blue Origin ist wohl vor allem der Tatsache geschuldet, dass Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX – derzeit einziger Anbieter einer Schwerlastrakete mit genügend Nutzlast – das Geschäft der ehemals profitablen Firmen Lockheed-Martin und Northrop-Grumman quasi zerstört hat. golem.de

Softbank übernimmt WeWork

Wie mehrere US-Medien berichten, übernimmt der japanische Technologiekonzern Softbank den strauchelnden Coworking-Anbieter WeWork und rettet damit das Unternehmen vor der Insolvenz. Zuvor hielt der Konzern ein Drittel der Anteile. Das Rettungspaket umfasst wohl fünf Milliarden Dollar und beinhaltet den Abgang von Gründer Adam Neumann aus dem Verwaltungsrat, wodurch er fortan nur noch einfaches Mitglied des Aufsichtsgremiums ist. Erst vor kurzen trat Neumann im Zuge des Börsengang-Debakels aus der Geschäftsleitung zurück. Für den Abgang erhält Neumann aber noch 1,7 Milliarden Dollar: eine Milliarde für seine Anteile, für die Ablöse eines Kredites noch 500 Millionen Dollar und eine „Beratungsgebühr“ von 185 Millionen Dollar. businessinsider.de, handelsblatt.com (paid) via turi2.de

Breites Bündnis für Kartellermittlungen gegen Facebook

Aus den acht US-Bundesstaaten, die sich im September zusammengetan haben, um kartellrechtliche Untersuchungen gegen Facebook einzuleiten, sind mittlerweile 47 geworden. Damit unterstützt die überwiegende Mehrheit der US-Bundesstaaten die Ermittlungen, die klären sollen, ob Facebook den Wettbewerb behindert und die Datensicherheit vernachlässigt hat. dpa über heise.de

Google bestätigt Durchbruch bei Quantenüberlegenheit

Bereits vor einem Monat wurde ein Forschungspapier von Google geleakt, demzufolge das Tech-Unternehmen die Quantenüberlegenheit erreicht habe – ein Meilenstein auf dem Weg zum Entwicklung von einsatzfähigen Quantencomputern. Am Mittwoch nun hat Google den Artikel offiziell in dem Fachmagazin „Nature” publiziert. Googles Prozessor soll eine Kalkulation in 200 Sekunden erstellt haben, für die der aktuell leistungsstärkste Supercomuter der Welt 10.000 Jahre benötigt hätte. Quantencomputer-Veteran IBM hingegen konterte mit einem eigenen Blogpost: Ein klassischer Supercomputer hätte keine 10.000 Jahre, sondern lediglich 2,5 Tage für die Kalkulation gebraucht. theverge.com

Apple Pay überholt Android-Markt

Die Nutzerzahlen von Apple Pay in den USA steigen deutlich an. Laut Marktforschern verwenden bis zu 30,3 Millionen US-Kunden den Bezahldienst. Damit habe Apple Pay Starbucks mit seiner QR-Code-basierten Payment-App überholt. Auch Google Pay und Samsung Pay sollte die zunehmende Verbreitung von NFC-Kassensystemen Wachstum verschaffen, allerdings spalten die Konzerne den Markt der Android-Nutzer. heise.de

 

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